Über 30 neue Inszenierungen (Oper, Ballett, Schauspiel) und über 30 Konzerte pro Spielzeit.
Die Kinderoper, das Kinderkonzert, das Jugendkonzert, das Expeditionskonzert und „Kinder im Gluck“ – Musikalische Geschichten für Vorschulkinder.
Theaterführungen:
Der Blick hinter die Kulissen für alle Schulklassen und Gruppen, die bei uns eine Vorstellung oder ein Konzert besuchen (2€ pro Person).
Neufassung des 3. Akts von Eberhard Kloke, Libretto von Alban Berg nach Frank Wedekind
Lulu ist immer eine andere in den Augen der Männer und Frauen, die ihr verfallen sind: Nelly für den Medizinalrat, Mignon für Dr. Schön, Eva für den Maler, Gräfin Adelaide für die gute Gesellschaft, Lulu für Schigolch, Alwa, die Gräfin Geschwitz und für den Mann, der sie schließlich ermorden wird. Dabei bleibt sie in allen Wendungen ihres Schicksals dieselbe: eine junge Frau, die leben will und die den Wahnsinn nicht braucht, den sie entfesselt. Alban Berg komponiert in seiner anti-romantischen Zwölftonmusik für Lulu das, was sie ausmacht: Schlichtheit, Klarheit und Schönheit.
Choreografien von Richard Siegal, Kirsten Wicklund und Justin Peck
Das Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference schließt seine erste Spielzeit mit „Les Ballets Actuels“ ab, einem Programm, das die Vision der Spielzeit erweitert, das Verhältnis des Balletts zur Gegenwart neu zu definieren. Der Abend bringt drei unterschiedliche choreografische Stimmen zusammen und erforscht die Beziehung des Balletts zur zeitgenössischen Musik und Kultur, zu Formen der Bewegung, der Interaktion und des Zusammenseins.
Der Abend beginnt mit einem von Richard Siegals Signaturwerken: „My Generation“, das ursprünglich 2015 für Cedar Lake Contemporary Ballet kreiert wurde. Musikalisch als augenzwinkernde Kritik an der Popindustrie gestaltet, feiert dieses mitreißende Ballett die Subversivität und Lebensfreude der Jugendkultur. Mit Musik von AtomTM und einem brandneuen Kostümdesign von Flora Miranda eröffnet „My Generation“ den Abend mit „flashing electricity“ (New York Times).
Ebenfalls auf dem Programm steht „Overcast“ der aufstrebenden Choreografin Kirsten Wicklund, die derzeit das Ballett Edmonton leitet. In diesem sparsamen Pas de deux mit Lichtdesign von James Proudfoot wird die Beziehung in ihrer grundlegendsten Struktur untersucht. Der Abend gipfelt in Justin Pecks „Hurry Up, We’re Dreaming“, das ursprünglich für das San Francisco Ballet im Jahr 2018 geschaffen wurde. Zur pulsierenden Musik der französischen Elektro-Pop-Gruppe M83 katapultiert das Werk das Ballett mit einem in Sneakern auftretenden Ensemble in die Rhythmen des modernen Lebens und verbindet Klassik und Moderne in einer Explosion von Energie und Freude. „Les Ballets Actuels“ zeigt das Ballett nicht als starre Form, sondern als einen sich ständig weiterentwickelnden Ausdruck des Jetzt. Es entwirft eine kühne Vision des Balletts, die von der Gegenwart handelt – eine Kunstform, die von der Art und Weise geprägt ist, wie wir heute und in Zukunft miteinander umgehen und die diese auch selbst prägt.
