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Literaturhaus Salzburg

Ein Ort für das Wort

Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.

Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.

Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

Kontakt

Literaturhaus Salzburg
Verein Literaturhaus
Strubergasse 23
A-5020 Salzburg

Telefon: +43 662 / 422 411
Fax: +43 662 / 422 411-13
E-Mail: info@literaturhaus-salzburg.at

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Literaturhaus Salzburg

© Rafaela Pröll
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 1:
Michal Hvorecky, Robert Menasse

Von EUROPA ERZÄHLEN bedeutet von Sehnsüchten und Hoffnungen zu erzählen, von Krisen und kultureller Vielfalt. Europa braucht neben dem prägenden EU-Narrativ von Einheit und Frieden – konterkariert durch Aufrüstung, Nationalismus und Rechtsruck? – mehr denn je Erzählungen: wie von Robert Menasse und Michael Hvorecký. Moderation: Tomas Friedmann

Der österreichische Autor Robert Menasse liest aus seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ (Suhrkamp Verlag, 2026), in der ein persönliches Schicksal mit großer Politik verknüpft wird. Erzählt wird vom Überlebenskampf eines frustrierten EU-Beamten (mit Krebsdiagose) zwischen Brüssel und Wien, der seinen Job hinwirft und nicht vor seiner Mutter sterben möchte.

Der slowakische Autor Michal Hvorecký verfolgt in seinem Sachbuch „Dissident“ (Klett-Cotta Verlag, 2026) den Weg Europas vom Fall des Eisernen Vorhangs bis zur Rückkehr autoritärer Ideologien. Der engagierte Intellektuelle verwebt Erinnerungen und Erfahrungen mit einer scharfen Analyse der politischen Gegenwart und fordert unser aller Einsatz für die Demokratie.

Robert Menasse, geb. 1954 in Wien, wo er als preisgekrönter Autor und europäischer Kulturkritiker lebt.

Michal Hvorecký, geb. 1976 in Bratislava, wo er als Autor und Journalist lebt und sich für Meinungsfreiheit und die Freiheit der Kunst einsetzt.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Stefan Zweig Haus Literaturarchiv Salzburg
Lesung

Mutter und Tochter am Schreibtisch. Christine Haidegger und Meta Merz

Literaturfrühstück

Seit 2024 verwahrt das Literaturarchiv Salzburg den Nachlass von Christine Haidegger (1942–2021) und ihrer Tochter Christina Haidegger (1965–1989), die den Großteil ihrer Texte unter dem Pseudonym Meta Merz veröffentlicht hat.
Christine Haidegger, die mit ihrem 1979 erschienenen Debütroman „Zum Fenster hinaus“ für Aufsehen gesorgt hatte, war eine wichtige Integrationsfigur im Salzburger literarischen Leben: als Vermittlerin und Ermöglicherin von Literatur, als Herausgeberin und Mentorin für junge Autorinnen. Auch ihr Ehemann Eberhard Haidegger (1940–2025) war neben seiner Arbeit als Bahnbediensteter literarisch tätig. Als Meta Merz bereits als Schülerin zu schreiben begann, war der ‚literarische Haushalt‘ Haidegger komplett: Bemüht, sich künstlerisch von ihrem Elternhaus zu emanzipieren, fand Meta Merz dort zugleich gute Voraussetzungen für eine Karriere als Autorin: zwar wenig ökonomisches Kapital, aber ein literaturaffines Umfeld – und nicht zuletzt Verständnis für ein Leben abseits von Konventionen.

Harald Gschwandtner, Literaturwissenschafter am Literaturarchiv Salzburg, stellt die beiden Autorinnen vor und beleuchtet dabei verschiedene Dimensionen familiären Schreibens.

Kaffee und Kipferl ab 9.45 und solange der Vorrat reicht.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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© Adolfo Frediani
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 2:
FLO, Federica Manzon

Der zweite Abend im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen“ blickt nach Italien – und verbindet literarisch-musikalisch Triest und Neapel. Die Lesung wird von Giorgio Simonetto moderiert, der auch übersetzt; deutsche Lesung: Ulrike Arp. Die Lieder des Konzerts sind in italienischer bzw. neapolitanischer Sprache.

Die italienische Schriftstellerin Federica Manzon siedelt ihren Roman „Alma“ (Verlag Pfaueninsel, 2026, Ü: Verena von Koskull) zwischen Ost und West an. Nach dem Tod ihres Vaters kehrt die Journalistin Alma in ihre Heimatstadt Triest zurück und begegnet ihrer Jugendliebe. Erinnerungen tauchen auf sowie Fragen nach Herkunft und Identität – und der Krieg in Jugoslawien wirft Schatten über die Grenze.

Um 21 Uhr tritt erstmals in Salzburg die italienische Singersongwriterin FLO auf – begleitet von Ernesto Nobili auf der Gitarre. Ihre Konzerte sind eine packende Mischung aus mitreißenden Melodien, tiefgründigen Texten und vor allem Ausdruck einer unbeugsam-weiblichen Stimme aus dem Herzen Neapels.

Federica Manzon, geb. 1981 in Pordenone, lebt als Verlegerin und Autorin von bisher fünf Romanen in Mailand.

Floriana Cangiano (alias FLO), geb. 1983 in Neapel, wo sie als Sängerin, Autorin, Liedermacherin und Schauspielerin lebt.

Veranstalter: Società Dante Alighieri, Verein Literaturhaus

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© Gabi Hirit
Lesung

EUROPA ERZÄHLEN 3:
Dana Grigorcea, Maria Larrea

Aus „Europa erzählen“ die rumänisch-schweizerische Autorin Dana Grigorcea und die baskisch-französische Autorin Maria Larrea. Es geht um Liebe und Heimat, um Verlust und Sprache. Moderation: Ines Schütz, die auch aus dem Französischen übersetzt. Deutsche Lesung: Irina Blaul.

Die Schriftstellerin Maria Larrea geht in ihrem autobiografischen Debütroman „Die Kinder von Bilbao“ (Verlag Kein & Aber, 2025, Ü: Corinna Rodewald) der Frage nach, was es bedeutet, wenn plötzlich die Wurzeln gekappt werden. Als Maria Ende 20 erfährt, dass sie adoptiert ist, begibt sie sich auf Spurensuche nach ihrer Identität zwischen Paris und Bilbao – und gewinnt Satz für Satz die Macht über ihr Leben zurück.

Die Schriftstellerin und engagierte Europäerin Dana Grigorcea entwirft in ihrem Roman „Tanzende Frau, blauer Hahn“ (Penguin Verlag, 2026) ein Kaleidoskop der Liebe. Sommer für Sommer treffen sich Camil und Roxana im kleinen Ort Buşteni in den rumänischen Bergen, um die Liebe zu ergründen. Davon erzählt Abend für Abend eine Autorin auf Lesereise durch Deutschland – doch wer erzählt hier wessen Geschichte?

