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Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim

Das Alte Kino Franklin wird zur neuen Spielstätte des Schauspiels und des Tanzes umfunktioniert. Weitere Spielstätten stehen in dieser Zeit für Aufführungen und Veranstaltungen zur Verfügung.

Kontakt

Nationaltheater Mannheim - Schauspiel
Mozartstr. 9
D-68161 Mannheim

Telefon: +49 (0)621 1680 0
E-Mail: Nationaltheater.kasse@mannheim.de

Bewertungschronik

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Kindertheater

Emil und die Detektive

Erich Kästner | Jutta M. Staerk | Juli Mahid Carly / 7+

Premiere: 18.4.2026

Endlich ist es so weit: Emil darf nach Berlin fahren. Seine Mutter hat lange dafür gespart! Sorgfältig befestigt er das Geld in seiner Jacke. Doch als er in Berlin aussteigt, ist es weg. Genauso wie der mysteriöse Mann mit dem Hut. Nichts wie hinterher!

Wegen dem gestohlenen Geld zur Polizei zu gehen traut sich Emil nicht. Immerhin hat er zuhause der Statue des Großherzog Karl eine rote Nase und einen Schnurbart gemalt. Dann muss er eben selbst zum Detektiv werden. Zum Glück trifft Emil in Berlin eine ganze Detektiv-Bande. Wie man die Bande erkennt? Na, durch die Parole »Emil« natürlich! Gemeinsam lassen sie den miesen Schurken mit Emils Geld nicht entkommen.
Apropos miese Schurken: Für das Junge Nationaltheater inszeniert Juli Mahid Carly den Klassiker von Erich Kästner in der Kölner Fassung der Comedia. Erzählt wird aus der Perspektive von drei Gefängnisinsassinnen. Denn was könnte als Resozialisierungsprogramm besser wirken, als ein Stück über mutige Detektivarbeit und Gerechtigkeit?
Juli Mahid Carly ist Autor*in, Theaterregisseur*in und Performer* in und arbeitet im Stadttheater-Kontext sowie der freien Szene. Am Jungen Nationaltheater war Juli an der Serie »Kliffhänger 1-4« (8+) als Autor*in beteiligt, welche in den Spielzeiten 2021.22 und 2022.23 gespielt wurde.

Gefördert durch die Stiftung Nationaltheater Mannheim

Sprache: An ausgewählten Terminen mit Verdolmetschung in dt. Gebärdensprache

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Schauspiel

Veritas: Eine Hexenjagd

nach dem Roman »Veritas verhext die Stadt« von Maria Lazar

Premiere: 22.4.2026

Anonyme Nachrichten halten eine Kleinstadt in Atem. Wer steckt dahinter? Schnell ist eine Schuldige gefunden und eine regelrechte Hexenjagd beginnt. Wahrheit wird manipuliert, die Stadtgesellschaft bekommt die Hassreden nicht mehr in den Griff und droht zu zerbrechen.
»Veritas« – also Wahrheit steht unter den anonymen Nachrichten, die plötzlich verschiedene Bewohner*innen einer dänischen Kleinstadt erhalten. Gerüchte, Drohungen, sogar Mordanklagen machen die Runde. Wie ein digitales Orakel hetzt Veritas die Menschen gegeneinander auf. Jemand spielt hier ein gefährliches Spiel. Als ein erstes Opfer ums Leben kommt, beginnen kriminalistische Ermittlungen – wer steckt hinter den Hetznachrichten? Eine Einzelperson oder gar eine Gruppe?

Die Regisseurin Katharina Kohler zeigt mit diesem Krimi eine Gesellschaft, die sich in den Netzen der sozialen Medien verfängt – zwischen Likes und Lügen, Mobbing und Mut. Sie macht spürbar, wie schnell digitale Worte zu realen Verletzungen werden und wie schwer es ist, Ruhe zu bewahren, wenn der Hass lauter ist als die Vernunft. Sprachliche Grenzen werden bedenkenlos überschritten, inhumane Entgleisungen destabilisieren den Diskurs, es triumphiert der rhetorische Effekt über die Wahrheit und endet in einer kriminellen Tat.

Maria Lazar (1895–1948) veröffentlichte »Veritas verhext die Stadt« 1931 erstmals unter dem Pseudonym Esther Grenen. Als eine österreichisch-jüdische Schriftstellerin und Dramatikerin musste sie in den 1930er Jahren vor dem Nationalsozialismus fliehen und konnte, wie viele anderen verfolgte Autorinnen, ihre schriftstellerische Tätigkeit (wenn überhaupt) nur anonym ausüben. In einer Publikumseinführung werden neben Maria Lazar auch Christa Winsloe, Hilde Rubinstein und andere vergessene Autorinnen zu Wort kommen und den Schleier des Vergessens von sich reißen.

Regie: Katharina Kohler
Bühne & Kostüm: Jodie Fox
Musik: Florian Schirmer
Bodypercussion: Jakob Boudgoust
Dramaturgie: Annabelle Leschke

Sprache: In deutscher Sprache

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Schauspiel

Sturmhöhe

nach dem Roman von Emily Brontë

Premiere: 24.4.2026

»Wuthering Heights« (»Sturmhöhe«) ist ein unbändiges, dunkles Märchen über eine abgründige Liebe, über Gewalt, Rache und Versöhnung, voller Natur- und Todessehnsucht und ohne moralische Schranken. Dass dieses Werk aus der Feder einer Autorin stammt war 1847 ein Skandal. In Charlotte Sprengers Inszenierung erfinden und erspielen sich drei Schwestern – inspiriert von den schreibenden Brontë-Schwestern Charlotte, Emily und Anne – diesen wilden und freien Roman.

Auf einer entlegenen Anhöhe im nordenglischen Moor liegt der Wohnsitz der Earnshaws. Als das Waisenkind Heathcliff vom Vater in die Familie aufgenommen wird, verschiebt sich ihr Beziehungsgefüge. Sohn Hindley fühlt sich gegenüber Heathcliff zurückgesetzt und entlädt seine Missgunst in Gewalt gegen ihn. Tochter Cathy hingegen entwickelt eine tiefe Bindung zum neuen Stiefbruder. Als Cathy dennoch den wohlhabenden und wohlerzogenen Linton vom Nachbarsgut heiratet, verlässt Heathcliff gedemütigt die Gegend. Wenige Jahre später kehrt er als gemachter Mann zurück und beginnt seinen zwei Generationen überdauernden Rachefeldzug gegen alle, die ihn erniedrigt haben. Nach Brechts »Der gute Mensch von Sezuan« und Schillers »Kabale und Liebe« widmet sich Charlotte Sprenger in ihrer dritten Inszenierung für das Alte Kino Franklin »Sturmhöhe« und seiner faszinierenden Autorin Emily Brontë: »Es ist, als könnte Emily Brontë alles, woran wir den Menschen erkennen, in Stücke reißen und das unkenntlich Gemachte mit einem solchen Lebensgeist füllen, dass es die Realität überschreitet.« (Virginia Woolf)

Konzept: Charlotte Sprenger/Aleksandra Pavlović/Olivia Ebert
Regie: Charlotte Sprenger
Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović
Fassung: Charlotte Sprenger/Olivia Ebert
Licht: Damian Chmielarz
Musik: Jonas Landerschier
Dramaturgie: Olivia Ebert

Sprache: In deutscher Sprache

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Schauspiel

Das Lehrerzimmer

nach dem Drehbuch von İlker Çatak und Johannes Duncker

Eine Diebstahlserie irritiert das soziale Gefüge einer Schule. Während Lehrerin Carla Nowak um Gerechtigkeit ringt, nehmen Verdächtigungen und Denunziantentum zu. İlker Çataks vielfach ausgezeichneter und für die Oscars nominierter Film kommt erstmals auf die Bühne.
Die Mathe- und Sportlehrerin Carla Nowak ist neu an einem Gymnasium. Sie bemüht sich um eine verständnisvolle Kommunikation mit Schüler*innen und Eltern, engagiert sich für Transparenz, Toleranz und Gerechtigkeit. Das vom Schulalltag desillusionierte Kollegium ist von diesem Idealismus wenig beeindruckt. Den bisher unaufgeklärten Diebstählen an der Schule begegnet es mit einer »Null-Toleranz-Politik«. Die erscheint zunächst gerecht, führt aber beispielsweise dazu, dass der Schüler Ali vor versammelter Klasse ohne Beweis verdächtigt wird. Nach dieser für ihn und seine Eltern entwürdigenden Situation entschließt sich Carla Nowak, selbst zur Aufklärung beizutragen.
İlker Çataks preisgekrönter Film ist eine Studie über Machtverhältnisse in der Gesellschaft und zeigt, wie Einzelne an verhärteten Fronten aufgerieben werden. Regisseur Adrian Figueroa stärkt in seiner Inszenierung die Perspektive der Schüler*innen. Eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen steht gemeinsam mit Schauspielenden aus dem Ensemble des Nationaltheaters Mannheim auf der Bühne.