Choreografie, Inszenierung: Richard Siegal, Justin Peck, Kirsten Wicklund
Bühne: Kirsten Wicklund
Kostüm: Flora Miranda, Reid Bartelme, Harriet Jung, Kirsten Wicklund
Dramaturgie: Hans-Peter Frings
Musik: AtomTM, M83, Niharika Senapati
Licht: Matthias Singer, James Proudfoot, James F. Ingalls
Termine
Do 14.5.2026, 18:00
Di 19.5.2026, 19:30
Sa 23.5.2026, 20:00und weitere Termine
Mo 25.5.2026, 18:00
Do 4.6.2026, 18:00
Fr 12.6.2026, 19:30
Do 18.6.2026, 19:30
Fr 26.6.2026, 19:30
Mi 1.7.2026, 20:00
Zwei junge Jäger hoffen auf Agathes Liebe. Caspar wird abgewiesen und verstrickt sich in die Fänge des teuflischen Samiel. Sein Rivale Max gewinnt Agathes Herz, doch heiraten darf er sie erst, wenn er seine Treffsicherheit bewiesen hat. Und ausgerechnet jetzt will ihm kein Schuss mehr gelingen. Mit Caspars Hilfe gießt er Freikugeln, die ihr Ziel nie verfehlen. So verzweifelt ist Max, dass er für diese Kugeln sogar Samiels Preis bezahlen will: die eigene Seele.
Webers Singspiel aus den böhmischen Wäldern ist die wohl deutscheste aller Opern, romantisch, verrätselt und schauerlich. Und immer geht es um alles.
Musikalische Leitung: Roland Böer
Inszenierung: Jossi Wieler, Sergio Morabito
Bühne, Kostüme: Nina von Mechow
Video, Licht: Voxi Bärenklau
Chorleitung: Tarmo Vaask
Dramaturgie: Georg Holzer
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Eine Koproduktion mit der Opéra national du Rhin, Straßburg
Termine
So 24.5.2026, 15:30
So 31.5.2026, 18:00
Sa 6.6.2026, 19:00und weitere Termine
Di 9.6.2026, 19:30
Do 11.6.2026, 19:00
Sa 13.6.2026, 19:00
Mo 22.6.2026, 19:30
(Die Gärtnerin aus Liebe)
Oper von Wolfgang Amadeus Mozart
Libretto von Giuseppe Petrosellini
Etwas ist vorgefallen zwischen Violante und dem Grafen Belfiore. Sie waren ein Liebespaar, nun sucht sie wieder seine Nähe, doch zu erkennen gibt sie sich nicht. In den Gärten des lebenslustigen Würdenträgers Don Anchise verwickeln sich junge Menschen in mehr oder weniger aussichtsreiche Beziehungen: Violante heißt jetzt Sandrina und liebt Belfiore noch immer, doch er will Arminda heiraten, nach der sich Ramiro sehnt. Serpetta liebt Don Anchise, aber der hat sich in seine neue Gärtnerin Sandrina verliebt, während Serpetta von Nardo umschwärmt wird. Wie es die Komödie will, finden sich schließlich die (vielleicht) richtigen Paare – nur einer bleibt leider übrig.
Musikalische Leitung: Christopher Schumann
Regie: Brigitte Fassbaender
Bühne, Kostüme: Dietrich von Grebmer
Dramaturgie: Georg Holzer
Licht: Thomas Schlegel
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Petruschka und Pulcinella (UA)
Musik von Igor Strawinsky
Nur wenige Compagnien haben das europäische Ballett des 20. Jahrhunderts so stark geprägt wie die Ballets Russes von Sergej Diaghilew. Trotz ihres relativ kurzen Bestehens von nur zwei Jahrzehnten hinterließ diese Compagnie einen unauslöschlichen Eindruck in ihrer Kunstgattung. Les Ballets Russes werden nicht nur für ihre virtuosen Tänze und lebendigen Erzählungen gefeiert, sondern auch für ihren bahnbrechenden interdisziplinären Ansatz. Durch die Zusammenarbeit mit Koryphäen wie Matisse, Picasso, Strawinsky, Satie, Nijinska und Fokine verfolgte die Compagnie eine kühne Mission: die Grenzen des Balletts zu erweitern, aber auch den Respekt vor den Traditionen und dem Wissen anderer Disziplinen zu fördern. Dieses Ethos bildet den Kern des kreativen Antriebs des Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference.