Maria Larrea, geb. 1979 in Bilbao, lebt in Paris als preisgekrönte Filmregisseurin und Drehbuchautorin.

Dana Grigorcea, geb. 1979 in Bukarest, lebt als vielfach ausgezeichnete Autorin, Germanistin und Nederlandistin in Zürich.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Anna Aicher
Lesung

Walter Müller - Wolfram Paulus:
Luzifers Traum / Geisterspiele

Der Salzburger Filmemacher Wolfram Paulus („Heidenlöcher“, „Die Ministranten“) ist vor sechs Jahren gestorben. In den Gesprächen, die Walter Müller in den letzten vier Wochen vor seinem Tod mit ihm geführt hat, erzählte Paulus von seinen unvollendeten Plänen und Träumen, die er unbedingt verwirklicht wissen wollte. Walter Müller hat posthum seine Gespräche mit ihm in seinem noch unveröffentlichten Roman „Luzifers Traum“ fortgeführt und in einem herausfordernden Dialog Themen wie das Vergessenwerden, die Schubladisierung der Kunst und der Künstler:innen oder die Ablösung der analogen durch die digitale Welt intensiv beleuchtet.

Besonders am Herzen lagen Paulus die Projekte „Berghof“ und „Geisterspiele“. Letzteres ist eine beißende Satire auf das Festspielgeschehen in Salzburg, die zur Zeit eines einstigen Intendanten spielt, aber durchaus auch in unserer Zeit denkbar wäre. Szenenausschnitte sind zu hören.

Walter Müller, geb. 1950 in Salzburg, veröffentlichte bisher zwei Dutzend Bücher („Die Häuser meines Vaters“, „Schräge Vögel“, „Wenn es einen Himmel gibt“), ebenso viele Theaterstücke und mehr als 500 Trauerreden. 2023 wurde ihm der Berufstitel „Professor“ verliehen.

Veranstalter: erostepost

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© Marzena Skubatz/laif
Lesung

Sergej Lebedew:
Die Beschützerin

Lesung & Gespräch (russisch/deutsch)

Literatur als Ausgrabung, als Expedition in die Tiefe, als Sichtbarmachung: Der neueste Roman des russischen, im Exil lebenden Autors Sergej Lebedew führt ins Jahr 2014: Eine malaysische Passagiermaschine wird abgeschossen, ihre Trümmer liegen verstreut in der Landschaft im Donbass, im Osten der Ukraine, nahe einem Stollen, in dem sich Massengräber aus dem Zweiten Weltkrieg befinden. Hier lebt auch Marianna, die „Beschützerin“, zu Sowjetzeiten war sie Leiterin der Wäscherei der Bergwerkssiedlung, hat Kohlestaub aus der Kleidung gewaschen. Nun ist sie an Krebs erkrankt, ein langsames Sterben. Die Tochter Shanna wird sie begleiten, sie bricht ihr Studium in Charkiw ab und kehrt zurück in den Donbass, der bereits von russischen Separatisten eingenommen ist.

Schicht für Schicht legt der gelernte Geologe Sergej Lebedew in seinem furiosen Roman sowjetisch-russische Gewaltgeschichte offen und zieht schonungslos Verbindungen zur Gegenwart.

Sergej Lebedew, geb. 1981 in Moskau, lebt derzeit in Potsdam im Exil. Studium der Geologie, journalistische Arbeiten. Veröffentlichte einige Romane sowie als Herausgeber den Band „Njet! Stimmen aus Russland gegen den Krieg“ (2025). „Die Beschützerin“ ist in der Übersetzung von Franziska Zwerg im S. Fischer Verlag erschienen.

Moderation und Übersetzung: Peter Deutschmann

Veranstalter: prolit in Kooperation mit dem Fachbereich Slawistik

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© Alexander Paul Englert
Lesung mit Musik

Harri Stojka, Josef Winkler:
Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht

Der neue Roman von Josef Winkler – vorgestellt gemeinsam mit Musik vom Harri Stojka acoustic drive Trio!

In „Das Glück ist ein Engel mit ernstem Gesicht“ (Suhrkamp Verlag, 2026) bringt der österreichische Schriftsteller seelische und körperliche Gewalt der dörflichen Umgebung zur Sprache. In zum Teil surrealen Bildern deutet Winkler an, welche ungeheuerlichen Vorkommnisse das Dasein seiner Schwester bis in den Tod verdunkelt haben mögen, verschränkt die Heimkehr der verlorenen Tochter und die Rückkehr des verlorenen Sohns ineinander. Mit seinem Buch schreibt der Autor seine fünf Jahre ältere, mittlerweile verstorbene Schwester Maria, die sich in ihrer gemeinsamen Kindheit auf dem Bauernhof vor allem um den rebellischen Josef gekümmert hat, in die Welt zurück.

Zur Lesung spielt das „Harri Stojka acoustic drive Trio“ mit dem österreichischen Roma-Musiker, berühmten Ausnahme-Gitarristen, Komponisten und Sänger Harri Stojka sowie mit Claudius Jelinek (Gitarre) und Joschi Schneeberger (Kontrabass).

Josef Winkler, geb. 1953 in Kamering bei Paternion in Kärnten, lebt in Klagenfurt, sein preisgekröntes Werk ist in viele Sprachen übersetzt.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Erich Reismann
Lesung

Thomas Sautner:
Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?

Abschlusslesung der Schreibwerkstatt

Thomas Sautner, der in seiner Heimat im Waldviertel regelmäßig Schreibseminare abhält und über entsprechende Erfahrung in diesem Metier verfügt, ist heuer der Einladung der Salzburger Autor:innengruppe gefolgt, wird deren diesjährige Schreibwerkstatt leiten und bei der Abschlusslesung moderieren.

Zu dem ihm vorgegebenen Motto „Lesen oder Schreiben? Einatmen oder Ausatmen?“ werden die Teilnehmer:innen ihre im Lauf der zweitägigen Veranstaltung erarbeiteten Texte präsentieren. Autor:innen und Publikum lassen sich dabei auf das Wagnis ein, unmittelbar vor der öffentlichen Präsentation Entstandenes zu lesen bzw. zu hören, wodurch interessante Einblicke in die Genesis von Texten möglich werden.

Thomas Sautner, 1970 in Gmünd geboren, ist Schriftsteller und Essayist. Er lebt in seiner Heimat, dem nördlichen Waldviertel, sowie in Wien. Neben zahlreichen Erzählungen erschienen von ihm u.a. die Romane „Fuchserde“, „Das Mädchen an der Grenze“, „Die Erfindung der Welt“, „Nur zwei alte Männer“ und zuletzt „Pavillon 44“.

