Über 30 neue Inszenierungen (Oper, Ballett, Schauspiel) und über 30 Konzerte pro Spielzeit.
Die Kinderoper, das Kinderkonzert, das Jugendkonzert, das Expeditionskonzert und „Kinder im Gluck“ – Musikalische Geschichten für Vorschulkinder.
Theaterführungen:
Der Blick hinter die Kulissen für alle Schulklassen und Gruppen, die bei uns eine Vorstellung oder ein Konzert besuchen (2€ pro Person).
Petruschka und Pulcinella (UA)
Musik von Igor Strawinsky
Nur wenige Compagnien haben das europäische Ballett des 20. Jahrhunderts so stark geprägt wie die Ballets Russes von Sergej Diaghilew. Trotz ihres relativ kurzen Bestehens von nur zwei Jahrzehnten hinterließ diese Compagnie einen unauslöschlichen Eindruck in ihrer Kunstgattung. Les Ballets Russes werden nicht nur für ihre virtuosen Tänze und lebendigen Erzählungen gefeiert, sondern auch für ihren bahnbrechenden interdisziplinären Ansatz. Durch die Zusammenarbeit mit Koryphäen wie Matisse, Picasso, Strawinsky, Satie, Nijinska und Fokine verfolgte die Compagnie eine kühne Mission: die Grenzen des Balletts zu erweitern, aber auch den Respekt vor den Traditionen und dem Wissen anderer Disziplinen zu fördern. Dieses Ethos bildet den Kern des kreativen Antriebs des Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference.
„New Ballets Russes“ ist nicht nur eine Neuinterpretation der Werke von Les Ballets Russes, sondern stellt auch eine provokante Frage: Was bedeutet der Geist Diaghilews heute, neu befragt unter radikal anderen kulturellen und sozialen Bedingungen? In „Petruschka“ (Choreografie aus dem Jahr 2022) erweckt Richard Siegal Strawinskys Klassiker mit einer akribischen Untersuchung seiner musikalischen und erzählerischen Architektur zu neuem Leben, das durch Flora Mirandas farbenfrohe Kostüme, Matthias Singers starkes Lichtdesign und Jean-Marc Puissants Neuinterpretation des ursprünglichen Bühnenbilds zum Ausdruck kommt.
Mit „Pulcinella“ (UA), einer Neuinterpretation von Strawinskys bahnbrechender Komposition, vertieft Siegal seine Auseinandersetzung mit dem Erbe der Ballets Russes – eine „Epiphanie“, wie Strawinsky selbst sagte, die die Möglichkeiten seiner späten Schaffensperiode eröffnete. Mit seiner spielerischen und doch zum Nachdenken anregenden Erzählung lädt „Pulcinella“ dazu ein, über Themen wie Täuschung, Liebe und Transformation nachzudenken. Mehr noch, es zwingt uns dazu, den Wert der Tradition als Grundlage für das zeitgenössische Ballett zu hinterfragen. Aus Siegals Perspektive ist der revolutionäre Geist Diaghilews kein Relikt der Vergangenheit, sondern eine dynamische Kraft, die die Zukunft der Kunstform weiterhin prägt.
Sa 14.2.2026, 11:00 | Matinee
Sa 21.2.2026, 19:30 | Premiere
Do 26.2.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 28.2.2026, 19:00
So 8.3.2026, 18:00
So 15.3.2026, 18:00
Fr 27.3.2026, 19:30
So 29.3.2026, 18:00
Mo 6.4.2026, 18:00
Di 14.4.2026, 19:00
Do 9.7.2026, 19:30
Sa 11.7.2026, 19:00
Fr 17.7.2026, 19:30
(Die Gärtnerin aus Liebe)
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Premiere: 21.3.2026
Libretto von Giuseppe Petrosellini
Etwas ist vorgefallen zwischen Violante und dem Grafen Belfiore. Sie waren ein Liebespaar, nun sucht sie wieder seine Nähe, doch zu erkennen gibt sie sich nicht. In den Gärten des lebenslustigen Würdenträgers Don Anchise verwickeln sich junge Menschen in mehr oder weniger aussichtsreiche Beziehungen: Violante heißt jetzt Sandrina und liebt Belfiore noch immer, doch er will Arminda heiraten, nach der sich Ramiro sehnt. Serpetta liebt Don Anchise, aber der hat sich in seine neue Gärtnerin Sandrina verliebt, während Serpetta von Nardo umschwärmt wird. Wie es die Komödie will, finden sich schließlich die (vielleicht) richtigen Paare – nur einer bleibt leider übrig.