„New Ballets Russes“ ist nicht nur eine Neuinterpretation der Werke von Les Ballets Russes, sondern stellt auch eine provokante Frage: Was bedeutet der Geist Diaghilews heute, neu befragt unter radikal anderen kulturellen und sozialen Bedingungen? In „Petruschka“ (Choreografie aus dem Jahr 2022) erweckt Richard Siegal Strawinskys Klassiker mit einer akribischen Untersuchung seiner musikalischen und erzählerischen Architektur zu neuem Leben, das durch Flora Mirandas farbenfrohe Kostüme, Matthias Singers starkes Lichtdesign und Jean-Marc Puissants Neuinterpretation des ursprünglichen Bühnenbilds zum Ausdruck kommt.
Mit „Pulcinella“ (UA), einer Neuinterpretation von Strawinskys bahnbrechender Komposition, vertieft Siegal seine Auseinandersetzung mit dem Erbe der Ballets Russes – eine „Epiphanie“, wie Strawinsky selbst sagte, die die Möglichkeiten seiner späten Schaffensperiode eröffnete. Mit seiner spielerischen und doch zum Nachdenken anregenden Erzählung lädt „Pulcinella“ dazu ein, über Themen wie Täuschung, Liebe und Transformation nachzudenken. Mehr noch, es zwingt uns dazu, den Wert der Tradition als Grundlage für das zeitgenössische Ballett zu hinterfragen. Aus Siegals Perspektive ist der revolutionäre Geist Diaghilews kein Relikt der Vergangenheit, sondern eine dynamische Kraft, die die Zukunft der Kunstform weiterhin prägt.
„Das nächste Mal schreibe ich eine Mozart-Oper“, soll Strauss nach der Uraufführung von „Elektra“ ausgerufen haben. Und Hofmannsthal lieferte: das Szenario einer Spieloper, die im Wien Maria Theresias angesiedelt ist und zum erfolgreichsten Zeugnis der kongenialen Zusammenarbeit des Autorenduos werden sollte. An Mozart erinnert beim „Rosenkavalier“ allerdings weniger die Musik als vielmehr die tiefe Menschlichkeit dieser Komödie, die eben nicht nur eine deftige Wiener Posse um den grobschlächtigen Ochs von Lerchenau ist, sondern vor allem ein feinsinniges Kammerspiel, das vom Wandel erzählt, dem alles unterworfen ist: die Liebe, das Machtgefüge, die Zeit.
Musikalische Leitung: Roland Böer
Regie: Marco Štorman
Bühne: Anna Rudolph, Frauke Löffel
Kostüme: Axel Aust
Licht: Kai Luczak
Choreinstudierung: Tarmo Vaask
Einstudierung Kinderopernchor: Philipp Roosz
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Termine
Sa 27.6.2026, 17:00 | Wiederaufnahme
So 5.7.2026, 18:00
So 12.7.2026, 15:30
Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi und Friedrich Schiller
Potenzielle Ehemänner hält sich Turandot vom Leib, indem sie den Anwärtern Rätsel stellt, die sie nicht lösen können. Doch nun hat Calaf scheinbar mühelos die drei Fragen beantwortet und hält um die Hand der unnahbaren Prinzessin an. Und jetzt?
Über diese Frage ist Giacomo Puccini verstorben und hat seine Oper unvollendet hinterlassen. Nichtsdestotrotz ist „Turandot“ bis heute eines seiner beliebtesten Werke, in dem er sich einmal mehr als virtuoser Spieler auf der Klaviatur der Gefühle erweist. Ob sich Turandot der Liebe des leidenschaftlichen Calafs entziehen kann, beantwortet in Nürnberg die Regisseurin Kateryna Sokolova.
Musikalische Leitung: Jan Croonenbroeck
Regie: Kateryna Sokolova
Bühne: Nikolaus Webern
Kostüme: Constanza Meza-Lopehandia
Chorleitung: Tarmo Vaask
Chorleitung Kinderchor: Philipp Roosz
Choreografie: Sebastian Eilers
Lichtdesign: Karl Wiedemann
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
nach einer Idee von Jerome Robbins
Buch von Arthur Laurents, Gesangstexte von Stephen Sondheim
Die Idee, Shakespeares „Romeo und Julia“ nach New York zu verlegen und den Konflikt in einen Bandenkrieg zwischen eingewanderten Puerto-Ricanerinnen und selbsternannten Amerikanerinnen zu verwandeln, war sicherlich ein Geniestreich.