Regie: Adrian Figueroa
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüm: Bettina Werner
Licht: Robby Schumann
Musik: Ketan Bhatti
Choreografie: Kadir „Amigo“ Memiş
Dramaturgie: Olivia Ebert

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause

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Schauspiel

DRUCK!

von Arad Dabiri

Hassans Bruder sitzt in Haft. Die Schwester der beiden mahnt Hassan, sich aus der Angelegenheit rauszuhalten und sich den gesellschaftlichen Erwartungen anzupassen. Doch Hassan ist auf der Suche nach Gerechtigkeit – für seinen Bruder und für sich selbst.

»In meiner Stadt / Wirst du etwas / Oder aber fällst / Aus dem sechsten Stock.« – Für Hassans Geschwister ist das die Realität. Sein Bruder dealt und wird erwischt, während die Schwester Shirin sich nur um ihren Einserschnitt und das BWL-Studium zu kümmern scheint. Aber was ist mit Hassan? Statt mit dem Medizinstudium verbringt er seine Zeit mit den Freunden Omar, Murat und Freddie im Wiener Vogelweidpark und raucht Sportzigaretten. Doch auch er muss sich entscheiden: Ärger aus dem Weg gehen und endlich das Studium abschließen, wie die Familie es sich wünscht, oder gegen ein System aufbegehren, das ihn unter Generalverdacht stellt und seinem Bruder die Zukunftschancen nimmt. Als dann dem Bruder auch noch eine überhöhte Strafe droht, setzt Hassan alles daran, ihn zu verteidigen. Bei einer Demo entlädt sich der Druck, den die Freunde schon so lange spüren.
Mit »DRUCK!« gelingt Arad Dabiri eine differenzierte und politische Betrachtung unserer gegenwärtigen Gesellschaft. Mit treibendem Rhythmus und in schnellen, ehrlichen Dialogen spitzt er Fragen nach Herkunft, Verantwortung und Freiheit zu.

Regie: Ayşe Güvendiren
Bühne: Theresa Scheitzenhammer
Kostüm: Oktavia Herbst
Licht: Ronny Bergmann
Dramaturgie: Franziska Betz

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 35 Min

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Schauspiel

Dinge | über | Leben

Eine Hommage an Mevlüde Genç

Die Regisseurin Ayşe Güvendiren errichtet ein theatrales Museum als Liebeserklärung für Mevlüde Genç, die 1993 bei einem rassistischen Brandanschlag fünf ihrer Liebsten verlor und sich bis zu ihrem Tod als Friedensbotschafterin engagiert hat.
Keine Reiterstandbilder werden hier zu sehen sein, keine Hymnen zu hören, keine monumentalen Artefakte ausgestellt und nicht die Heldentaten alter Könige erzählt. Mit Geschichten, Liedern, materiellen Zeugnissen und in engem Austausch mit Hinterbliebenen erweckt Ayşe Güvendiren eine Frau zum Leben, die vielen nur als Trauernde in Erinnerung ist und deren Leben für so viel mehr steht: für Menschlichkeit, für konkret gelebte Zeitgeschichte im Kontext bundesdeutscher Migrationsgeschichte und rechten Terrors und für die Widerständigkeit einer Frau, die sich im Alltäglichen und oft unsichtbar den großen, gewaltvollen Narrativen entgegengestellt hat. Was ist es wert, erinnert zu werden? Der Theaterabend spielt mit musealen Traditionen und versteht sich als Gegenentwurf.
Ayşe Güvendiren hat sich am NTM bereits mit den Arbeiten »Als wäre es gestern gewesen« und »DRUCK!« einem Mannheimer Publikum vorgestellt. Inspiriert ist ihr kommendes Rechercheprojekt vom Werk des Literaturnobelpreisträgers Orhan Pamuk und seinem Roman »Museum der Unschuld«.

Regie: Ayşe Güvendiren
Bühne: Marilena Büld/Tavga Guttstadt
Kostüm: Oktavia Herbst
Musik: Torsten Knoll
Dramaturgie: Franziska Betz

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 40 Min, ohne Pause

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© Natalie Grebe
Schauspiel

Hamlet

von William Shakespeare
mit Texten von Nuran David Calis

Intrigen, Überwachung, rauschende Feste und mittendrin ein junger Mann, der sich nach Zugehörigkeit sehnt: Mit dem Rache-Drama »Hamlet« stellt Regisseur Nuran David Calis Fragen nach Identität, Beziehungen und Gemeinschaft in den Mittelpunkt.
Die Trauer um den Vater ist noch frisch, als Hamlet erfährt, dass sein Onkel Claudius seine Mutter ehelichen und auch die Krone im dänischen Königreich übernehmen wird. Hamlet weigert sich, seinen Onkel auf dem Thron zu akzeptieren und verdächtigt ihn des Mordes an seinem Vater. Er ersinnt einen Plan, um Claudius’ Schuld zu beweisen – doch was dann? Selbst den Thron besteigen?
Ein junger Mensch bricht auf allen Ebenen mit der Tradition, seiner Familie und seinem Erbe, findet in seinem Widerstand aber keine Balance, sondern verliert sich in seinem Kampf, der immer mehr Opfer fordert. Wie reagieren auf deutlich wahrgenommenes Unrecht, wenn man zugleich eine lähmende Ohnmacht in sich aufsteigen spürt? Kann Gewalt eine Lösung sein? Bekannt für seine Klassiker-Bearbeitungen widmet sich Nuran David Calis der Auseinandersetzung zwischen der jungen und älteren Generation: Zwischen den unzähligen Anforderungen, die Gesellschaft und Elternhaus an junge Menschen stellen, ergeben sich Sinn-Fragen, Widersprüche und Identitätskämpfe. Wo lassen sich Zutrauen, Sicherheit und Heimat finden?

Regie & Video: Nuran David Calis
Bühne: Irina Schicketanz
Kostüm: Anna Sünkel
Licht: Robby Schumann
Musik: Vivan Bhatti
Dramaturgie: Annabelle Leschke

Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Übertiteln auf Arabisch oder Farsi

Dauer: 2 Std 40 Min, zzgl. Pause

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Schauspiel

Es sagt, es liebt uns

von Emre Akal

KI Roboter MO-NI ist ein Fehler im System. Als stets verfügbare Lebenshilfe bestellt, entwickelt sie einen eigenen Willen – mit weitreichenden Konsequenzen für eine Kleinfamilie und die Welt. Eine emotionale Erzählung digitaler Transformation von Hausautor Emre Akal.