Veranstalter: Salzburger Autor*innengruppe

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© René Fietzek
Lesung

Judith Schalansky:
Marmor, Quecksilber, Nebel

„Es ist nicht das erste Mal, dass ich mir einbilde, die gesamte Weltgeschichte ließe sich anhand eines einzigen Gegenstandes erzählen.“

Judith Schalansky stellt die Frage, wie wir die Welt verstehen. In drei windungsreichen Texten, die sich zwischen Essay und Erzählung bewegen, denkt sie auf präzise Art und Weise über die Materialien der Welt nach und zeigt nicht zuletzt, wie das Schreiben selbst funktioniert. Monate nach einer Begegnung auf einer Fähre vor der griechischen Insel Thassos beschäftigt Schalansky ein riesiger Marmorblock. So geht die Reise weiter: zu Marmorsteinbrüchen, in Bildhauer-Ateliers und in die oft gewalttätige Geschichte von Materialgewinnung. An der Kunsthochschule von Guadalajara entsteht eine Performance über Bücher und Schriftkultur. Schließlich wird eine Rekonstruktion einer Besteigung des Brockens zum Ausgangspunkt für Überlegungen über das Ungewisse. Dabei geht es um alles: das Gewicht der Erde, Arche Noah, Wrestling. Mit spielerischer Genauigkeit erschafft Judith Schalansky drei berührende poetologische Expeditionen. Moderation: Werner Michler

Judith Schalansky, geb. 1980 in Greifswald, lebt in Berlin; zahlreiche Übersetzungen und Auszeichnungen, zuletzt der Lessing-Preis 2025. Ihr neuestes Buch „Marmor, Quecksilber, Nebel. Woraus die Welt gemacht ist“ ist 2026 im Suhrkamp Verlag erschienen.

Veranstalter: Literaturforum Leselampe, prolit

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Lesung

Best of ¡lesen lassen!:
Clarence Blanchard, Andreas Rennert

Lesungen der Gewinner

Die Runden bei ilesen lassen! sind glücklicherweise mit den Monaten gewachsen, sodass nun zwei Gewinner daraus hervor-gehen. Wir freuen uns, Texte von Clarence Blanchard und Andreas Rennert mit der Öffentlichkeit teilen zu dürfen.

Andreas Rennert, geb. 1957 zufällig in Mannheim, aufgewachsen in Österreich, hängt den Rätseln der Sprache und ihrer (Un-) Logik nach und versucht, sie in musikalische Formen zu bringen. Er liebt Absurditäten und versteckt seine biografischen Widersprüche gerne hinter ebenso widersprüchlichen Texten.

Clarence Blanchard, geb. 2006 im Zürcher Oberland, entwirrt komplexe Gedanken-knäuel mithilfe poetischer Texte. Durch seinen spielerischen Umgang mit Sprachen und Dialekten überrascht er mit erfrischender gesellschaftskritischer Literatur.

Veranstalter: erostepost

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Lesung

Zsuzsanna Gahse:
Spielbeginn. Verrutschungen.

Eine zwölfköpfige Theatertruppe erprobt, was Theater sein kann. Sie atmen, wittern, schlucken und pusten, spielen mit ihren Stimmen, dann reden sie los, später singen sie sogar. Eine Erzählfigur kommentiert die Handlung, doch auch die Schauspieler mischen sich improvisierend ein, fortwährend entstehen neue Fragen und überraschende Situationen, oft komisch, manchmal bedrohlich. In einem zweiten Teil unternimmt Anton eine Reise mit dem Schauspielkollegen Oskar in der Gegend rund um den Bodensee. Beide staunen über die Unterschiede von Aussprache, Tonfall und Tempo in den Regionen, auch die Sprachen von Reisenden und Migranten mischen sich ein und spielen mit.

Klug und mit Sinn für lakonischen Witz erzählt Zsuzsanna Gahse von der Sprache, von ihrer klanglichen Vielfalt, von ihrer Fähigkeit, sich neuen Zeiten und Umständen anzupassen, und vom unerschöpflichen Archiv, das in jeder Sprache eingelagert ist. Und ganz nebenbei zeigt sie, wie modernes Theater zugleich erzählend und szenisch sein kann.

Zsuzsanna Gahse, geb. 1946 in Budapest, lebt als Autorin und Übersetzerin aus dem Ungarischen in Müllheim, Schweiz. Sie veröffentlichte mehr als 30 Bücher, erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Grand Prix Literatur. „Spielbeginn. Verrutschungen“ ist in der Edition Korrespondenzen erschienen.

Veranstalter: prolit In Kooperation mit der ÖGfL (Wien) und mit freundlicher Unterstützung durch pro helvetia

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Familienprogramm

Die 100. Plaudertasche

Seit September 2000 erscheint das beliebte Blatt regelmäßig, und nach wie vor ist unser wichtigstes Anliegen: Jede Ausgabe wird von Kindern gestaltet! Erwachsene aus den Organisationen begleiten und betreuen, der Inhalt kommt immer von den Kindern. An dieser Stelle gilt auch unser Dank all jenen, die seit einem Vierteljahrhundert die Finanzierung des Mediums gewährleisten.

Am Festtag erwartet euch ein Stationenbetrieb mit Spielbus, Fotobox, Radioecke, Tattoos, Popcornstand. Um 8.45 Uhr und 10.30 Uhr gibt es jeweils einen einstündigen Durchlauf mit folgendem Programm: Witze, Buchpräsentation, Plaudertaschenfilm und gemeinsames Singen des Plaudertaschenlieds. Um 10 Uhr hält die Plaudertaschenkinderredaktion eine Pressekonferenz ab.

Infos und Bestellung der Plaudertasche kostenfrei unter: lia.erber@spektrum.at
Die Salzburger Kinderzeitung wurde 1999 in der Kinder- und Jugendanwaltschaft (damals noch in der Strubergasse) von Vertreter*innen unterschiedlicher Kinder- und Jugendinstitutionen gegründet. Heute wird im Literaturhaus (in der Strubergassse) die 100. Ausgabe gefeiert!

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© Christian Weingartner
Lesung

Lachhaft & Tanzbar:
Michael Burgholzer, Peter Reutterer

Buchpräsentation, neue Texte und Geburtstagsfest

Im Rahmen einer Geburtstagslesung präsentiert Peter Reutterer seinen neuen Lyrikband „Jahreszeiten“ (Bibliothek der Provinz). Man darf sich auf Pointiertes und Gesellschaftskritisches, aber auch Philosophisches und Poetisches freuen. „Mit wachem Blick auf die Wirklichkeit“ (Georg Fink) nimmt der Autor sein Heimatland, Triest und allerlei Ungereimtes ins Visier.
Begleitet wird er von Michael Burgholzer, dessen Geschichten diesmal thematisch zusammenhängen. Sie erzählen von der Liebe zwischen Eheleuten, die einer Auffrischung bedarf, von der Liebe zwischen Bauern und Außerirdischen, von den Tänzen einer Hundertjährigen und einer Piratenbraut und von Waltraud, die am Ende für Klarheit sorgt.