Musikalische Leitung: Christopher Schumann
Regie: Brigitte Fassbaender
Bühne, Kostüme: Dietrich von Grebmer
Dramaturgie: Georg Holzer
Licht: Thomas Schlegel
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Termine
Mi 11.3.2026, 18:15 | Öffentliche Probe
Sa 21.3.2026, 19:00 | Premiere
Mi 25.3.2026, 19:00und weitere Termine
Sa 4.4.2026, 19:30
Di 14.4.2026, 19:00
Do 16.4.2026, 19:30
Sa 25.4.2026, 19:30
So 3.5.2026, 19:00
Sa 16.5.2026, 19:00
Mo 18.5.2026, 19:00
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi und Friedrich Schiller
Potenzielle Ehemänner hält sich Turandot vom Leib, indem sie den Anwärtern Rätsel stellt, die sie nicht lösen können. Doch nun hat Calaf scheinbar mühelos die drei Fragen beantwortet und hält um die Hand der unnahbaren Prinzessin an. Und jetzt?
Über diese Frage ist Giacomo Puccini verstorben und hat seine Oper unvollendet hinterlassen. Nichtsdestotrotz ist „Turandot“ bis heute eines seiner beliebtesten Werke, in dem er sich einmal mehr als virtuoser Spieler auf der Klaviatur der Gefühle erweist. Ob sich Turandot der Liebe des leidenschaftlichen Calafs entziehen kann, beantwortet in Nürnberg die Regisseurin Kateryna Sokolova.
Musikalische Leitung: Jan Croonenbroeck
Regie: Kateryna Sokolova
Bühne: Nikolaus Webern
Kostüme: Constanza Meza-Lopehandia
Chorleitung: Tarmo Vaask
Chorleitung Kinderchor: Philipp Roosz
Choreografie: Sebastian Eilers
Lichtdesign: Karl Wiedemann
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Termine
So 8.2.2026, 18:00
So 15.2.2026, 18:00
Mo 23.2.2026, 19:00und weitere Termine
Mi 25.2.2026, 19:00
Fr 27.2.2026, 19:00
Do 5.3.2026, 19:00
nach einer Idee von Jerome Robbins
Buch von Arthur Laurents, Gesangstexte von Stephen Sondheim
Die Idee, Shakespeares „Romeo und Julia“ nach New York zu verlegen und den Konflikt in einen Bandenkrieg zwischen eingewanderten Puerto-Ricanerinnen und selbsternannten Amerikanerinnen zu verwandeln, war sicherlich ein Geniestreich.
Ebenso wichtig aber war die Entscheidung, die Geschichte als Musical zu erzählen, in dem sich die Jugendlichen mit der kongenialen Musik von Bernstein ihren Frust, ihre Wut und ihre Hoffnungslosigkeit von der Seele tanzen können. Melissa Kings gefeierte Inszenierung, die die Tragödie ins Hier und Jetzt holt, ist mitreißend, berührend und erschreckend aktuell!
Musikalische Leitung: Roland Böer
Regie und Choreographie: Melissa King
Bühnenbild: Knut Hetzer
Kostüme: Judith Peter
Licht: Thomas Schlegel
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
Sounddesign: Ulrich Speith
In englischer und deutscher Sprache
Altersempfehlung: ab 10. Klasse
Termine
Sa 7.2.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
Sa 14.2.2026, 19:30
So 22.2.2026, 15:30und weitere Termine
So 1.3.2026, 19:30
Fr 6.3.2026, 19:30
Sa 14.3.2026, 19:00
Di 24.3.2026, 19:00
Do 26.3.2026, 19:00
Fr 10.7.2026, 19:30
Mi 15.7.2026, 19:00
Mo 20.7.2026, 19:00
Do 23.7.2026, 19:00
Di 28.7.2026, 19:00
Kinderoper von Wiebke Hetmanek und Johann Casimir Eule
Musik von Jacques Offenbach
Bearbeitung für Kammerensemble von Samuel Bächli
Warum nochmal sind Ritter Eisenfraß und Ritter Schlagetot miteinander verfeindet? Sie wissen es selbst nicht mehr so genau und kämpfen trotzdem gegeneinander. Aus Prinzip. Angefacht durch die neue Grusel-Graus-und-Schreckmaschine des Knappen Karl – und durch die Musik von Jacques Offenbach.
Die Kinderoper verführt tief in die gute alte Ritterzeit und verhandelt doch ein zeitloses Thema: Wenn sich Jacques und Schwertleite nicht ineinander verliebt und den beiden Prinzipienreitern mithilfe des Schlossgespensts richtig Beine gemacht hätten, dann würden sich die beiden Streithähne wohl noch immer duellieren. Aber nur, weil es immer schon so war, ist es noch nicht automatisch richtig.
Altersempfehlung: 5-10 Jahre
In der Inszenierung kommen stroboskopartige Lichteffekte vor.