Die Welt hat sich gedreht. Die Digitalisierung ist vorangeschritten. Erich K. ist im Sessel sitzen geblieben, blickt skeptisch auf ein Draußen, das er nicht mehr versteht und vermisst seine verstorbene Frau. In dieser Situation betritt eine Modular-Organische-Neuro-Intelligenz, kurz MO-NI, die Szene. Zur Entlastung seiner Tochter soll sie liegen gebliebene Care-Arbeit erledigen - mit Daten der verstorbenen Mutter und Ehefrau gefüttert. Fremd blickt der Vater auf »das Ding«. Fremd blickt MO-NI zurück auf die Gepflogenheiten der Humanoiden. Im Spiegel dieser Blicke entwickelt Emre Akal eine Geschichte zwischen Sci-Fi und Familiendrama, zwischen absurder Komik und Melancholie, die Grundannahmen menschlichen Zusammenlebens reflektiert. Denn in Folge unvorhergesehener Abweichungen vom definierten Systemablauf verlangt MO-NI mit der Zeit mehr als nur dienendes Assistieren. Sie »will auch jemand sein« und konfrontiert die überforderte Kleinfamilie mit Fragen zu familiären Klischees, mit einem Bedürfnis nach echter Zugehörigkeit und eigenen Wünschen.

Als Hausautor der Spielzeit 2025.26 hat Emre Akal das Auftragswerk »Es sagt, es liebt uns« für das Nationaltheater Mannheim entwickelt. Der Regisseur und Dramatiker wurde für seine Stücke bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem exil-Dramatiker*innenpreis der WIENER WORTSTAETTEN und dem Förderpreis für Theater der Stadt München und den Bayerischen Kunstpreis für Literatur.

Der Aufenthalt von Emre Akal als Hausautor in der Spielzeit 2025.26 wird ermöglicht durch die Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V.

Regie: Dennis Duszczak
Bühne: Thilo Ullrich
Kostüm: Frederike Marsha Coors
Musik: Jan Preißler
Produktionsdramaturgie: Franziska Betz
Dramaturgie Hausautorenschaft: Olivia Ebert

Auftragswerk

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 35 Min, ohne Pause

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Schauspiel

Die Freiheit einer Frau: Monique bricht aus

nach den Romanen von Édouard Louis

Der französische Star-Autor Édouard Louis portraitiert seine Mutter: die prekären Verhältnisse ihrer Klasse, wie viel sie vom Leben will, wie wenig sie bekommt und wie es ihr endlich gelingt, sich aus Abhängigkeit und männlicher Gewalt zu befreien.
Was kostet die Freiheit einer Frau? Aufgewachsen im französischen Norden, wo die Leute in Fabriken arbeiteten, bis diese vor 20 Jahren schlossen, scheint Moniques Lebensweg vorgezeichnet: abgebrochene Ausbildung der Kinder wegen, Abhängigkeit von ihrem Mann, politisch gewollte Armut. Ihr Sohn, Édouard Louis, begann aus Rache mit dem Schreiben, als Protest gegen Klassenunterschiede und die Unsichtbarkeit von Menschen ohne Privilegien. In seinen Erzählungen »Die Freiheit einer Frau« und »Monique bricht aus« schlägt er ungewöhnlich zärtliche Töne an. Er beschreibt den Weg seiner Mutter auf die gesellschaftliche Bühne, die sonst nur den »feinen Leuten« vorbehalten ist und die Kosten ihres Freiheitskampfes: ihre Scham, die Stapel von Formularen, die sie ausgefüllt hat, die finanziellen Mittel und die ungeheure Kraftanstrengung, die es forderte.
Regie führt Jan Friedrich, der mit seiner Arbeit »Blutbuch« zum diesjährigen Berliner Theatertreffen eingeladen wurde und sich bereits 2017 mit »Faust« dem Mannheimer Publikum vorgestellt hat.

Regie & Kostüm: Jan Friedrich
Bühne: Louisa Robin
Licht: Robby Schumann
Musik: Friedrich Byusa Blam
Dramaturgie: Mascha Luttmann

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: Dauer 1 Std 25 Min, ohne Pause

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Schauspiel

Die Schatten­präsidentinnen

Oder: Hinter jedem großen Idioten gibt es sieben Frauen, die versuchen, ihn am Leben zu halten

von Selina Fillinger
aus dem Englischen von Nico Rabenald

Eine gefeierte Broadway-Komödie über die Frauen, die das Oval Office am Laufen halten, während sie den großen Idioten babysitten, der das Präsidentenamt bekleidet – und über die Frage, warum sie das tun und wie lange noch

Das Weiße Haus: vielleicht nicht genau die gegenwärtige US-Regierung – aber in weiten Teilen die vorherige, kombiniert mit Angstträumen von der nächsten. Die Autorin Selina Fillinger interessiert sich allerdings weniger für den (inkompetenten) Präsidenten als vielmehr für seine hyperkompetenten Ermöglicherinnen: die Stabschefin, die Pressesekretärin, seine persönliche Sekretärin, sein Flirt, seine Schwester, eine Journalistin und die First Lady. Bereits um 9 Uhr morgens ist der Präsident in katastrophaler Weise vom Kurs abgekommen, nachdem er bei seinem ersten Auftritt die First Lady mit einem Wort angesprochen hat, das eigentlich unaussprechlich sein sollte und hier auf keinen Fall gedruckt werden kann. Das Königreich Bahrain reagiert brüskiert, die folgende Besprechung eines nuklearen Nichtangriffspakts droht sich zu einer atomaren Krise auszuwachsen, der Irrsinn regiert…
Gewidmet hat die erfolgreiche US-amerikanische Dramatikerin Selina Fillinger ihr Stück »jeder Frau, die sich jemals als Nebenrolle in einer männlichen Farce wiedergefunden hat« – und sorgt mit sieben brillanten weiblichen Rollen für Änderung.

Regie: Christian Weise
Bühne & Kostüm: Annika Lu
Licht: Robby Schumann
Dramaturgie: Olivia Ebert

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 45 Min

Hinweis: Der Stücktext beinhaltet vulgäre Sprache.

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Schauspiel

Slippery Slope

Fast ein Musical
von Yael Ronen und Shlomi Shaban

unter Mitarbeit von Riah May Knight und Itai Reicher
aus dem Englischen von Irina Szodruch

»Cancel-Culture«, »Political Correctness«, »alte weiße Männer«. Das hochunterhaltsame Satire-Musical von Yael Ronen und Shlomi Shaban nimmt sich bissig eine der großen Fragen unserer Zeit vor: Wer darf hier eigentlich noch was sagen?
Der ehemals berühmte Musiker Gustav Gundesson plant sein Comeback, nachdem er wegen Machtmissbrauchs »gecancelt« wurde. Gar nicht so leicht, denn fast alle seine Songs fallen für ein Comeback-Konzert wegen kultureller Aneignung durch. Dabei haben die Fans früher Songs wie den Beduinen-Hit »Eye of the Camel« begeistert mitgesungen. Gustav hatte doch alles nur gut gemeint, wollte seine Ehe mit Klara und seine Geliebte Sky vor den Fängen der Musikindustrie retten. Während jedoch Sky ihre Solokarriere auf Social Media vorantreibt und die erfolgreiche Chefredakteurin Klara die Mid-Life-Crisis ihres Mannes belächelt, wittert Klaras Angestellte, die Journalistin Stanka, ihre nächste große Enthüllung.
Mit viel Witz und Scharfsinn schickt »Slippery Slope« seine Figuren auf das dünne Eis der aktuellen Debattenkultur. Wer hat hier nochmal wen ausgenutzt? Oder viel wichtiger: Wer verkauft seine Geschichte am besten? Die satirische Revue über den Wunsch nach einfachen Wahrheiten wurde 2022 zum Berliner Theatertreffen eingeladen und kommt jetzt ins Alte Kino Franklin.

Regie: Anaïs Durand-Mauptit
Bühne & Kostüm: Hilke Fomferra
Musikalische Leitung: Sophia Günst
Songwriting und Komposition: Shalom Shaban
Komposition und Arrangements: Yaniv Fridel/Ofer Shabi
Licht: Wolfgang Schüle
Choreografie: Emma Kate Tilson
Dramaturgie: Franziska Betz

Sprache: In deutscher Sprache | an ausgewählten Terminen mit deutschsprachiger Live-Audiodeskription, mit vorheriger Bühnentastführung

Dauer: 1 Std 40 Min, ohne Pause

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Schauspiel

Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot

Bühnenfassung nach dem Roman von Sibylle Berg

Beneidenswert ist, wer einen erfüllenden Job hat, eine Beziehung führt, Wohlstand anhäuft, einen schönen Körper hat ... Den Figuren in Sibylle Bergs Roman fehlt all das leider. Sie sind müde vom Leben, genervt von der Ehe und vom Chef sowieso. Also nehmen sie alle auf die ein oder andere Weise Reißaus, kehren dem Alltag den Rücken und beginnen eine verzweifelte Suche: nach der großen (neuen) Liebe, nach Begehren und Freiheit. Nach dem, was nach Glück riecht, während das eigene Leben erdrückt wird von der Langeweile und dem eigenen Selbstmitleid.