Zsuszanna Kiss und Thomas Müller umrahmen die Lesung mit Musik. Sie werden nach der vor allem heiter-satirischen Lesung für swingende Klänge sorgen, zu denen auch getanzt werden darf. Auf ein fröhliches Zusammensein freut sich der Jubilar, der sich bereits seit einem Vierteljahrhundert im Vorstand der SAG engagiert!

Veranstalter: Salzburger Autor:innengruppe (SAG)

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© Minitta Kandlbauer
Lesung

Monika Helfer:
Wer bist du?

Wunderschön und abgründig. In der Novelle „Wer bist du?“ (2026) von Monika Helfer erzählen zwei Frauen um ihr Leben – denn wer erzählt, hat Macht. Die Geschichte der Autorin ist ein doppelbödiges Spiel, spannend und gruselig bis zum Schluss. Das Buch erscheint in der Reihe „Lieblingsbücher“ von Kat Menschik, die den Text mit beunruhigend schwebenden, irisierenden Bildern versieht. Ein großes Vergnügen! Moderation: Tomas Friedmann

Eines Tages steht ein Mädchen vor der Tür der Erzählerin – mit einem 1.000-Schilling-Schein in der Hand und einer unglaubwürdigen Geschichte dazu. Als das Mädchen wenig später vermisst wird, sucht die Erzählerin vergeblich nach ihr. Jahre später taucht eine junge Frau auf, die behauptet, das Mädchen von damals zu sein – und drängt sich in ihr Leben. Die Beziehung der beiden Frauen wird zu einem lauernden Tanz, bei dem jede die andere belügt – oder nicht? Wer erzählt wem was? Wer ist wer?

Monika Helfers meisterhafte Geschichte erzählt von Nähe und Einsamkeit, von Liebe und Lebenslügen, von Angst – und von der Macht des Erzählens selbst.

Monika Helfer, geb. 1947 in Au/Bregenzerwald, lebt als preisgekrönte Schriftstellerin in Vorarlberg.

Kat Menschik, geb. 1968 in Luckenwalde, ist freie Illustratorin und Comic-Zeichnerin und gibt die prämierte Reihe „Lieblingsbücher“ heraus.

Veranstalter: Verein Literaturhaus

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© Carl Philipp Roth
Lesung

Jehona Kicaj: ë

Im Albanischen steht das „ë“ für einen Buchstaben, der meist nicht ausgesprochen wird, der zugleich aber von Bedeutung ist. Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule, auf die Universität, sie sucht nach Verständnis, stößt dabei immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit, Ignoranz. Als Ende der 90er-Jahre der Kosovokrieg ausbricht, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt.

Der Roman „ë“ erzählt vom Kosovokrieg und erinnert an den Schmerz von Familien, deren Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen sind. Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in den Körper eingeschrieben ist, wird von Jehona Kicaj im Wortsinn zur Sprache gebracht.

Jehona Kicaj, geboren in Suharekë (Kosovo, Jugoslawien), aufgewachsen in Göttingen, studierte Philosophie, Germanistik und Literaturwissenschaft. Mitherausgeberin der Anthologie „›Und so blieb man eben für immer‹. Gastarbeiter:innen und ihre Kinder“ (2023). Mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Roman „ë“ (Wallstein Verlag) stand sie auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis 2025.

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, prolit

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Lesung mit Musik

Über den Wolken ist der Himmel offen

Die Gesellschaft der Lyrikfreunde ist eine Literaturgemeinschaft im deutschen Sprachraum. Die Salzburger Repräsentanz gestaltet diesen Abend mit Lyrik und Kurzprosa zur Jahreszeit.

Der Frühling öffnet seine Türen, Sonnenstrahlen legen sich wie Samenkörner in unsere Augen und streuen Lichter in unsere Tage. Vielleicht lassen sie die Schatten verblassen, die sich über uns zu erheben scheinen.

Andere Tage werden kommen,
verstehen wird man
das Schweigen der Pflanzen und Planeten,
und so viele lautere Dinge werden sein!
Nach Mond duften werden die Violinen!

(Pablo Neruda)

Es lesen: Irmgard Bogme, Franz Dürnberger, Elisabeth Graf, Renate Katzer, Ingeborg Kraschl, Valerie Pichler, Georg Weigl, Gudrun Winklhofer
Musik: Wolfgang Pullmann (Klavier)

Veranstalter: Gesellschaft der Lyrikfreunde/Repräsentanz Salzburg

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© Anke Schilkowski
Lesung

Twinni – Texte zum Teilen:
Bettina Balàka, Katherina Braschel, Sabine Scholl

Literarische Stimmen wiederentdecken oder neu kennenlernen: Um auch bereits verstorbenen Autorinnen und ihrem Schreiben Aufmerksamkeit schenken zu können, gibt es „Twinni – Texte zum Teilen“. Presenterinnen, selbst Autorinnen, stellen jeweils eine Autorin vor und laden ein, Texte und Persönlichkeiten (neu) zu entdecken, gemeinsam zu lesen und darüber zu sprechen. In Kleingruppen kommen die Leser*innen und Zuhörer*innen in den Austausch und können spontane Emotionen und Eindrücke teilen.

Bettina Balàka spricht über die österreichische Autorin Emilie Mataja (1855–1938), Sabine Scholl über die deutsche Autorin Gabriele Tergit (1894–1982) und Katherina Braschel stellt die deutsche Lyrikerin und Aktivistin der afrodeutschen Bewegung,vor. May Ayim, (1960–1996).

Dauer: ca. 1 Stunde

Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Literaturforum Leselampe

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Lesung

Anja Kampmann:
Die Wut ist ein heller Stern

Die deutsche Autorin Anja Kampmann erzählt in ihrem Roman „Die Wut ist ein heller Stern“ (Hanser Verlag, 2025) vom Mut einer Frau in einer Welt, die ihr keinen Platz lassen will. Moderation: Marlen Mairhofer.

Hedda hat sich ihren Traum erkämpft: Artistin im „Alkazar“ auf der Reeperbahn. Doch nichts zählt mehr, als in den 1930er-Jahren Uniformen wie selbstverständlich im Publikum auftauchen. Die Freiräume werden enger, für die Mädchen im Varieté wird es gefährlich. Wem kann Hedda noch trauen? Ihr Bruder Jaan heuert als Harpunenschmied auf einem Walfänger für eine Antarktis-Fahrt an – und auch Hedda sucht für sich und ihren kleinen Bruder Pauli nach Auswegen.

