Die Bayerische Staatsoper gehört weltweit zu den führenden Opernhäusern und blickt stolz auf eine über 350 Jahre währende Geschichte von Oper und Ballett zurück. Mit rund 600.000 Gästen, die jährlich über 300 Veranstaltungen besuchen, trägt die Bayerische Staatsoper maßgeblich zum Ruf Münchens als einer der großen internationalen Kulturstädte bei.
Innerhalb einer Spielzeit werden über 30 Opern aus fünf Jahrhunderten und mehr als 20 Ballette vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, dazu Konzerte und Liederabende. Damit ist das Programm des Hauses eines der international vielfältigsten. Mit 2.101 Plätzen ist das klassizistische Nationaltheater das größte Opernhaus Deutschlands und gilt als eines der schönsten Theater in Europa.
Komponist Georg Friedrich Händel. Libretto von einem unbekannten Bearbeiter nach dem Libretto von Antonio Fanzaglia zu der Oper L’isola di Alcina von Riccardo Broschi, basierend auf dem 6. und 7. Gesang aus dem Epos Orlando furioso von Ludovico Ariosto.
Dramma per musica in drei Akten (1735)
Ein geheimnisvolles Reich, beherrscht von einer legendären Königin – Alcina ist alles zugleich: stark, mächtig, klug und von betörender Schönheit. Immer wieder lockt sie fremde Männer auf ihre Insel, die ihrem Ruf folgen, und immer wieder hofft Alcina, endlich die wahre Liebe zu finden. Doch stets endet ihr Traum in Enttäuschung. Die Spuren vergangener Liebschaften durchziehen das Land – einstige Verehrer, nun magisch verwandelt und in der Flora und Fauna der Insel gefangen. Doch als Ruggiero die Insel betritt, ist Alcina überzeugt: Diesmal ist es der Richtige! Indes erscheint noch ein weiterer „Mann“: Ruggieros Verlobte Bradamante, als ihr Bruder Ricciardo verkleidet, auf der Suche nach Ruggiero. Als dann auch noch Alcinas Zauber allmählich zu schwinden beginnt, gerät alles ins Wanken.
„Er ist unser aller Meister“, urteilt Joseph Haydn 1791 über Georg Friedrich Händel. Und ohne Frage gehört die Zauberoper Alcina zu dessen meisterhaftesten Partituren. Sie ist nach Ariodante seine zweite Oper für das neu gebaute Covent Garden Theatre – und auf die Sensationslust des Londoner Publikums ausgerichtet. Doch sind es nicht bloß die Bühneneffekte, die dieses Werk so besonders machen: Händel schrieb eine farbenreiche Musik und zeichnet ausdifferenzierten Charaktere, die deutlich über den üblichen Rahmen der barocken Opera seria und ihrer Figurentypisierung hinausreichen. Regisseurin Johanna Wehner dockt genau hier an: Sie sieht Alcina nicht bloß als Herrscherin und Zauberin, sondern auch als menschlich, fehlbar, gekränkt; im ständigen Zwang, einem Ruf gerecht zu werden. Eine Frau, die funktionieren muss, sich aber nach wahrer Liebe sehnt – und ständig verletzt und enttäuscht wird. Und so steht für Wehner ganz besonders eine Frage im Zentrum: Wie viel muss ich sein, damit ich genug bin?
Musikalische Leitung: Stefano Montanari
Inszenierung: Johanna Wehner
Bühne: Benjamin Schönecker
Kostüme: Ellen Hofmann
Licht: Matthias Singer
Dramaturgie: Saskia Kruse
empfohlen ab 14 Jahren
In italienischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Gartensaal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR-Klassik übertragen.
Termine
Mo 13.7.2026, 18:00 | Premiere
Do 16.7.2026, 19:00
Sa 18.7.2026, 18:00und weitere Termine
Di 21.7.2026, 19:00
Sa 25.7.2026, 18:00
Di 28.7.2026, 19:00
Ort
Prinzregententheater
Prinzregentenplatz 12
D-81675 München
Komponist Richard Wagner. Dichtung von Richard Wagner.