»Ein paar Leute suchen das Glück und lachen sich tot« war Sibylle Bergs erster Roman. Er erschien 1997 im Reclam Verlag Leipzig, nachdem erst 50 andere Verlage abgesagt hatten, und wurde ein großer Erfolg. Sibylle Berg ist heute eine der einflussreichsten deutschsprachigen Autor*innen. Sie schreibt Theaterstücke, Romane und Reportagen, hat eine eigene Kolumne auf Spiegel Online und erstellte 2018 mit anderen Autorinnen einen Kanon weiblicher Literatur. Auch vierundzwanzig Jahre nach der Erstveröffentlichung trifft ihre präzise Beobachtung des selbstgemachten Leidens an einer privilegierten Welt. Regisseur Lukas Leon Krüger stellt in seiner Bühnenfassung vier Figuren des Romans in den Vordergrund – Nora, Vera, Helge und Tom treffen schicksalhaft aufeinander, um wieder glücklich zu sein ... und zu sterben?

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht. Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.

Inszenierung: Lukas Leon Krüger
Bühne: Nora Müller
Kostüme: Davide Raiola
Licht: Ronny Bergmann
Dramaturgie: Lena Wontorra

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: ca. 1 h 30 Min; keine Pause

Hinweise:
- Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass es während der Aufführung zu lautem Musikeinsatz und Bühnenschüssen kommt. Es wird an verschiedenen Stellen geraucht und es kommt zum Einsatz von Stroboskoplicht.
- Der Originaltext kann in Teilen als zynisch, frauenverachtend und gewaltverherrlichend aufgefasst werden. Außerdem werden explizite Sexszenen, selbstverletzendes Verhalten, Essstörungen, Alkoholismus, Suizid und Bodyshaming beschrieben.

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Schauspiel

Istanbul

Theaterstück mit Musik von Sezen Aksu

Stellen wir uns vor, das Wirtschaftswunder hätte in der Türkei und nicht in Deutschland stattgefunden. Statt der türkischen Gastarbeiter, die nach Deutschland kamen, wären Mannheimerinnen und Mannheimer nach Istanbul ausgewandert, um dort zu arbeiten und zu leben. Wie hätten sie sich zurecht gefunden in einer ihnen fremden Welt? An welche Sitten und Gebräuche hätten sie sich gewöhnen müssen, und hätten sie das überhaupt gewollt? Wäre ihnen das neue Land jemals zur Heimat geworden?

In Szenen auf Deutsch und Songs auf Türkisch erzählt der Liederabend »Istanbul« von Regisseurin Selen Kara, Torsten Kindermann und Akın Emanuel Şipal, in der Spielzeit 2016/17 Hausautor am Nationaltheater Mannheim, die Geschichte der Gastarbeiter andersherum: Klaus Gruber, ein Arbeiter aus Mannheim, sucht in Istanbul eine Zukunft für sich und seine Familie. Aber das Ankommen in der Fremde ist gar nicht so einfach. Zum Glück vermögen die wundervoll-traurigen Lieder von Sezen Aksu, der Göttin der türkischen Popmusik, das Heimweh zu lindern.

Idee & Konzept: Selen Kara / Torsten Kindermann
Fassung: Selen Kara / Akin E. Şipal
Text: Akin E. Şipal / Selen Kara / Torsten Kindermann
Regie: Selen Kara
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Bühne: Thomas Rupert
Kostüme: Emir Medic
Licht: Damian Chmielarz
Dramaturgie: Kerstin Grübmeyer / Ouldooz Pirniya

Sprache: In deutscher Sprache mit türkischen Übertiteln

Dauer: 2 Stunden, keine Pause

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Schauspiel

Miss Sara Jevo

von Milo Čortanovački und Sandro Šutalo

Sie lebt als Teil der queeren Community in Deutschland, doch ihre Heimat war Jugoslawien, ein Land, das es nicht mehr gibt. Die Frage, wie sich diese Welten verbinden lassen, führt die Dragqueen Sara Jevo zurück in ihre Geburtsstadt Sarajevo.
Sarajevo galt einmal als der kulturelle Dreh- und Angelpunkt Jugoslawiens, das für viele der Versuch war, eine gesellschaftliche Utopie von Vielfalt, Solidarität und Unabhängigkeit zu leben. Doch ethno-nationale Bestrebungen brachten diese Utopie zu Fall und überzogen die Region mit grausamen Kriegen, die auch Sara Jevos Familie zur Flucht nach Deutschland zwangen. Jetzt kehrt sie zurück – und das in Drag.
Was bedeutet es, als eine andere in die Heimat zurückzukommen? Und was macht diese Heimat eigentlich aus, wenn sowohl sie als auch wir selbst uns immer wieder verändern?
Nach ihrem erfolgreichen Debüt »Orlando« bringt die Regisseurin Milo Čortanovački mit Ensemblemitglied Sandro Šutalo alias Sara Jevo ein berührendes Solo zwischen dokumentarischer Recherche und glamouröser Drag-Show auf die Bühne. »Miss Sara Jevo« stellt die vielschichtige Frage nach der eigenen Identität als Akt der Befreiung und Rückeroberung der eigenen Geschichte.

Regie: Milo Čortanovački
Bühne & Kostüm: Andrijana Trpković
Licht: Ronny Bergmann
Musik: Ágnes Peregi
Dramaturgie: Mascha Luttmann

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 15 Min ohne Pause

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Schauspiel

Faust

nach Johann Wolfgang von Goethe

in einer Bearbeitung von Daniel Cremer und Mascha Luttmann
Übersetzung in Leichte Sprache: Daniel Cremer und Tina Lackner

Goethes »Faust« in Leichter Sprache! Mit einer Übersetzung in Leichte Sprache wird die Tragödie über die Suche nach Erkenntnis für alle zugänglich erzählt. Im spielerischen Umgang mit der barrierearmen Sprachform entsteht ein unmittelbarer Zugriff auf den bekannten Klassiker: die Wette zwischen Gut und Böse, das Leiden des Intellektuellen an der Frage nach dem Sinn und die kontroverse Beziehung zur jungen Margarete. Doch auch Goethes Verse sind immer wieder zu hören.

Faust ist ein Theater∙stück.
Das Theater∙stück ist von Goethe.
Sehr viele Menschen kennen das Theater∙stück.
In dem Theater∙stück geht es um Faust.
Faust ist ein Mann.
Er hat sich sein ganzes Leben lang mit Büchern beschäftigt.
Jetzt ist er alt und denkt:
Ich habe nichts erlebt.
Mir macht nichts mehr Spaß.
Dann trifft Faust den Teufel.
Der Teufel sagt zu Faust:
Du kannst viele Abenteuer erleben.
Dafür musst du mir deine Seele geben.
Faust sagt zum Teufel:
Ja ich stimme zu.
Eine Hexe gibt Faust einen Zauber∙trank.
Der Zauber∙trank macht Faust 30 Jahre jünger.
Faust will immer mehr:
• Mehr Spaß
• Mehr Geld
• Mehr über die Welt wissen.
Er hetzt von Abenteuer zu Abenteuer.
Er ist nie zufrieden.
Dann trifft er Gretchen.

Regie: Daniel Cremer
Bühne & Kostüm: Carolin Gieszner
Licht: Wolfgang Schüle
MusikOscar Marie Le Merle
Berater / Outside-Eye: Bastian Wurbs
Dramaturgie: Mascha Luttmann

In deutscher Sprache

Dauer: 2 Std 15 Min, inkl. einer Pause

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1 Schauspiel

Die Nacht von Lissabon

nach dem Roman von Erich Maria Remarque

in einer Bühnenfassung von Roman Dolzhansky

Eine unkonventionelle Liebesgeschichte in Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Regie führt Maxim Didenko, der nach seiner gefeierten Bühnenadaption von »Ansichten eines Clowns« wieder am NTM inszenieren wird.