Ebenso wichtig aber war die Entscheidung, die Geschichte als Musical zu erzählen, in dem sich die Jugendlichen mit der kongenialen Musik von Bernstein ihren Frust, ihre Wut und ihre Hoffnungslosigkeit von der Seele tanzen können. Melissa Kings gefeierte Inszenierung, die die Tragödie ins Hier und Jetzt holt, ist mitreißend, berührend und erschreckend aktuell!
Musikalische Leitung: Roland Böer
Regie und Choreographie: Melissa King
Bühnenbild: Knut Hetzer
Kostüme: Judith Peter
Licht: Thomas Schlegel
Dramaturgie: Wiebke Hetmanek
Sounddesign: Ulrich Speith
In englischer und deutscher Sprache
Altersempfehlung: ab 10. Klasse
Termine
Fr 10.7.2026, 19:30
Mi 15.7.2026, 19:00
Mo 20.7.2026, 19:00und weitere Termine
Kinderoper von Wiebke Hetmanek und Johann Casimir Eule
Musik von Jacques Offenbach
Bearbeitung für Kammerensemble von Samuel Bächli
Warum nochmal sind Ritter Eisenfraß und Ritter Schlagetot miteinander verfeindet? Sie wissen es selbst nicht mehr so genau und kämpfen trotzdem gegeneinander. Aus Prinzip. Angefacht durch die neue Grusel-Graus-und-Schreckmaschine des Knappen Karl – und durch die Musik von Jacques Offenbach.
Die Kinderoper verführt tief in die gute alte Ritterzeit und verhandelt doch ein zeitloses Thema: Wenn sich Jacques und Schwertleite nicht ineinander verliebt und den beiden Prinzipienreitern mithilfe des Schlossgespensts richtig Beine gemacht hätten, dann würden sich die beiden Streithähne wohl noch immer duellieren. Aber nur, weil es immer schon so war, ist es noch nicht automatisch richtig.
Altersempfehlung: 5-10 Jahre
In der Inszenierung kommen stroboskopartige Lichteffekte vor.
Termine
Mo 25.5.2026, 15:00
Mo 25.5.2026, 16:45
Di 14.7.2026, 10:00und weitere Termine
Frauen singen Lieder, sind das Thema von Liedern, komponieren Lieder und schreiben Gedichte, die zu Liedern werden. In ihrem Liederabend „Femmes!“ nehmen Veronika Loy und Victoria Guerrero eine weibliche Perspektive auch auf männliche Komponisten ein und schlagen mit Stücken der Komponistinnen Clara Schumann, Lili Boulanger und Amy Beach und der Komponisten Robert Schumann, Richard Strauss und Viktor Ullmann einen Bogen von der Romantik bis weit ins 20. Jahrhundert.
PROGRAMM:
Clara Schumann:
Er ist gekommen
Ich stand in dunklen Träumen
Sie liebten sich beide
Die stille Lotosblume
Lorelei
Robert Schumann:
Die Lotosblume
Singet nicht in Trauertönen
Lied der Braut 1
Lied der Braut 2
Lied der Suleika
Lili Boulanger:
Aus „Clairières dans le ciel“:
1. Elle était descendue
2. Elle est gravement gaie
3. Parfois, je suis triste
4. Un poète disait
5. Au pied de mon lit
Amy Beach:
Op. 44 Three Browning Songs:
1. The Year‘s at the Spring
2. Ah, Love, but a day!
3. I send my heart up to Thee!
Viktor Ullmann:
Op. 26 Fünf Liebeslieder von Ricarda Huch:
1. Wo hast du all die Schönheit hergenommen
2. Am Klavier
3. Sturmlied
4. Wenn je ein Schönes mir zu bilden glückte
5. O schöne Hand, Kelch, dessen Duft Musik
Bewertungen & Berichte Lieder im Gluck: Veronika Loy: Femmes!