Anja Kampmann erzählt in einer unvergleichlich atmosphärischen Sprache, der es auch an Leichtigkeit nicht fehlt, eine Geschichte weiblicher Selbstbehauptung aus einer ganz und gar von Männern dominierten Zeit. „Kampmanns neuer Roman schildert virtuos den nationalsozialistischen Umbau der Gesellschaft. Die statische Sprache und die Dynamik der Ereignisse ergänzen sich zu fast filmischen Bildern. Man meint, alles ganz genau vor sich zu sehen“ (NZZ)

Anja Kampmann, geb. 1983 in Hamburg, lebt als Autorin in Leipzig. Sie schreibt Lyrik und Prosa, wurde mehrfach ausgezeichnet, 2026 mit dem Hans-Fallada-Preis. Zuletzt erschienen die Bücher „Wie hoch die Wasser steigen“ (2018), „Der Hund ist immer hungrig“ (2021) und „Die schmutzige Wäsche des schmelzenden Schnees. Adam Zagajewski – Poet der Zärtlichkeit und des Staunens“ (2024).

Eintritt frei, Anmeldung unter www.literaturfest-salzburg.at

Veranstalter: Literaturfest Salzburg, Verein Literaturhaus

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© Jörg Burger
Lesung


Karl-Markus Gauß:
Die Liebe kommt immer zu spät

Die wegen Krankheit abgesagte Buchpremiere im Februar wird jetzt nachgeholt: Alle bereits gekauften Tickets sind gültig! Der bekannte Schriftsteller und Literaturkritiker Karl-Markus Gauß stellt sein neues Buch „Die Liebe kommt immer zu spät“ (Zsolnay Verlag 2026) in Lesung und Gespräch mit Moderator Tomas Friedmann vor.

Karl-Markus Gauß, der literarische Kartograf der europäischen Ränder, ist wieder auf Reisen gegangen. In Bosnien sucht er nach den Spuren einer multikulturellen Welt und findet sie bei seinem verstorbenen Freund Dževad Karahasan. In Slowenien folgt er den Lebenswegen zweier tapferer Frauen, einer legendären Anwältin, die sich die Freiheit nahm, bald als Frau, bald als Mann zu leben, und einer kleinwüchsigen Schriftstellerin, deren Bücher auf der ganzen Welt gelesen wurden und die in der Stadt, die sie jetzt feiert, völlig verarmt gestorben ist. Und warum das obersteirische Bruck an der Mur und Beloiannisz in der ungarischen Puszta eigentlich auf dem Peloponnes liegen und Österreich auch eine griechische Geschichte hat, ist aus der dritten Geschichte des Bandes mit Reiseerzählungen zu erfahren.

Karl-Markus Gauß, geb. 1954 in Salzburg, wo er als Autor und Kritiker lebt. Seine Bücher sind in viele Sprachen übersetzt und ausgezeichnet, z.B. mit dem Leipziger Buchpreis zur Europäischen Verständigung (2022). Zuletzt erschienen die Bücher „Schiff aus Stein“ (2024), „Schuldhafte Gewissheit: Essays wider Zeitgeist und Judenhass“ und „Gedankenspiele über die Gelassenheit“ (beide 2025).

Eintritt € 14/12/10

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Theater

WeGe theater

Neu und überraschend ist das Impro-Format des Salzburger WeGe theaters immer – und längst ein Fixpunkt im Jahresprogramm des Salzburger Literaturhauses. Nun laden die Akteure zum ihrem Juni-Auftritt ein!
Es geht um eine Sache, die es schon wert ist, auseinandergenommen und sorgfältig überholt zu werden. Was da erzählt wird, verdient das Gütesiegel „neu renoviert“ (leichte Gebrauchsspuren werden zugestanden). Auf der Bühne sind wie immer fünf bis sieben engagierte Laienschauspieler*innen, die in 55 Minuten eine Geschichte entwerfen – oder mehrere Geschichten, die am Ende möglicherweise zusammenfinden zu einer besonderen Erzählung. Sicher ist nichts, denn alles entsteht aus dem Moment …

Eintritt € 10/8/6

Veranstalter: Verein Literaturhaus, WeGe Theater

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© Christian Weingartner
Lesung

Leopold Federmair, Fritz Popp:
Neue Poesie

Mit „Ein Schrein auf dem Kaufhausdach“ legt der in vielen Sprachen und Kulturen versierte Autor Leopold Federmair, der seit 2006 zwischen Hiroshima und Wien pendelt, einen Lyrikband vor, in dem er versucht, der japanischen Kultur, ihrem Geist und Lebensstil auf die Spur zu kommen, ohne dabei Postkartenmotive auch nur zu streifen, und sie in Beziehung zu setzen zu eigener Lektüre und Erinnerungen.

Fritz Popp, als politischer Schriftsteller, Satiriker und Kabarettautor bekannt, versammelt in „Kein Festland. Nirgends“ Gedichte, die aktuelle Bedrohungsszenarien und Ängste zum Ausdruck bringen, aber auch Glücksmomente – stets im Bewusstsein um die prinzipielle Ungesichertheit des Menschen. Es sind Gedichte mit einem ganz besonderen Sound, angesiedelt zwischen äußerster Genauigkeit und bewusster Unschärfe.

Für die musikalische Begleitung sorgt Leonore von Stauss an der Harfe.

Leopold Federmair: geb. 1957 in Wels, lebt in Wien und Hiroshima; Romane, Essays; Österreichischer Staatspreis für Übersetzung.

Fritz Popp: geb. 1957 in Vöcklabruck, lebt in Salzburg und Schwarzenberg; Romane, Lyrik, Satiren.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: GAV Salzburg

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© Lenny Rothenberg
Lesung

Mercedes Spannagel:
Crashtest Dummies

„Ich bin mir sicher, das hängt hier alles nur mehr an einem sehr dünnen Faden, der gerne Seide wäre, aber es ist 100 Prozent Polyester.“

In ihrem neuen Buch schreibt Mercedes Spannagel poetisch und präzise über den Firmenalltag im Spätkapitalismus und den Kampf der Geschlechter.
In Ihrem Roman „Crashtest Dummies“ erzählt die Autorin von einer jungen Frau, die als Ingenieurin in der Automobilindustrie in einer Männerdomäne arbeitet. Cleo ist clever, lässig und nicht der Überzeugung, als Frau in der Technik etwas repräsentieren zu müssen. Dann tritt sie jedoch in eine Konkurrenzsituation mit ihrem Arbeitskollegen Martin. Um diese Karrierechance zu ergreifen, muss sie sich selbst ganz neu definieren.

Mercedes Spannagel schreibt temporeich, bitterböse und rasiermesserscharf. „Gnadenloser Firmenalltag. Ein tolles Buch. Spooky und extrem unterhaltend!“ (Barbi Marković)

Mercedes Spannagel, geb. 1995 in Wien, aufgewachsen in Salzburg, lebt in Berlin. 2020 Nominierung ihres ersten Romans „Das Palais muss brennen“ (Verlag Kiepenheuer & Witsch) für den Debütpreis des Österreichischen Buchpreises. „Crashtest Dummies“ erschien 2026 im Blessing Verlag.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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© Michael Schwarz
Lesung

Tanja Maljartschuk:
Ukrainische Bibliothek

Es ist ein ambitioniertes Projekt, das Tanja Maljartschuk initiiert und gemeinsam mit Claudia Dathe realisiert hat: Klassiker ukrainischer Literatur in deutschen Übersetzungen zugänglich zu machen und damit Wahrnehmung zu schaffen für die Eigen- und Widerständigkeit der ukrainischen Literatur und für ihre Verankerung in der europäischen Geistesgeschichte. Jeder der auf acht Bände angelegten „Ukrainischen Bibliothek“ wird von namhaften Autor:innen (u.a. Serhij Zhadan, Katja Petrowskaja) herausgegeben und durch einführende literarische Essays ergänzt.