1942 am Hafen von Lissabon: Von dort starteten die Schiffe in die Freiheit. Hier warteten tausende verzweifelt auf eines der raren Tickets, versuchten ein Visum und Papiere für die Flucht vor dem Faschismus zu ergattern. Am Kai treffen zufällig zwei Männer aufeinander. Der eine will mit seiner Frau nach Amerika fliehen, besitzt aber weder Pässe noch Tickets. Der andere hat beides und will es dem Fremden überlassen – unter der Bedingung, dass dieser sich seine Geschichte anhört, bevor das Schiff im Morgengrauen ausläuft.
Maxim Didenko führt die Zuschauer*innen mit den Figuren in die Nachtclubs und Bars Lissabons, wo Geflüchtete und Gestrandete einer unwahrscheinlichen Zukunft entgegenwarten. Zur Musik all ihrer Herkunftsländer erwacht eine Erzählung zum Leben, die von Liebe und Verrat handelt, von aussichtsloser Hoffnung und unstillbarem Hunger nach Leben. Es ist die Geschichte einer Liebe im Zweiten Weltkrieg, es ist aber auch die Geschichte von Flucht und Vertreibung, die sich bis heute über alle Zeit- und Ortsgrenzen hinweg wiederholt.

Regie: Maxim Didenko
Bühne & Kostüm: Patricia Talacko
Licht: Nicole Berry
Musik: Louis Lebee
Choreografie: Sofia Pintzou
Dramaturgie: Annabelle Leschke/Franziska Betz

Sprache: In deutscher Sprache | An ausgewählten Vorstellungsterminen mit arabischen Übertiteln

Dauer: 3 Std, inkl. einer Pause

Hinweise:
- In der Inszenierung kommt es zu expliziter Gewaltdarstellung. Außerdem wird schwere Krankheit thematisiert.
- In unserer Inszenierung »Die Nacht von Lissabon« spielen live aufgenommene Videobilder eine zentrale Rolle. Dafür ist es notwendig, dass die auf der Bühne verwendete Kamera mit höchstmöglicher Auflösung und weitestgehend ohne Zeitverzögerung mit der Videoregie kommunizieren kann. Diese Kommunikation erfolgt über ein WLAN-Netz. Leider wird diese WLAN-Verbindung gestört, wenn die Mobiltelefone im Zuschauerraum nicht in den Flugmodus (inkl. abgeschaltetem WLAN) versetzt werden.
Wir bitte Sie daher, das Telefon im besten Falle ab-, zumindest aber den Flugzeugmodus ein- und das WLAN auszuschalten, damit es für alle ein tolles und störungsfreies Theatererlebnis wird.

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1 Schauspiel

Die Dreigroschenoper

von Bertolt Brecht (Text) und Kurt Weill (Musik) unter Mitarbeit von Elisabeth Hauptmann

Glamour, Glanz und düstere Sündenstimmung à la »Babylon Berlin«: Bertolt Brechts »Die Dreigroschenoper« wurde zu einem der erfolgreichsten Stücke des 20. Jahrhunderts – unter anderem dank der enormen Popularität von Kurt Weills Liedern wie der »Moritat von Mackie Messer«. Seit ihrer Uraufführung 1928 gilt sie als wegweisende Verschmelzung von Schauspiel und Musiktheater, von Kapitalismuskritik und Gangsterromanze: Der Bettlerkönig Jonathan Peachum betreibt ein moralfreies Franchise-Unternehmen der besonderen Art, das aus der Not der Armen ein Geschäft mit dem Mitleid der Reichen macht. Doch die in Rotlicht getauchte Londoner Unterwelt ist hart umkämpft: Als sich seine Tochter Polly ausgerechnet mit dem Obergangster Macheath, genannt Mackie Messer, verlobt, sieht Peachum sein Imperium bedroht und liefert den zukünftigen Schwiegersohn an die Polizei aus – die ebenfalls ganz eigene Moralvorstellungen hat.
Hausregisseur Christian Weise und Mitglieder des Nationaltheater-Orchesters nehmen uns mit in Bertolt Brechts Haifischbecken der wilden Zwanziger.

Regie: Christian Weise
Bühne & Kostüme: Joki Tewes/Jana Findeklee
Licht: Robby Schumann
Musik: Jens Dohle
Choreografie: Alan Barnes
Dramaturgie: Franziska Betz
Kunst & Vermittlung: Ronja Gerlach

Dauer: 2 Std 45 Min, inkl. einer Pause

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© Ch. Kleiner
Schauspiel

Der zerbrochne Krug

Lustspiel von Heinrich von Kleist

Der geliebte Krug von Marthe Rull ist zerbrochen worden! Der Verlobte ihrer Tochter Eve soll es gewesen sein. Aber ist es so einfach? Eine Dorfgesellschaft steht vor einer harten Prüfung: Wem kann man heute überhaupt noch trauen?
Für Marthe Rull ist klar, dass Ruprecht, der Verlobte ihrer Tochter, der Täter ist. Doch im Prozess gibt es bald Grund zur Annahme, dass es jemand anderes gewesen sein könnte: Eve schweigt, Ruprecht glaubt, dass ein Liebhaber sich eingeschlichen hat, und die Nachbarin will sogar den Teufel gesehen haben. Alle schieben sich gegenseitig die Schuld zu und auch das Gericht macht sich verdächtig. Die Prozessführung wird immer absurder, während sich die oberste Gerichtsbarkeit in der eigenen Doppelmoral verfängt.
Was ist die Wahrheit und welche Wahrnehmung zählt? Verschiedenen Perspektiven bringen nach und nach die Lügen einer eingeschworenen Gemeinde ans Licht. Kleists Komödie verhandelt, ob Menschen sich vertrauen und wann sie solidarisch sein können. Regisseurin Anna-Elisabeth Frick interessiert sich dabei für gesellschaftliche Systeme, in denen die Verhältnisse fest zementiert sind, Menschen sich Positionen gesichert haben und Verantwortung lieber von sich schieben. Mit Kleists raschen Dialogen wirft sie einen humorvollen Blick auf eine gewissenslose Gesellschaft, die ins Wanken gerät.

Regie: Anna-Elisabeth Frick
Bühne & Kostüm: Martha-Marie Pinsker
Licht: Wolfgang Schüle
Musik: Hannes Strobl
Choreografie: Ted Stoffer
Choreografische Assistenz: Sayaka Kaiwa
Dramaturgie: Annabelle Leschke

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 20 Min, ohne Pause

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Lesung

Ein Pfund Spargel

von Ewe Benbenek und Mannheimer Stadtensemble

»Ein Pfund Spargel« gibt den unterbezahlten, polnischen Saisonarbeiter:innen, die auf den Spargelfeldern und Weinbergen um Mannheim tätig sind, eine Stimme. Sie stehen stellvertretend für Generationen osteuropäischer Arbeitsmigrant*innen, die in teils prekären Verhältnissen arbeiten, sei es in der Landwirtschaft, in Schlachtbetrieben, als Reinigungskräfte oder in der Pflege.

»Liebe Gemeinde! Die Spargelsaison ist eröffnet! In Rekordzeit gestochen, auf deutschen Böden, mit deutschen Messern, von polnischen Händen. Was für eine Errungenschaft für unsere Zivilisation! 100 Tonnen pro Tag pro Region. Die zweitgrößte Ernte seit 1991. Wir könnten fast eine Spargelflatrate einführen – solange das Wasser reicht. Oder die Sauce Hollandaise.«

Die polnischstämmige Autorin Ewe Benbenek, die am Nationaltheater Mannheim im vergangenen Jahr ihr vielbeachtetes Stück »Juices« zur Uraufführung brachte, und Regisseurin Beata Anna Schmutz haben sich auf Spurensuche begeben: Beginnend mit den Geschichten polnischer Mädchen, die vor 125 Jahren in der Jutefabrik in Mannheim-Sandhofen arbeiteten und in den ersten Arbeiter:innenunterkünften – der sogenannten Jute-Kolonie – wohnten, führt die Recherche über die Erfahrungen der »polnischen Perlen« in den Mannheimer Haushalten der 1980er-Jahre bis in die Gegenwart.