Erster Tag des Bühnenfestspiels Der Ring des Nibelungen (1870)
Richard Wagner schrieb Die Walküre als zweiten der vier Teile des gewaltigen Musiktheater-Epos Der Ring des Nibelungen, das auf dem mittelalterlichen Nibelungenlied und altnordischen Göttersagen basiert. Wotan, der oberste Gott, hat mit einer Menschenfrau Zwillinge gezeugt, Siegmund und Sieglinde. Die beiden zeugen wiederum ein Kind, wodurch Wotan seine Herrschaft gefestigt sieht. Seine Frau Fricka widersetzt sich seinen Plänen und fordert – als Beschützerin der Ehe traditioneller Denkart – den Tod Siegmunds. Widerwillig fügt sich Wotan, auch wenn dies zum Bruch mit seiner Lieblingstochter Brünnhilde führt.
Nach dem Auftakt mit Das Rheingold, in dem er zeigte, wie die Götter wieder zu ihrer ursprünglichen Macht zurückfinden, nehmen Regisseur Tobias Kratzer und sein Team nun den Begriff der Unbehaustheit in den Fokus, und zwar „sowohl im konkreten Sinne (Siegmund, der ohne Zuhause und Heimat auf der Flucht ist) als auch im Metaphorischen (Wotan, der sich zunehmend einsamer und verlorener fühlt in den Weiten von Unendlichkeit und kosmischer Angst)“ (Tobias Kratzer). Das Stück, so Kratzer, stelle die Frage, „ob Liebe die Lösung sein könnte für dieses Dilemma?“ Und ob sich „die Unbehaustheit durch Liebe ‚heilen‘ oder zumindest zeitweise vergessen lassen“ könne oder vielleicht doch die größte aller Selbsttäuschungen sei.
Musikalische Leitung: Vladimir Jurowski
Inszenierung: Tobias Kratzer
Mitarbeit Inszenierung: Matthias Piro
Bühne und Kostüme: Rainer Sellmaier
Licht: Michael Bauer
Video: Manuel BraunJonas DahlJanic Bebi
Dramaturgie: Bettina BartzOlaf Roth
empfohlen ab 14 Jahren
Dauer ca. 5 Stunden 10 Minuten
In deutscher Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.
Koproduktion mit dem Gran Teatre del Liceu, Barcelona
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Die Premiere wird live im Hörfunk auf BR-Klassik übertragen.
Termine
Mi 1.7.2026, 17:00
Mi 8.7.2026, 16:00
Sa 18.7.2026, 16:00und weitere Termine
Mo 27.7.2026, 17:00
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Komponist Brett Dean / Heather Betts. Libretto von Heather Betts nach Texten von Mary Stuart, Elizabeth Tudor und anderen Quellen aus dem 16. Jahrhundert.
Oper in zwei Akten (2026)
„Of One Blood“, also desselben Blutes, waren die beiden miteinander verwandten mächtigen Frauen, deren unmittelbar nebeneinanderliegende Gräber sich heute in der Londoner Westminster Abbey finden. Dennoch standen sich beide Zeit ihres Lebens denkbar fern: Elizabeth I. herrschte fast ein halbes Jahrhundert als Königin über England und Irland, während Mary Stuart für ein Vierteljahrhundert Schottland regierte. Ein erbitterter Machtkampf der protestantischen Vorherrschaft und der katholischen Opposition und letztlich der Druck des Parlaments zwangen die englische Königin, Mary Stuart hinrichten zu lassen.
Davon erzählen nicht nur zahlreiche Geschichtsbücher und Friedrich Schillers Drama, sondern auch Brett Deans neue Oper, die an der Bayerischen Staatsoper uraufgeführt wird. Für das Libretto wurde Heather Betts in Briefen der beiden Königinnen und anderen Quellen aus dem 16. Jahrhundert fündig: In ihrer Zusammenstellung verdichtet sich die über mehrere Jahrzehnte zuspitzende Spirale aus Machtanspruch, Intrigen, Gewalt und aristokratischer Einflussnahme in einer fesselnden Dramaturgie von Situationen als willkommene Anlage für Brett Deans Musik: Diese bietet Klangflächen einer enormen dynamischen Bandbreite, in der Extreme ausgereizt werden, wobei auch unkonventionelle Spielweisen zum Einsatz kommen. Der Regisseur Claus Guth wird die ambivalente Beziehung der beiden Frauen zueinander in den Fokus rücken und sich damit beschäftigen, wie der über vier Jahrhunderte zurückliegende Konflikt bis heute fortgeschrieben und immer wieder aufs Neue erzählt wird. Ikonische Kulissen werden dabei mit emotionaler Emphase in einem Wechselspiel aus historischen Perspektiven an uns herangeholt.