Das Gesamtprojekt und die beiden ersten Bände stellt Tanja Maljartschuk in Lesungen und im Gespräch mit Petra Nagenkögel und Yevgeniy Breyger vor: „Flieg mein Lied, meine wilde Qual“ von Taras Schewtschenko (hg. v. Juri Andruchowytsch, Ü: Beatrix Kersten), das sich wie ein „Protestsong im Gewand eines Klassikers“ liest. Und „Am Meer“ (hg. v. Tanja Maljartschuk, Ü: Maria Weissenböck) von Lesja Ukrajinka, für die das Schreiben (in verbotener ukrainischer Sprache) ein Mittel des Widerstands gegen das russische Imperium ebenso wie gegen eine patriarchale Gesellschaftsstruktur war.

Die „Ukrainische Bibliothek“ erscheint im Wallstein Verlag.

Tanja Maljartschuk, geb. 1983 in Iwano-Frankiwsk, lebt als Autorin in Wien.

Taras Schewtschenko (1814-1861), Leibeigener im Zarenreich, Dichter, Maler, Wegbereiter der modernen ukrainischen Literatur.

Lesja Ukrajinka (1871-1913), Schriftstellerin, Dramatikerin, Übersetzerin, Vertreterin der Frauenbewegung.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: prolit

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© Münchner Stadtmuseum, Archiv Barbara Niggl Radloff
Lesung

Herwig Gottwald:
Doderer heute. Zugänge zu einem großen österreichischen Erzähler

Literaturfrühstück

Doderer galt lange als bedeutendster Schriftsteller Österreichs, heute ist er weitgehend vergessen. Der Vortrag soll Wege zur Lektüre der erzählerisch innovativsten und sprachlich witzigsten Romane unserer Literatur erschließen helfen. Einerseits ins „tiefe Österreich“, in die verschlungenen Wege seiner Geschichte führend, zeigen sich seine Texte als Meisterwerke subtilen Humors und grotesk-komischer Figurenzeichnungen, erweisen sich aber zugleich als ausgefeilte Dokumente einer akribischen und kompromisslosen Suche nach authentischem Leben in der Moderne.

Anhand von Textauszügen aus „Die Strudlhofstiege“ und „Die Dämonen“, seinen beiden Hauptwerken, gibt Literaturwissenschafter Herwig Gottwald beim Literaturfrühstück Einblicke in die Romankunst Doderers.

Kaffee und Kipferl ab 9.45 Uhr und solange der Vorrat reicht.

Herwig Gottwald ist Literaturwissenschafter und war Universitätsprofessor für Neuere Deutsche Literatur am Fachbereich Germanistik der Universität Salzburg.

Eintritt € 9/7

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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© Erika Mayer
Werkstatt/Workshop

Anna Weidenholzer:
Einladung ins Unsichtbare

Schreibwerkstatt

Diese Schreibwerkstatt widmet sich voll und ganz der Prosa, die von großen Dingen im kleinen Format berichtet: den Kurzgeschichten. Im Idealfall hat eine Kurzgeschichte weit mehr Gewicht, als man ihr auf den ersten Blick ansieht. Wie entwickeln so unterschiedliche Erzählungen wie zum Beispiel jene von Johann Peter Hebel, Ilse ­Aichinger oder Mary Ruefle auf ein paar Seiten solch eine Wucht, dass sie Jahre im Gedächtnis bleiben?
Eine Geschichte auf wenigen Seiten zu erzählen, verlangt Präzision, Fingerspitzen­gefühl und Mut zu Leerstellen: Wie wenig braucht es, um möglichst viel zu sagen? Wovon erzähle ich, wovon besser nicht? Ganz nach Hemingway, der die Kurzgeschichte mit einem Eisberg verglich, von dem nur ein Achtel über der Wasseroberfläche sichtbar ist. „Es liegt alles an dem Teil, der unsichtbar bleibt.“ Sich im Unsichtbaren und Sichtbaren zu versuchen, dazu lädt diese Werkstatt ein.

Termine:
Freitag, 12. Juni, 15 bis 18 Uhr
Samstag, 13. Juni, 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 14. Juni, 10 bis 14 Uhr

Anmeldung über das Literaturforum Leselampe

Anna ­Weidenholzer, geb. 1984 in Linz, lebt in Wien; zuletzt erschienen die Romane „Finde einem Schwan ein Boot“ (2019) und „Hier treibt mein Kartoffelherz“ (2025, beide Verlag Matthes und Seitz).

Termine:
Freitag, 12. Juni, 15 bis 18 Uhr
Samstag, 13. Juni, 10 bis 19 Uhr
Sonntag, 14. Juni, 10 bis 14 Uhr

Veranstalter: Ltieraturforum Leselampe

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© David Dunst
Wettbewerb

U20 Poetry Slam

Längst Fixpunkt für Nachwuchs-Autor:innen und Epizentrum der jungen Wortkunst: der U20 Poetry Slam im Literaturhaus! Erlaubt ist alles, was selbstgeschrieben ist und ohne Requisiten auskommt – von tiefgründiger Lyrik über humorvolles Storytelling bis hin zu rhythmischer Rap-Poesie. Hier trifft rohe Energie auf geschliffene Sprache, und die nächste Generation zeigt ungeschminkt, was sie bewegt. Die Bedingungen für die Auftretenden sind:

• Alter: zwischen 14 und 20 Jahren (bis zum 21. Geburtstag)
• Zeitlimit pro Auftritt von 6 Minuten
• Vortrag eines selbstgeschriebenen Textes (od. mehrerer)
• Verzicht auf Hilfsmittel beim Vortrag
• Anmeldung unter Angabe des Geburtsdatums an: slam@literaturhaus-salzburg.at

Moderiert wird der Abend von Katharina Wenty, DJ Sticky begleitet die Veranstaltung musikalisch. Als feature außer Konkurrenz tritt Lia Hartl auf.

Nächster Termin: 20. November 2026

Veranstalter: erostepost, FS1, Verein Literaturhaus

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© Michaela Mandel
Vortrag

James Joyce, Kurt Palm:
Bloomsday 2026

Seit den 1950er Jahren findet am 16. Juni der BLOOMSDAY statt, ein Gedenktag, der sich auf die Hauptfigur des Romans „Ulysses“ (er spielt an einem einzigen Tag, dem 16. Juni 1904) von James Joyce bezieht – in Dublin im Status eines Feiertags und weltweit der einzige Tag, der einem Buch und seinem (Anti)Helden gewidmet ist.