Eine Performance über Frauen, die arbeiten, damit andere genießen. Über Sprache, die trennt – und verbindet. Über Klassismus und Solidarität. Mit Text, Musik und einer frisch gekochten Spargelsuppe.

Das Mannheimer Stadtensemble ist eine feste Gruppe von rund 30 Mannheimerinnen und Mannheimern, die sich am Nationaltheater Mannheim in der Spielzeit 2018/19 gegründet hat. Verschiedene Altersgruppen, Herkünfte, Geschlechter, Wohnorte und Muttersprachen sind vertreten. Sie verbindet eine gemeinsame Idee: die Themen aus der Stadt ins Theater zu bringen, mit viel Experimentierfreunde und Mut für das Beschreiten neuer künstlerischer Wege.

Regie: Beata Anna Schmutz
Text: Ewe Benbenek
Sound & Technik: Friedrich Byusa Blam
FSJ Kultur: Lis Hindenberger

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Schauspiel

Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde

nach der Novelle von Robert Louis Stevenson

Der erfolgreiche Wissenschaftler Dr. Jekyll forscht an einer Spaltung der guten und bösen Anteile der Seele und verwandelt sich in einen skrupellosen Doppelgänger seiner selbst – Mr. Hyde. Johanna Wehner inszeniert die Novelle als chorisches Gesellschaftsportrait.
Die Novelle, deren erster Entwurf angeblich auf einen Traum ihres Autors zurückgeht, spielt im nebelverhangenen London des viktorianischen Zeitalters. Sie machte Robert Louis Stevenson mit einem Schlag berühmt und hat das moderne Horrorgenre geprägt. Stevenson erzählt Jekyll und Hyde als zwei eigenständige Figuren – aus der Perspektive der Gesellschaft, die sie umgibt und nicht ahnt, dass es sich um die gleiche Person handelt: Während Hyde nachts sein Unwesen in der Stadt treibt und Hass und Entsetzen hervorruft, zieht sich Jekyll aus der bürgerlichen Öffentlichkeit zurück und ändert sein Testament – ausgerechnet zu Gunsten Hydes!
Dabei ist Hyde nicht nur der böse Teil, er ist auch die Gestalt gewordene Sehnsucht des Bürgers Jekyll nach einem egoistischen Handeln ohne gesellschaftliche Folgen. Johanna Wehner, bekannt für ihre aufwendig komponierten Textfassungen, arrangiert die Berichte und Stimmen der Freunde Jekylls zum atmosphärischen Portrait einer Gesellschaft, deren zivile Grundverabredungen durch das Phänomen Hyde erschüttert werden. Wie viel Jekyll, wie viel Hyde steckt in uns?

Regie: Johanna Wehner
Bühne: Benjamin Schönecker
Kostüm: Ellen Hofmann
Licht: Robby Schumann
Musik: Vera Mohrs
Dramaturgie: Olivia Ebert

Sprache: In deutscher Sprache

Dauer: 1 Std 30 Min

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Schauspiel

Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller

Liebe, Intrigen und der Kampf um ein selbstbestimmtes Leben – Charlotte Sprengers Inszenierung erzählt von Macht und Ohnmacht in einer korrupten Welt.
Frau Miller ist nervös. Ihre Tochter Luise ist letzte Nacht nicht nach Hause gekommen. Trifft sie sich wieder mit Ferdinand von Walter, dem Sohn des Präsidenten? Für die Liebe zwischen einem bürgerlichen Mädchen und einem adligen Sprössling ist hier keine Luft! Im Laufe nur eines Tages überstürzen sich die Ereignisse: Um seine Position zu sichern, zwingt Präsident von Walter seinen Sohn zu einer strategischen Heirat mit Lady Milford. Sekretär Wurm inszeniert eine perfide mediale Intrige, um Ferdinands und Luises Liebe zu brechen. Ferdinand verliert zunehmend die Kontrolle, Luise bleibt widerständig. Währenddessen hat sich Frau von Kalb längst in ihrer abgeklärten Dekadenz eingerichtet und die Lady spielt ihre eigenen Spiele. Diese korrupte, patriarchale Gesellschaft, in der Freiheit nur für die Mächtigen vorgesehen ist, kennt nur Beteiligung, Unterwerfung oder Flucht!

1782 flüchtet der 23-jährige Schiller vor Schreibverbot und drohender Festungshaft aus dem württembergischen Reich ins Mannheimer Exil. Noch unterwegs entsteht die erste Skizze für »Kabale und Liebe« –ein leidenschaftliches Zeugnis seiner Kritik an den Autoritäten im Staat, in der Familie und in der Liebe. Er studiert die Mechanik emotionaler Gewalt, treibt seine Figuren an die äußersten Extreme der menschlichen Existenz: Verrat, Mord, Suizid. Schillers Patriarchen und Schurken, Liebende und Befreiungssüchtige drängen in Charlotte Sprengers Inszenierung auf eine exponierte Bühne und vor eine immer anwesende Kamera. Live-Film und Bühne sind Schauplatz und Instrument der Macht, ergeben einen überzeitlichen, hypermedialen Raum. Die Figuren sind Teil dieses Systems – Wie positionieren sie sich? Wo liegt ihr eigener Spielraum? Sind Emanzipation und Befreiung überhaupt möglich?

Regie: Charlotte Sprenger
Video: Max Schlehuber
Bühne & Kostüm: Aleksandra Pavlović
Licht: Damian Chmielarz
Musik: Jonas Landerschier
Dramaturgie: Olivia Ebert
Kunst & Vermittlung: Jeremy Heiß

Sprache: In deutscher Sprache
Alter: ab 15 Jahren

Dauer: 2 Std 10 Min

Altersempfehlung ab Klasse 10.
Das Stück thematisiert Femizid und Suizid. Einzelne Szenen enthalten Nacktheit.
Zu dieser Produktion bieten wir Einführungs- und Nachbereitungsworkshops für Schulklassen und Gruppen an. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne Ricarda Mager (E-Mail: ricarda.mager@mannheim.de)
Die Schulvorstellungen am Mi, 4. März und Do, 11. Juni (jeweils 10.00 Uhr) werden mit einer Pause nach 60 Minuten gespielt. Gesamtdauer: 2 Stunden 30 Minuten.

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Schauspiel

Krieg ist kein Spiel für Frauen

Eine Versammlung mit Kriegszeugnissen von Frauen und Texten von Lidiia Golovanova | Mit dem Mannheimer Stadtensemble in der Regie von Natascha Borenko

chon in der Kindheit weisen die Spiele von Jungen kriegerische Merkmale auf: Sie schießen mit Stöcken, bauen Unterstände, bekommen Schwerter, zum Spaß. Erwachsene Männer spielen Strategiespiele, in denen sie Gebiete erobern. Wo sind eigentlich die Frauen in diesen Spielen? Sind sie die unsichtbaren, namenlosen, wartenden Mütter, Geliebten und Ehefrauen? Welche Rollen haben sie wirklich – im Krieg? Die russische Regisseurin Natasha Borenko konzentriert sich auf Projekte zur Friedenssicherung in Russland, der Ukraine und Tschetschenien. Für »Krieg ist kein Spiel für Frauen« recherchiert Borenko Geschichten von Frauen im Krieg und inszeniert eine Kriegsandacht, in der das Publikum »in einem gemeinsamen Ritual« die Geschichten dieser Frauen erlebt.