Konzert
Ich möchte träumen
Konzert mit Mitgliedern des Opernensembles
Zum Auftakt der WIESEN-Saison laden Don Giovanni, Giulietta, Gräfin Maritza und Co zum Träumen und Genießen ein. Die Sänger*innen des Opernensembles präsentieren Highlights aus Oper, Operette und Musiktheater. Traumhaft!
In „Swerve“ verlassen die Tänzerinnen des Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference die Bühne des Opernhauses und begeben sich auf neues Terrain. Dieser Abend mit fünf Arbeiten, geschaffen von Mitgliedern des Ensembles, entfaltet sich in einem der beliebtesten Orte Nürnbergs für alternative Kunst und Kultur: dem Z‑Bau.
Der Titel des Abends signalisiert eine Richtungsänderung – ein Abweichen vom gewohnten Pfad. Dieser Wechsel ist sowohl wörtlich als auch künstlerisch zu verstehen: vom Opernhaus in ein Club‑Setting und von international renommierten Choreografinnen hin zu den aufstrebenden Stimmen aus den eigenen Reihen. Solche Abweichungen liegen im Kern des Selbstverständnisses, das Ballet of Difference antreibt. In diesem Sinne wird „Swerve“ zu einer Gelegenheit für die Tänzer*innen, die Mission der Compagnie – zu der auch die Vernetzung mit städtischen Institutionen und der breiteren Kulturszene gehört – aus ihrer eigenen kreativen Perspektive zu interpretieren und weiterzuführen.
Jede der Arbeiten setzt sich nicht nur mit den Prinzipien von Ballet of Difference auseinander, sondern auch mit dem besonderen Charakter des Z‑Bau selbst. Der Raum wird zum aktiven Mitgestalter: Er formt die Stücke, während die Choreografie zugleich die Umgebung um sie herum verwandelt.
Termine
Sa 20.6.2026, 20:00 | Ticket
So 21.6.2026, 14:00 | Ticket
So 21.6.2026, 19:00 | Ticket
Bei dem Mitmach-Tanzformat auf der WIESE laden Richard Siegal und die Tänzer*innen des Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference Menschen jeden Alters dazu ein, gemeinsam die Freude am Tanzen zu entdecken.
Für die Teilnahme sind keinerlei Tanzerfahrungen notwendig – bequeme Kleidung und flache Schuhe genügen, um sich auf der Wiese frei, sicher und gemeinsam zu bewegen.
Bewertungen & Berichte Bodenständig in Bewegung
Gala
V. Internationale Ballettgala
Zum fünften Mal präsentiert das Staatstheater Nürnberg gemeinsam mit dem Förderverein „Ballettfreunde Staatstheater Nürnberg e. V.“ eine Internationale Ballettgala im Opernhaus. Als diese 2013 zum ersten Mal stattfand, war es ein gewagtes Unterfangen der engagierten Fördervereinsmitglieder – doch im Laufe der Jahre hat sie sich zu einer herausragenden Veranstaltung entwickelt, deren Ruf weit über die Region hinausreicht.
Die Gala hat sich als ein bedeutendes Ereignis etabliert, bei dem Tänzerinnen von Weltrang sowie das Ballett des Staatstheaters Nürnberg mit Werken international bekannter Choreografinnen auftreten. Die Gala ist ein Tanzfest vom Feinsten, das den kulturellen Austausch fördert und mit jeder Ausgabe neue Maßstäbe setzt.
Unter der Leitung von Richard Siegal wird diese Tradition nun fortgesetzt – mit einer neuen künstlerischen Vision, die die fünfte Ausgabe der Gala noch einzigartiger zu machen verspricht.
Denn die diesjährige Edition der Gala setzt mit ihrem Line Up ein besonderes Ausrufezeichen: Richard Siegal ist es gelungen, mit Polina Semionova, Martin ten Kortenaar sowie Ksenia Ovsyanick absolute Weltstars des internationalen Tanzgeschehens für Nürnberg zu gewinnen. Einen besonderen Akzent im Programm wird außerdem die bekannte Flamenco-Interpretin Rafaela Carrasco setzen.
Sämtliche international anerkannte Mitwirkende am Galaprogramm werden zeitnah bekannt gegeben.
Der Erlös der Gala ist für die Unterstützung und Förderung des Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference bestimmt.