In Salzburg treffen seit vielen Jahren in einem sich laufend wandelnden Kooperationsprojekt am „Bloomsday“ Literatur und Neue Musik aufeinander. Heuer liest der österreichische Autor und Joyce-Kenner Kurt Palm aus seinem Buch „Der Brechreiz eines Hottentotten. Ein James-Joyce-Alphabet von Aal bis Zahl“ (Löcker Verlag, 2003). Dazu sind Kompositionen von Klaus Ager, Amr Okba und Agustin Castilla-Avila zu hören – uraufgeführt vom Gunnar Berg Ensemble Salzburg. Moderation:
Tomas Friedmann.

ULYSSES ist das Hauptwerk von James Joyce, in dem Leopold Bloom in 18 Episoden – angelehnt an Homers „Odyssee“ – durch Dublin irrt. Der Roman erschien am 40. Geburtstag: verlegt von Sylvia Beach, Besitzerin der Buchhandlung Shakespeare and Company in Paris (gekürzt um Passagen, die als obszön galten). 1927 wurde die erste deutsche Übersetzung veröffentlicht.

Kurt Palm, geb. 1955 in Vöcklabruck, lebt als Autor und Regisseur in Wien und am ­Attersee. Bekannt wurde er mit der TV-Produktion „Phettbergs Nette Leit Show“. Sein verfilmter Bestseller „Bad Fucking“ wurde mit dem Friedrich-Glauser-Preis 2011, der Thriller „Der Hai im System“ mit dem Leo-Perutz-Preis 2023 ausgezeichnet. 2024 erschien sein jüngster Roman „Trockenes Feld“.

Das Gunnar Berg Ensemble wurde 2008 von Salzburg aus in Zusammenarbeit mit der Gunnar Berg Stiftung in Kopenhagen vom Komponisten und Dirigenten Klaus Ager und der Gitarristin Yvonne Zehner gegründet. Das Ensemble in variabler Besetzung ist auf Uraufführungen neuer Werke zeitgenössischer Komponisten spezialisiert.

James Joyce, geb. 1882 in Dublin, gestorben 1941 in Zürich, irischer Schriftsteller, lebte vor allem in Dublin, Triest, Paris und Zürich. Bekannt wurde er mit dem Kurzgeschichten-Zyklus „Dubliners“ (1914), dem Roman „Ulysses (1922) und dem Werk „Finnegans Wake“ (1939). Er gilt als Wegbereiter der literarischen Moderne.

Veranstalter: Salzburger Gesellschaft für Musik, Verein Literaturhaus und Institut für Neue Musik der Universität Mozarteum Salzburg

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© Petra Weixelbraun
Lesung

Elias Hirschl:
Schleifen

Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet an einer seltsamen Krankheit, die sich bereits mehrmals in ihrer Familie gezeigt hat: Jedes Symptom, von dem sie liest oder hört, bekommt sie sofort – sei es die Pest, Cholera oder der Schmerz nach einem Ski-Unfall. Als Sprachwissenschafterin lernt sie, sich mit Wörtern aus toten Sprachen dagegen zu immunisieren. Gemeinsam mit Otto Mandl, einem begabten Mathematiker und ihrem Seelenverwandten, beginnt sie, an der Entwicklung einer neuen, perfekten Sprache zu arbeiten, von der sie zunehmend besessen scheint.

„Schleifen“ (Zsolnay Verlag, 2026) erzählt von der Macht der Sprache, ihrer Verbindungskraft und ihren Grenzen. Elias Hirschl hebt dabei die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion auf, und das zum großen Vergnügen seiner Leser:innen: „Der heimische Autorenjungstar verschleudert in seinem neuen Roman die Ideen nur so. Ein anregender, gescheiter, großer Spaß“ (Der Standard).

Elias Hirschl, geb. 1994 in Wien, ist Autor, Musiker, Slam Poet und schreibt für Theater und Radio. Er erhielt 2020 den Reinhard-Priessnitz-Preis und 2022 den Publikumspreis beim Bachmannpreis. Zuletzt erschienen die Romane „Salonfähig“ (2021) und „Content“ (2024), beide Zsolnay Verlag.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Literaturforum Leselampe

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Lesung

5. Salzburger Literaturquiz

Bei seinen Fans hat der Quiz-Abend im Literaturhaus längst Kultstatus. Wir freuen uns also auf die vierte Ausgabe und empfehlen dringend unseren Kartenvorverkauf!

Wie funktioniert das Literaturquiz? Gäste kommen allein, als Paare oder Gruppen, Teams werden gebildet, Singles integriert, denn Quiz-Spielende sind kommunikative Menschen. Natürlich gibt es außer einem unterhaltsamen Abend u.a. Lesestoff zu gewinnen – sowie die eine oder andere Erkenntnis. Mitzubringen sind Neugier und gute Laune, der Rest passiert vor Ort. Quizjockey Robert Presslaber gestaltet wieder den Abend gemeinsam mit Musiker Vitus Denifl.

Gewinn- und Ratespiele, Rätsel aller Art und Quizsendungen in Radio und TV sind beliebt. Beim „Pubquiz“ – erfunden auf den britischen Inseln – treten in lockerer Atmosphäre mehrere Gruppen gegeneinander an. Es wird gelacht und gestaunt, getrunken und gewonnen … Beim Quiz im Literaturhaus Salzburg dreht sich natürlich alles um Bücher, Autor:innen und Anekdoten drumherum.

Eintritt € 10

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© Thomas Dashuber
Lesung

Lena Gorelik:
Preis der Literaturhäuser 2026

Nach der Generalversammlung des Vereins „Salzburger Literaturhaus Eizenbergerhof“ (um 17.30 Uhr) liest die deutsche Autorin Lena Gorelik – ausgezeichnet mit dem Preis der Literaturhäuser 2026 für ihr engagiertes Werk und ihr öffentliches Auftreten – aus ihrem jüngsten Buch und spricht mit der Moderatorin Mirjam Zadoff.

In ihrem neuen Roman „Alle meine Mütter“ (Rowohlt Verlag, 2026) erzählt Lena Gorelik von einer besonderen, oft lebenslang komplexen Beziehung und auch davon, welche Mütter wir selbst zu sein versuchen. Wie wir manchmal scheitern, zweifeln, stolpern. Welche Ängste uns begleiten. Was uns bindet und prägt, was uns abhält. Was es heißt, ungewollt Mutter oder nicht Mutter zu sein, ein Kind anzunehmen, zu verlieren oder nicht loslassen zu können.