Regie: Natasha Borenko
Bühne & Kostüm: Ksenia Peretrukhina
Dramaturgie: Beata Anna Schmutz

Dauer 1 Std 30 Min

Hinweis:
Diese Inszenierung gibt die Kriegserfahrungen von Menschen wieder. Sie erzählt von militärischen Einsätzen, von Fluchterfahrungen und Migration. Enthalten sind sprachliche Erzählungen von körperlicher und sexualisierter Gewalt sowie von Kindesmissbrauch.
Bei Fragen wenden Sie sich an: beata-anna.schmutz@mannheim.de

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Kindertheater

Unter Drachen

Eine Produktion von BRONIĆ/RÖHRICH mit dem Jungen Nationaltheater Mannheim / 8+

»Mein Opa hat nochmal kurz mit den Ohren gewackelt. Und dann ist er aufgestanden und losgegangen…«
Ira hat etwas gebaut. Eine eigene Welt für Gefühle, einen Erinnerungsspielplatz. An diesen besonderen Ort lädt sie alle ein und ermutigt dazu, die eigenen Gedanken schweifen und Gefühle zuzulassen. »Unter Drachen« ist eine Stückentwicklung zum Thema Tod und Trauer für alle Menschen ab 8 Jahren.

Wie ist es, eine geliebte Person zu verlieren? Wie kann eine Beziehung auch nach dem Tod weitergehen und was tröstet uns? Manche Erinnerungen gehen nie - andere verwandeln sich in neue Rituale mit anderen Menschen. In dieser Performance wird das Publikum eingeladen, in Iras Welt einzutauchen, die geprägt ist von gemeinsamen Erlebnissen mit ihrem Großvater Mate und von der Zeit nach dessen Tod. Zwischen Marillenschnaps, Öllampen und Schneckenkacke wird Ira zu einer Superheldin…

Mit diesem Stück sollen die Themen Tod und Trauer ein Stückchen mehr in den Alltag und unsere Gesellschaft integriert werden. In »Unter Drachen« werden diese Themen nicht nur künstlerisch behandelt, sondern das Publikum wird mitgenommen auf eine Reise, an deren Ende ein offenes Gespräch angeboten wird.

BRONIĆ/RÖHRICH stehen für zeitgenössische Inszenierungen zwischen Theater und Performance. Seit 2020 kreiert das Duo thematisch und ästhetisch durchkomponierte Erzählungen, die Raum für Erlebnisse geben.

Künstlerische Leitung: BRONIĆ/RÖHRICH
Regie: Patricija Katica Bronić
Text: Hanna Valentina Röhrich
Outside Eye: Annalena Küspert
Bühne & Kostüm: Nora Müller
Musik (vorproduziert): Tobias Schmitt
Kunst & Vermittlung: Lena Regahl, Elena Maron

Alter: 8+

Dauer: 1 Std

Gefördert von Kulturförderung der Stadt Bern, Kulturförderung der Stadt Biel, Swisslos – Kultur Kanton Bern, Bürgergemeinde Bern, Stanley Thomas Johnson Stiftung, GVB Kulturstiftung, Kinder- und Jugendkultur Stadt Bern, Schweizerische Interpretenstiftung, BEKB Förderfonds, Migros Kulturprozent und passive attack Ag.

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Kindertheater

Hall of Fans

Henrike Iglesias & Hempel / 13+

Warum wird man Fan? Und wie? Was bedeutet es, eine Fangemeinschaft zu sein? Was wenn diese Gemeinschaft zusammen handelt? Welche Macht haben Fans über ihre Stars? Welche Macht haben Stars über ihre Fans?
Henrike Iglesias und Mona Louisa-Melinka Hempel haben Menschen in Mannheim und Umgebung getroffen und ihre Geschichten vom Fan-Sein gesammelt, haben Fußball- und Eishockeyspiele besucht und glauben jetzt: Alle sind von irgendwas oder irgendwem Fan. Manchmal heimlich und leise. Manchmal sichtbar und laut. Aber sie haben auch Fragen: Was ist schon Fan-Sein und was ist einfach Etwas-gut-Finden? Kann ich Fan von ganz normalen Menschen sein oder nur von Berühmten? Oder Fan von einer Fantasy-Figur? Welche Rolle spielt Gender beim Fan- und im Star-Sein? Was ist Standom und wo verläuft der Übergang zwischen Fandom und Standom?
Für diese Produktion widmen sich Henrike Iglesias & Hempel und das Ensemble des Jungen Nationaltheaters diesem großen, bunten, verführenden, verwirrenden Thema. Sie versammeln sich mit ihrem Publikum auf der Bühne und denken übers Fan-Sein nach. Was bedeutet Fan-sein für Dich und welche Grenzen hat es oder sollte es haben?
Henrike Iglesias ist ein Theaterkollektiv, das seit 2012 zusammenarbeitet. Sie begreifen popkulturelle und massenmediale Phänomene als Spiegel gesellschaftlicher Zu- und Missstände und beleuchten diese aus feministischen Perspektiven.

Künstlerische Leitung: Henrike Iglesias (Marielle Schavan, Sophia Schroth)/Mona Louisa-Melinka Hempel
Bühne & Kostüm: Charlotte Pistorius
Sounddesign: Malu Peeters (Henrike Iglesias)
Licht: Leo G. Alonso (Henrike Iglesias)
Dramaturgie: Annalena Küspert
Kunst & Vermittlung: Rebecca Fritzsche/Constanze Wohninsland
Regieassistenz: Konstantin Mayr

Mit freundlicher Unterstützung der VR Bank Rhein-Neckar und der Freunde und Förderer des Nationaltheaters Mannheim e. V.

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Familienprogramm

Freche Fläche

Marcela Herrera / 2+

Ein Maler tritt auf. Mit Sprühdose, Farbeimer und Papierschnipseln lässt er auf leeren Flächen eine neue Welt entstehen. Farben und Striche erschaffen immer wieder neue Bilder, die die Kinder zum Mitmachen anregen. Auf spielerische Weise verbinden sich Bühne und Zuschauerraum zu einem sinnlichen Miteinader von Farben und Formen. Die Begegnung von bildender und darstellender Kunst zieht kleine und große Zuschauer*innen in ihren Bann.

Nach der Produktion »Das große Lalula« arbeiteten Marcela Herrera und Nicole Libnau in dieser Uraufführung erneut an einer Stückentwicklung für die Allerkleinsten. Diesmal wollten sie eine Brücke zwischen bildender und darstellender Kunst schlagen. Sie entwickelten gemeinsam mit dem Schauspieler und bildenden Künstler Cédric Pintarelli ein besonderes Theatererlebnis als sinnliches Spiel mit Linien, Formen und Farben für unser jüngstes Publikum.

Regie: Marcela Herrera
Kostüm: Eva Roos
Bühne: Christian Thurm
Kunst & Vermittlung: Julia Waibel

Sprache: Keine Sprache

Dauer: 45 Min, keine Pause

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Familientheater

Terz & Tönchen

Ein klingender Theaterraum / 6+ Monate

Eine Produktion für Babys und Kleinkinder, in Dramaturgie und Rhythmus ausgelegt auf die Wahrnehmung des allerjüngsten Publikums, das eingeladen ist an einen ungewohnten Ort: Glitzernde Mobiles und Papierbahnen hängen von der Decke. In Kisten und Höhlen raschelt und klackert es. Gefütterte Kissen beherbergen knarzendes Material und ein weicher Teppich erzeugt flötende und pfeifende Laute. Zwei Spieler*innen begleiten das Publikum im Entdecken und Herantasten, geben Impulse und eröffnen neue Räume. Im Wechselspiel zwischen Zuschauen und Erforschen haben Allerkleinste, Geschwister und Erwachsene Gelegenheit, den Klangwald zu erkunden, eigenen Impulsen nachzugehen und sich im klingenden Miteinander zu erleben.

Inszenierung, Musik und Raum: Helmut Bieler-Wendt, Volker Staub
Dramaturgie: Arno Krokenberger
Kunst & Vermittlung: Julia Waibel
Regieassistenz: Thomas Mayer

Alter: 6+ Monate

Keine Sprache

Dauer: 30 Min, keine Pause

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Kindertheater

Federn federn

Tanzstück / 2+

Federn fliegen. Vogelfedern zum Beispiel. Federn wippen. Mechanische Federn sind das. Wenn man genau hinsieht, merkt man erst: Was es alles für Federn gibt! Und was sie alles können!