Komponist: Brett Dean
Libretto: Heather Betts
Musikalische Leitung: Vladimir Jurowski
Inszenierung: Claus Guth
Bühne: Etienne Pluss
Kostüme: Ursula Kudrna
Licht: Michael Bauer
Choreographie: Sommer Ulrickson
Dramaturgie: Lukas LeipfingerYvonne Gebauer
Neuproduktion
Auftragswerk der Bayerischen Staatoper, der The Santa Fe Opera, der State Opera South Australia und der Garsington Opera, ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung sowie Karin und Roland Berger.
empfohlen ab 14 Jahren
In englischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache
Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Termin
Mo 29.6.2026, 19:00
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Choreographie Alexander Ekman, Johan Inger, Jiří Kylián
Dreiteiliger Ballettabend („Cacti" 2010, „IMPASSE" 2020, „Bella Figura" 1995)
Musik Ludwig van Beethoven, Joseph Haydn, Franz Schubert (Arr. Andy Stein), Ibrahim Maalouf, Amos Ben-Tal.
Zum Wesen künstlerischer Arbeit gehört die Verständigung über die gemeinsamen Voraussetzungen. Von dort aus kann vorangeschritten, Neues geschaffen werden. Die drei Choreographen, deren Werke den Abend Common Ground bilden, teilen eine enge Verbundenheit mit dem Nederlands Dans Theater (NDT) in Den Haag. Neben einer gemeinsamen künstlerischen Überzeugung, in der auch der Humor seinen Platz hat, sind ihre Choreographien durch subtile inhaltliche Verbindungen verwoben – und wurden allesamt durch das NDT uraufgeführt.
In Alexander Ekmans Choreographie Cacti (2010) geraten die Mechanismen des Kulturbetriebes auf den Prüfstand. Mit viel Humor und dem Einsatz einer Sprechstimme wird die Frage aufgeworfen, ob gerade im Bereich der Kunstkritik vielleicht manchmal der Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sichtbar ist. In Cacti macht Ekman zudem die Mitglieder eines Streichquartetts neben den Tänzer:innen zu gleichberechtigten Akteur:innen auf der Bühne.
Johann Inger ließ sich für IMPASSE (2020) von der Idee leiten, wie wir ganz konkret räumlich, aber auch im übertragenen Sinne als Gesellschaft in eine Situation der Ausweglosigkeit geraten können. Wie sehr wir uns in einer solchen Situation selbst treu bleiben sollten, wie sehr wir durch andere Lebensentwürfe verführt werden können – das verhandelt Inger in poetischen, bisweilen auch skurrilen Bildern.
Jiří Kyliáns Stück Bella Figura (1995) schickt neun Tänzer:innen auf eine „Reise durch Zeit, Raum und Licht“, wie es der Choreograph ausdrückte. Durch die tänzerische Aktion von neun Tänzer:innen auf Musik aus der Barockzeit werden Begriffe wie Schönheit und Verletzlichkeit umkreist. Zudem wird die Frage aufgeworfen, ob es eine klar umrissene Aufführung überhaupt geben kann, oder ob wir eigentlich unser ganzes Leben lang „performen“.
Dauer ca. 2 Stunden 10 Minuten
Einführungen finden jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (ausgenommen am Premierenabend) im Capriccio-Saal statt. Sitzplätze nur begrenzt vorhanden, Dauer ca. 20 Min.
Termin
Di 14.7.2026, 19:30
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Choreographie John Neumeier. Musik Frédéric Chopin.
Alexandre Dumas’ epochemachender Roman La dame aux camélias (1848) wurde zur Vorlage der Oper La traviata und von unzähligen Filmen. John Neumeier kreierte seine Ballettversion des Stoffes 1978 für Marcia Haydée und das Stuttgarter Ballett. 1986 führte er zudem Regie bei der Verfilmung dieses Erfolgsballetts.
Die erschütternde Geschichte um die lungenkranke Kurtisane Marguerite Gautier und ihren Liebhaber Armand Duval erzählt Neumeier in dichtester Choreographie und mit beispielloser dramaturgischer Raffinesse. Dazu kommt die Musik von Frédéric Chopin, deren romantische Virtuosität und existentielle Verlorenheit dem Ballett vollends das Siegel tiefster Wahrhaftigkeit aufdrückt. Chopins Zweites Klavierkonzert, die Romanze aus seinem Ersten Klavierkonzert, die Grande Fantasie op. 13 und die Grande Polonaise brillante op. 22 werden ergänzt durch reine Klavierkompositionen Chopins. Eine musikalische Klammer bildet das Largo aus derSonate h-Moll op. 58, das an dramaturgisch entscheidenden Stellen auftaucht. Raffiniert nimmt Neumeier außerdem das Motiv des Theaterbesuchs der Protagonist:innen aus der Romanvorlage auf. Er konkretisiert dieses Motiv, indem er das unglückliche Schicksal von Marguerite und Armand im ’Bühnenschicksal’ zweier anderer literarischer Figuren aus einem früheren Jahrhundert, Manon Lescaut und ihres Liebhabers Des Grieux, spiegelt.