Termine
Sa 7.2.2026, 17:00 | Wiederaufnahme
Sa 14.2.2026, 15:00
Sa 14.2.2026, 16:45und weitere Termine
So 1.3.2026, 15:00
So 1.3.2026, 16:45
Mo 2.3.2026, 9:30
Mo 2.3.2026, 11:15
So 15.3.2026, 15:00
So 15.3.2026, 16:45
Mo 16.3.2026, 9:30
Mo 16.3.2026, 11:15
Di 17.3.2026, 9:30
Di 17.3.2026, 11:15
Di 24.3.2026, 9:30
Di 24.3.2026, 11:15
Mi 25.3.2026, 10:00
Sa 2.5.2026, 15:00
Sa 2.5.2026, 16:45
Mo 25.5.2026, 15:00
Mo 25.5.2026, 16:45
Di 14.7.2026, 10:00
Mi 15.7.2026, 11:00
Mit alttestamentarischer Wucht vertont Verdi den scheinbar aussichtslosen Widerstand des jüdischen Volkes gegen den babylonischen Gewaltherrscher Nabucco. Durch eine göttliche Erleuchtung des Tyrannen ist der Freiheitskampf der Hebräer schließlich erfolgreich. Die beliebte, schon mehrmals wiederaufgenommene Nürnberger Inszenierung spart bei aller Tragik auch nicht mit Humor und nähert sich dem wuchtigen Drama mit den Stilmitteln des Stummfilms.
Musikalische Leitung: Enrico Calesso
Regie: Immo Karaman
Bühne und Kostüm: Okarina Peter, Timo Dentler
Chor: Tarmo Vaask
Dramaturgie: Georg Holzer
Choreographie: Fabian Posca
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Termine
Sa 7.3.2026, 19:30 | Wiederaufnahme
So 22.3.2026, 18:00
Sa 28.3.2026, 19:30und weitere Termine
So 5.4.2026, 18:00
So 19.4.2026, 20:00
So 26.4.2026, 18:00
Das Opernensemble zu Gast in der Vesperkirche
1.2.: In diesen heil’gen Hallen
Mit Almerija Delic, Kellan Dunlap*, Seokjun Kim, Sangmin Lee, Caroline Ottocan, Sara Šetar, Andreas Paetzold (Klavier), Georg Holzer (Moderation)
*Mitglied des Internationalen Opernstudios
15.2. Es ist so schön, am Abend bummeln zu geh’n
Mit: Kellan Dunlap, Laura Hilden, Qinchuan Lan, Hektor Palmer Nordfors, Clarissa Maria Undritz, Andreas Paetzold (Klavier), Georg Holzer (Moderation)
Termin
So 15.2.2026, 17:00 | Eintritt frei!
Ort
Gustav-Adolf-Gedächtniskirche
Allersberger Str. 116
D-90461 Nürnberg
Krieg der Medien: Wie Big Tech die Demokratie gefährdet
Mit Martin Andree und Ella Schindler
Als „Dark Tech“ bezeichnet der renommierte Medienwissenschaftler Prof. Dr. Martin Andree in seinem jüngst erschienen Buch „Krieg der Medien“ die international agierenden Online-Plattformen. In einer verheerenden Allianz mit Populisten entziehen sich die Big Techs jeder effektiven Regulierung, verbreiten Desinformation und Falschmeldungen, demontieren klassische Medien und die Demokratie selbst und kontrollieren zunehmend die Öffentlichkeit, so Andree. Nach einem Input diskutiert Andree mit NN-Redakteurin Ella Schindler über die Folgen unbegrenzter Macht der Tech-Konzerne – und die Möglichkeiten, eben diese Entwicklung doch noch zu verhindern.
Mit seinem umfangreichen Liedschaffen begründete Franz Schubert das deutsche Kunstlied neu. Hugo Wolf nahm sein Erbe an und führte das Lied der Romantik zu neuen Höhe- und Endpunkten. Bekannte, aber auch selten gesungene Stücke der beiden Komponisten stellt Laura Hilden in ihrem Liedprogramm nebeneinander.
Im 20. Jahrhundert schlägt das Kunstlied verschiedene Richtungen ein, inspiriert sich aus Poesie aller Weltteile und steht in einem Spannungsverhältnis zur immer präsenteren Unterhaltungsmusik. Emily Newton und Joshua Rupley spüren dieser Vielfältigkeit nach und bringen Lieder von den 1920er Jahren bis zur Gegenwart zu Gehör.
Der „Damenclub zur Förderung der Oper Nürnberg“ lädt zweimal im Monat in den Gluck-Saal ein, um in anregender Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen ein unterhaltsames musikalisches Programm zu genießen. Zweimal im Jahr präsentiert der Damenclub zudem eine Gala im Opernhaus.
Eine Veranstaltung des Damenclubs zur Förderung der Oper Nürnberg.
Termine
Mo 9.2.2026, 15:00
Di 10.2.2026, 15:00
Mo 9.3.2026, 15:00und weitere Termine
Di 10.3.2026, 15:00
Mo 13.4.2026, 15:00
Di 14.4.2026, 15:00
Mo 11.5.2026, 15:00
Di 12.5.2026, 15:00