Federn können aussehen wie Spiralen. Dann sind sie dehnbar und irgendwie verdreht oder am Drehen. Bei genauerem Hinsehen merkt man überhaupt erst, was es alles für Federn gibt und was sie alles können. Nämlich wippen, fliegen, elastisch sein, schnellen, hinschwingen, herschwingen, vorschwingen, zurückschwingen, dämpfen, polstern und eben: federn. So viele Eigenschaften. So viel Bewegung. Können Federn dann vielleicht auch tanzen? Oder können Menschen tanzen wie Federn? Oder mit ihnen?
Nach allem, was rund ist, nach Matsch und Seifenschaum, widmet sich das Junge Nationaltheater in einer neuen Produktion für alle ab 2 Jahren wieder einem ausgewählten Material. Die Choreografin Barbara Fuchs, Expertin für Tanztheater für die Allerkleinsten, entwickelt mit Musiker Jörg Ritzenhoff und der Tänzerin Julia Headley-Rohmann ein neues Stück, bei dem sich alles um Federn und ums Federn dreht.

Choreografie: Barbara Fuchs
Komposition: Jörg Ritzenhoff
Mitarbeit Kostüm: Cennet Aydogan
Dramaturgie: Annalena Küspert
Kunst & Vermittlung: Constanze Wohninsland

Sprache: Keine Sprache

Dauer: 40 Min.

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Jugendprogramm

Klassiker! – Ein Remix

subbotnik / 15+

Das ist ja wieder mal typisch. Ein Klassiker eben! Am Theater gibt es auch viele Klassiker. Die sind alt und kompliziert. Warum lesen wir sie immer noch? Was erzählen uns die Geschichten heute?

Das Marmeladenbrot fällt immer auf die beschmierte Seite. Klassiker! Beide verliebt, aber zu viele Missverständnisse? Klassiker! Lessing, Schiller, Büchner, Kleist. Auch Klassiker. Aber anders. Sie schrieben ihre Texte für die Theaterbühne, einen Ort, der für die Diskussion gesellschaftlicher Fragen äußerst wichtig war. Thema: Das Verhältnis von Macht und Individuum. Und natürlich, die Liebe. Das ist zweihundert Jahre her. Warum werden die Texte heute noch im Unterricht gelesen? Das Kollektiv subbotnik macht aus Texten von damals einen Remix und klopft die Klassiker auf ihre politische und emotionale Bedeutung für die Gegenwart ab. Sie untersuchen experimentell: Sind die Geschichten zeitlos? Welche Momente fesseln uns heute noch immer? Und warum?
subbotnik, das sind die Theatermacher und Musiker Kornelius Heidebrecht, Martin Kloepfer und Oleg Zhukov. Sie erarbeiten Formate an der Schnittstelle zwischen performativem Erzählen, Konzert und Live-Hörspiel.

Regie: subbotnik (K. Heidebrecht, M. Kloepfer, O. Zhukov)
Dramaturgie: Flora Riezinger
Kunst & Vermittlung: Rebecca Fritzsche
Regieassistenz: Konstantin Mayr
Regiehospitanz: Felix Fuchs

Sprache: An ausgewählten Vorstellungsterminen mit Verdolmetschung in dt. Gebärdensprache

Dauer: 1 Std 15 Min

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Kindertheater

My funny Valentine

Martin Nachbar / 10+

Aufwachen, raus aus dem Bett. Schnell etwas im Kleiderschrank finden: Was ziehe ich an? Wer wird mich heute sehen? Viele solcher Entscheidungen machen uns zu dem, was wir sind. Aber was für Erwartungen haben Freunde, Familie oder die Gesellschaft, wenn es um das Aussehen, das Geschlecht oder die sexuelle Orientierung geht? In »My funny Valentine« werfen zwei Menschen gängige Normen über Bord und begeben sich spielerisch auf die Suche nach neuen Identitäten. Martin Nachbar ist Choreograf und Tänzer, der seit seiner Jugend den Tanz erforscht. In dieser Produktion verbindet er Tanz mit experimentellem Pop.

Choreografie: Martin Nachbar
Bühne & Kostüm: Michiel Keuper
Musikalische Leitung & Arrangement: Erik Leuthäuser
Mitarbeit Choreografie: Diana Treder
Dramaturgie: Arno Krokenberger
Kunst & Vermittlung: Sarah Modeß
Dramaturgische Beratung: Jo Koppe
Regieassistenz: Thomas Mayer

Alter: 10+

Sprache: in deutscher Sprache

Dauer: ca. 1 Std

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Familienprogramm

Schaum ich an

Lara Kaiser / 2+

Nicht fest, nicht flüssig, mal ganz leicht und luftig, mal fest, fast wie Stein: Schaum. Schaum ist praktisch überall! In der Wanne, im Spülbecken, in den Wänden, auf Wellen, auf Haut vorm Rasieren, im Eiweiß, wenn es geschlagen wird, in der Cola, gut geschüttelt, sowieso: Brausepulver. Bauschaum. Schaumsüppchen. Schäumen vor Wut. Träume sind Schäume. Und wer Handspülmittel in die Spülmaschine gibt, erhält: unendlich viel Schaum. Auch mit Spucke kann man Schaum machen. Und Schaum macht Geräusche. Wenn man ihn pustet oder wenn die vielen kleinen und großen Blasen zerplatzen oder wenn man drauf klopft oder reinsingt. Nicht ohne Grund gibt es sogar Schaumpartys. In dieser neuen Produktion für das Publikum der Allerkleinsten setzt das Junge Nationaltheater unter der Regie von Lara Kaiser seine Materialrecherchen für die Altersgruppe 2+ fort. Nach Bällen, Matsch und Farben widmet sich das künstlerische Team nun der Alltagserscheinung Schaum und fragt sich, wie man sie im Theaterraum betrachten, zum Klingen, zum Tanzen und zum Verschwinden bringen kann.

Regie: Lara Kaiser
Künstlerische Mitarbeit: Tobias Eisenkrämer
Bühne & Kostüm: Cornelius Reitmayr
Dramaturgie: Annalena Küspert
Kunst & Vermittlung: Inga Waizenegger
Regieassistenz: Nina Dietz

Mit freundlicher Unterstützung der Freunde und Förderer des Nationaltheaters e. V.

Dauer: 30 Min

Alter: 2+

Sprache: keine Sprache

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Nationaltheater Mannheim - Schauspiel

Generalsanierung des Nationaltheaters Mannheim



Das Alte Kino Franklin wird zur neuen Spielstätte des Schauspiels und des Tanzes umfunktioniert. Weitere Spielstätten stehen in dieser Zeit für Aufführungen und Veranstaltungen zur Verfügung.

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Aufführungen / Oper Nationaltheater Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theater im Pfalzbau Ludwigshafen Ludwigshafen, Berliner Str. 30
Aufführungen / Theater Nationaltheater Schauspiel Mannheim Mannheim, Mozartstr. 9
Aufführungen / Theater Theater Baden-Baden Baden-Baden, Goetheplatz 1
Aufführungen / Theater Theatergemeinde Volksbühne Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Theater UnterwegsTheater Heidelberg Heidelberg, Hebelstr. 9
Aufführungen / Theater Theater und Orchester Heidelberg Heidelberg, Theaterstraße 10
Aufführungen / Theater Badisches Staatstheater Karlsruhe Karlsruhe, Baumeisterstr. 11
Aufführungen / Theater Theaterhaus G7 Mannheim, G7, 4b
Aufführungen / Tanz EinTanzHaus Mannheim, G4, 4
Aufführungen / Theater Theater Felina-Areal Mannheim, Holzbauerstr. 6-8
Aufführungen / Theater Theater Oliv Mannheim, Am Meßplatz 7
Aufführungen / Theater Capitol Mannheim Mannheim, Waldhofstr. 2
Aufführungen / Theater Rudolf-Wild-Halle Eppelheim Eppelheim, Schulstraße 6

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