Seit der Uraufführung von Neumeiers Werk gehören die Hauptpartien zu den begehrtesten Rollen großer Tanzschauspieler:innen, die darin herausfordernde tanztechnische Aufgaben und unvergleichliche Möglichkeiten finden, sich in hochdifferenziertere Charaktere einzufühlen.
Musikalische Leitung: Victorien Vanoosten
Choreographie: John Neumeier
Bühne und Kostüme: Jürgen Rose
empfohlen ab 12 Jahren
Dauer ca. 2 Stunden 50 Minuten
Termine
Fr 10.7.2026, 19:30
So 20.9.2026, 18:00
Do 24.9.2026, 19:30und weitere Termine
Fr 9.10.2026, 19:30
Sa 10.10.2026, 19:30
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Komponist Vincenzo Bellini. Libretto von Felice Romani.
Tragedia lirica in zwei Akten (1831)
Große Ausstattungsoper einerseits: Antikensaga! Krieg zwischen Römern und Galliern. Aber Norma ist "auch" psychologisches, feines Kammerspiel um eine höchst komplexe, in furchtbare Konflikte verstrickte Frau: Norma, Oberpriesterin der Druiden und Geliebte des römischen Statthalters Pollione. Betrogen will diese "Casta Diva", die "keusche Göttin" Rache nehmen. Es endet grausam: Liebestod auf dem Scheiterhaufen! Wahnsinn, Ekstase und Schönheit des Belcanto total!
Musikalische Leitung: Giacomo Sagripanti
Inszenierung, Bühne, Kostüme und Lichtkonzept: Jürgen Rose
Choreographische Mitarbeit: Jo Siska
Licht: Michael Bauer
Dramaturgie: Peter Heilker
Chor: Franz Obermair
empfohlen ab 14 Jahren
In italienischer Sprache. Mit deutschen und englischen Übertiteln.
Dauer ca. 3 Stunden
Termine
Fr 17.7.2026, 19:00
Mo 20.7.2026, 19:00
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Dramma lirico in drei Akten / fünf Bildern (1926)
Komponist Giacomo Puccini. Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi.
Das Volk im Blutrausch: Die öffentliche Köpfung eines weiteren Freiers der Herrscherin steht bevor. Denn Prinzessin Turandot will niemals einem Mann gehören. Darum muss jeder, der sie heiraten will, drei Rätsel lösen. Wer dies nicht schafft, bezahlt mit seinem Leben. Ein unbekannter Prinz, abgestoßen von Turandots Grausamkeit, doch angezogen von ihrer Schönheit, geht dieses lebensgefährliche Risiko erneut ein – und löst die Rätsel. Doch hat er dadurch die eiskalte, männermordende Herrscherin zur Liebe erweckt und den Grausamkeiten ein Ende gesetzt?
Turandot ist Giacomo Puccinis letzte Oper. Er starb zu einem Zeitpunkt, an dem er über ein bis dahin ungelöstes dramaturgisches Problem mit der Komposition ins Stocken geraten war: Die Prinzessin sollte ein Gegenentwurf zum Antifeminismus des Fin de siècle werden. Doch wie sollte er die Verwandlung der Männermordenden zur Liebenden umsetzen? Puccini hinterließ die finale Liebesszene zwischen Turandot und Calaf unvollendet.
Musikalische Leitung: Zubin Mehta
Inszenierung: Carlus Padrissa - La Fura dels Baus
Bühne: Roland Olbeter
Kostüme: Chu Uroz
Video: Franc Aleu
Licht: Urs Schönebaum
Dramaturgie: Andrea SchönhoferRainer Karlitschek
Chöre: Christoph Heil
empfohlen ab 12 Jahren
In italienischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache.
