Nordwestdeutsche Philharmonie
Seit ihrer Gründung im Jahr 1950 wurde die Nordwestdeutsche Philharmonie von insgesamt 18 Chefdirigenten geleitet. Dazu zählen unter anderem Wilhelm Schüchter, Hermann Scherchen, Michail Jurowski, Andris Nelsons, Yves Abel, Jonathon Heyward und aktuell Jonathan Bloxham. Ebenso haben international renommierte Solistinnen und Solisten wie Rudolf Buchbinder, Christian Tetzlaff, Isabelle Faust, Plácido Domingo, Vilde Frang, Igor Levit, Sol Gabetta, Sonya Yoncheva oder Jonathan Tetelman das künstlerische Profil des Orchesters geprägt. Im Jahr 2025 feierte die Nordwestdeutsche Philharmonie ihr 75-jähriges Bestehen mit vielfältigen musikalischen Aktivitäten.
Teilhabe, Diversität und gesellschaftliche Offenheit gehören seit jeher zum Selbstverständnis der Nordwestdeutschen Philharmonie. Mit den „xplore@NWD“-Konzerten für Kinder, Jugendliche und Familien, durch Besuche von Musikerinnen und Musikern in Schulen sowie durch die Möglichkeit Proben hautnah mitzuerleben, richtet sich das Orchester gezielt an ein junges Publikum und fördert früh die Begegnung mit klassischer Musik.
Bereits seit den späten 1950er-Jahren arbeitet das Orchester eng mit Radio Bremen und dem Westdeutschen Rundfunk zusammen. Es entstanden dabei zahlreiche Produktionen, insbesondere mit einem Fokus auf musikalische Neu- und Wiederentdeckungen, ebenso wie zahlreiche Konzertmitschnitte oder TV-Konzerte. Im Archiv des WDR finden sich heute rund 800 Werke, die von der Nordwestdeutschen Philharmonie eingespielt wurden und weiterhin Teil des WDR3-Programms sind. Ihre künstlerische Exzellenz hat die Nordwestdeutsche Philharmonie auch in über 200 Schallplatten- und CD-Produktionen gezeigt, die u.a. bei EMI, Warner, Erato, Philips, cpo sowie in einer eigenen Editionsreihe erschienen sind.