Initiiert von den Ballettfreunden des Staatstheaters Nürnberg e.V.
Termine
Fr 3.7.2026, 20:00 | Ticket
Sa 4.7.2026, 19:30 | Ticket
Bewertungen & Berichte V. Internationale Ballettgala
Konzert
O sole mio!
Konzert mit dem Internationalen Opernstudio
Sonnenschein wäre wünschenswert, wenn die jungen Sänger*innen des Internationalen Opernstudios Arien, Duette und Ensembles aus ihrem Repertoire auf der WIESE präsentieren. Neben Ausschnitten aus Oper und Operette steht natürlich auch das titelgebende neapolitanische Volkslied mit auf dem Programm.
Brahms „Liebesliederwalzer“ mit Julia Grüter, Corinna Scheurle, Martin Platz und Samuel Hasselhorn
Johannes Brahms‘ Liebeslieder-Walzer für vier Solostimmen gehören zu den zugleich heitersten und innigsten Werken des Komponisten. Lust und Leid der Liebe werden in den beiden Zyklen aus weiblicher und männlicher Sicht in den Blick genommen.
Von den „Klassikern der Romantik“ Hugo Wolf, Johannes Brahms und Franz Schubert über Richard Strauss und Richard Wagner bis zu Claude Debussys Zyklus „Quatre chansons de jeunesse“ und amerikanischen Kunstliedern: Die jungen Mitglieder des Internationalen Opernstudios haben ein abwechslungsreiches und ambitioniertes Programm aus Herzensstücken und dem Kanon des Lied-Repertoires zusammengestellt. In der zuweilen hektischen Vorweihnachtszeit eine gute Gelegenheit für unser Publikum, sich mal wieder auf die kleine, aber feine Form des Lieds zu besinnen.
Was passiert, wenn eine ganze Schule die Klassenzimmer verlässt und die Welt tanzend neu entdeckt? Wenn Sehen und Nicht-Sehen nicht länger trennen, sondern inspirieren? Mit SEE ME – DANCE WITH ME entsteht im Juli 2026 ein außergewöhnliches Kunstprojekt, das neue Perspektiven eröffnet – für Kinder, Künstlerinnen und Publikum gleichermaßen, ein inklusives Tanzprojekt von bbs nürnberg, Bildungszentrum für blinde und sehbehinderte Kinder, und dem Staatstheater Nürnberg Ballet of Difference/IDEA IN ACTION.
Einen Monat lang, so haben es Ballettdirektor Richard Siegal und Schuldirektor Alexander Remus entschieden, verwandeln sich die Räume der Schule in vibrierende Probenstudios: Rund 125 blinde, sehbehinderte und sehende Kinder und Jugendliche tauschen Schulbank gegen Bühne. Gemeinsam mit dem künstlerischen Team arbeiten sie täglich bis zu fünf Stunden an Bewegung, Tanz, Stimme, Musik und Improvisation. Die Kinder erobern Räume mit ihren eigenen Fähigkeiten. Sie zeigen, wie sie die Welt erfahren, ertasten, hören, erspüren – und machen diese Wahrnehmung künstlerisch erlebbar. Am Ende der vierwöchigen Proben stehen zwei öffentliche Aufführungen inklusive Generalprobe im Z-Bau – Haus für Gegenwartskultur.
Choreografie/Inszenierung: Martina La Ragione, Wayne Götz
Mit:
Schülerinnen des BBS Nürnberg, Bildungszentrum für blinde und sehbehinderte Kinder und Jugendliche
Schulleiter, Förderzentrum: Alexander Remus
Violine: Justyna Niznik
Raum/Licht: Team und Schüler*innen
Choreographische Assistenz: Chiara Fersini, Lina Hartmann, Daniel Pinchas, Lina Wagner
Audiodeskription im Stück: Susanna Curtis
Produktionsleitung: Janik Goldberger, José Hurtado
Idee/Künstl. Koordination: Bettina Wagner-Bergelt/IDEA IN ACTION
Gefördert von der ART MENTOR FOUNDATION LUCERNE und der MARIE HACK STIFTUNG