Dauer ca. 2 Stunden 45 Minuten
Termine
Di 30.6.2026, 19:00
Fr 3.7.2026, 19:00
Mo 6.7.2026, 19:00
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Opera buffa in zwei Akten (1817)
Gioachino Rossini. Jacopo Ferretti.
Die Geschichte vom Aschenputtel. Ihren bösen Schwestern, ihrem vertrottelten Vater und ihrer ewigen Sehnsucht nach Glück. Zunächst Verwicklungen und Koloraturen ohne Ende. Doch dann: Der Traumprinz kommt! Die legendäre, vor Witz sprühende Produktion von Jean-Pierre Ponnelle ist heute ein Stück Operngeschichte. Ein Vermächtnis.
Komponist Georg Friedrich Händel. Libretto nach William Congreve.
Sie ist Statistin ihres eigenen Lebens. Die eigene Lebensrealität ist ihr fremd. Semele wird von ihrem Vater zur Ehe mit Athamas gedrängt und findet sich schlagartig in ihrer eigenen Hochzeitszeremonie wieder, durch die Heiratsindustrie zu einer pompösen Hollywoodszenerie hochgeschraubt. Indem sie sich selbst von außen zu beobachten beginnt, erschafft sie als scheinbaren Ausweg eine Parallelrealität, die sie über ihr Leben stülpt, wo all ihre Sehnsüchte gestillt werden: ein verständiger Vater, ein liebender Ehemann, Selbstbestimmung, kurzum: die Erfüllung. Allerdings temporär und vor allem irreal. Am Ende stünde der Weg zurück in ihr tatsächliches Leben an, in dem sie flugs als Ehefrau durch ihre Schwester Ino ausgetauscht wurde, weil sie ihrer dort zugeteilten Rolle nicht gerecht werden konnte. Semele, physisch anwesend, wird psychisch den Weg in die Realität nicht zurückfinden. Ihr Verstand wird durchglühen. Zu sehr hatte sie sich von der Normalität entfernt. Zu wenig deckten sich die starren Erwartungen an sie als Individuum mit ihrem eigenen Willen. Dieser Grundkonflikt der Semele wurde von William Congreve und Georg Friedrich Händel aus Ovids Metamorphosen in die für die Barockoper gängigen Erzählstrukturen gebettet. Heute kann es auch der Blick auf die einengende Macht des bürgerlichen Korsetts sein.
Musikalische Leitung: Leonardo García Alarcón
Inszenierung: Claus Guth
Bühne: Michael Levine
Kostüme: Gesine Völlm
Licht: Michael Bauer
Video: rocafilm
Choreographie: Ramses Sigl
Chor: Franz Obermair
Dramaturgie: Christopher WarmuthYvonne Gebauer
Eine Koproduktion mit der Metropolitan Opera, New York
empfohlen ab 15 Jahren
Dauer ca. 3 Stunden 40 Minuten
In englischer Sprache. Mit Übertiteln in deutscher und englischer Sprache. Neuproduktion.
Termine
Fr 25.9.2026, 18:00
Mo 28.9.2026, 18:00
Fr 2.10.2026, 18:00und weitere Termine
So 4.10.2026, 17:00
Mi 7.10.2026, 18:00
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Die Bayerische Staatsoper führt mit der Spielzeit 2020/21 ihr bisheriges Live-Streaming-Angebot fort und präsentiert Neuproduktionen der Saison auf STAATSOPER.TV. Auf Marina Abramovics 7 Deaths of Maria Callas folgen ab Anfang November sieben weitere Live-Übertragungen. Seit November 2020 stehen zusätzlich MONTAGSSTÜCKE im kostenlosen Stream auf dem Programm.
Ort
Bayerische Staatsoper
Max-Joseph-Platz 2
D-80539 München
Online
Die Bayerische Staatsoper gehört weltweit zu den führenden Opernhäusern und blickt stolz auf eine über 350 Jahre währende Geschichte von Oper und Ballett zurück. Mit rund 600.000 Gästen, die jährlich über 300 Veranstaltungen besuchen, trägt die Bayerische Staatsoper maßgeblich zum Ruf Münchens als einer der großen internationalen Kulturstädte bei.
Innerhalb einer Spielzeit werden über 30 Opern aus fünf Jahrhunderten und mehr als 20 Ballette vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart gegeben, dazu Konzerte und Liederabende. Damit ist das Programm des Hauses eines der international vielfältigsten. Mit 2.101 Plätzen ist das klassizistische Nationaltheater das größte Opernhaus Deutschlands und gilt als eines der schönsten Theater in Europa.
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