„Tief bewegend, brutal ehrlich: einfach wunderbar.“ (Doris Dörrie)

Der Preis der Literaturhäuser wird u.a. durch unseren Kulturpartner ARTE ermöglicht.
Eng vernetzt sorgen die Partner gemeinsam für den Erfolg anspruchsvoller Kulturformate – vor Ort in den Häusern, auf den Buchmessen, im Internet und im Fernsehen. So finden etwa bei den Buchmessen in Leipzig und Frankfurt Veranstaltungen des Netzwerks in Kooperation mit ARTE statt. In den Literaturhäusern werden regelmäßig Previews von ARTE-Filmen über Literatur und Literaten gezeigt. Darüber hinaus engagiert sich ARTE im Rahmen der Projekte des Netzwerks der Literaturhäuser so wie zum Beispiel beim Preis der Literaturhäuser.

Lena Gorelik, geb. 1981 im sowjetischen Leningrad (seit 1991 St. Petersburg/Russland), kam 1992 mit ihren Eltern nach Deutschland und lebt in München. Für ihre Romane und Essays zu gesellschaftlichen Themen, die u.a. in der „Süddeutschen Zeitung“ und in „Die Zeit“ erscheinen, wurde die Autorin und Journalistin mehrfach ausgezeichnet.

Eintritt € 12/10/8 (für Vereinsmitglieder frei)

Veranstalter: literaturhaus.net, Verein Literaturhaus

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© epd-bild / keystone
Szenische Lesung

Ingeborg Bachmann:
BACHMANN 100. Malina und die Folgen

„Ich träume, aber ich versichere dir, daß ich zu begreifen anfange.“ (aus „Malina“)

Zum 100. Geburtstag der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann stehen an zwei Tagen ihr Roman „Malina“ sowie ihre Radio-Arbeiten im Mittelpunkt.

Die Abendveranstaltung im Literaturhaus beschäftigt sich mit „Malina“. Das Buch erschien 1971 im Suhrkamp Verlag – als erster und einziger vollendeter Roman aus dem von der Autorin geplanten „Todesarten“-Zyklus. Die Reaktionen auf das Buch, das Bachmann selbst als „geistige, imaginäre Autobiographie“ bezeichnete, waren anfangs eher ratlos-kritisch, später (vor allem durch die feministische Literaturrezeption) überwiegend positiv bis überwältigend. Heute gilt „Malina“ als Bachmanns Hauptwerk.

Im Literaturhaus wird der neue Band der Salzburger Bachmann Edition (Suhrkamp und Piper Verlag) präsentiert, der „Malina“ neu aufschlüsselt. Die Herausgeberin Renate Langer diskutiert mit Irene Fußl über die Neuedition, die nicht zuletzt zahlreiche Hinweise mit hohem Realitätsgehalt entschlüsselt und den Roman im Gesamtwerk verortet.

Darüber hinaus eröffnet der Abend neue Perspektiven auf den Roman: Eine Lesung der Schauspielstudierenden Emma Rebmann, Nia Sokolović und Julian Plattner (Thomas Bernhard Institut) macht „Malina“ als „polyphones Textgewebe“ (Hans Höller) hörbar. Marlene Streeruwitz legt ihre persönliche Lektüre des Romans in einer Rede offen. Am Podium diskutieren Thomas Ballhausen (Literatur-, Kultur- und Medienwissenschafter, Autor), Marlen Mairhofer (Autorin, Literaturwissenschafterin) und Renate Langer (Literaturwissenschafterin) über unterschiedliche Zugänge zu Bachmanns Text.

Tags darauf veranstalten Thomas Ballhausen, Leiter der Interuniversitären Einrichtung W&K, und Irene Fußl, eine der Gesamtherausgeberinnen der Salzburger Bachmann Edition am Literaturarchiv Salzburg, den Workshop „Radio-Frequenzen“ zu Bachmanns Radioarbeiten (in der Reihe „Bachmann Media“). Aus den Bereichen Wissenschaft und Kunst werden u.a. Vera Eßl, Lona Gaikis, Katharina Kiening, Werner Michler, Anna Seethaler, Frank Streichfuß, Karen Werner vortragen. (26. Juni, 10 bis 17 Uhr im W&K-Atelier)

Ingeborg Bachmann, geb. am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, gest. am 17. Oktober 1973 in Rom. Schrieb Lyrik, Prosa, Essays, Hörspiele, Libretti. Auszeichnungen wie z.B. Georg Büchner-Preis 1964 und Großer Österreichischer Staatspreis für Literatur 1968. Seit 1977 wird bei den Klagenfurter Tagen der deutschsprachigen Literatur der Ingeborg-Bachmann-Preis verliehen.

Veranstalter: Fachbereich Germanistik, Interuniversitärer Einrichtung Wissenschaft & Kunst, Literaturarchiv Salzburg, Literaturforum Leselampe, Thomas Bernhard Institut, Verein Literaturhaus

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© Susanne Graber
Fest

erostepost Sommerfest mit Präsentation erostepost #71

Bei der themenfreien erostepost #71 wurden heuer rund 170 Einsendungen verzeichnet. Das Team sucht gezielt nach herausragenden Texten, seit dem Einsendeschluss wird gelesen, sortiert und diskutiert. Wer schafft es in die Zeitschrift, und welche Beiträge stehen auf der Shortlist?

Musikalisch erwartet das Publikum ein besonderes Highlight: ein exklusives Konzert von „The Velvet“ Swing. Die Band steht für zeitlosen Psychedelic Rock zwischen Surf, Garage und modernen Einflüssen – reduziert und ohne Firlefanz. Ihre EP „Dream of Abstract“ erschien im Februar 2025 auf Bachelor Records. Singles wie „Trouble and Mud“ liefen bereits bei FM4 und KEXP.

Auch der Run auf den Literaturpreis hat begonnen. Inspiriert von Miles Davis, steht heuer die Idee im Zentrum: „It’s not the notes you play, it’s the notes you don’t play.“ Einsendeschluss ist wie immer der 31. Mai.

The Velvet Swing wurde 2017 von Philip Paulus gegründet, mittlerweile gehört auch Michael Zagorec zur Kernbesetzung.

erostepost erscheint 2x jährlich. Die Zeitschrift präsentiert neben Literatur auch bildende Kunst.

Eintritt € 12/10/8 (inkl. Zeitung)

Veranstalter: erostepost

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© Joachim Hass-Feldmann/ Droschl Verlag
Lesung

Gustavo Faverón Patriau:
Vivir abajo / Unten leben

Die Kritiken überschlagen sich: „Dieser Roman ist ein Ereignis“ (FAZ), „eine fast körperliche Erfahrung“ (Ö1), „ein literarisches Meisterwerk Borges’scher Qualität“ (Der Freitag). Das Lob für das Buch „Vivir abajo“ des peruanischen Schriftstellers Gustavo Faverón Patriau gebührt auch seinem österreichischen Übersetzer Manfred Gmeiner, der für „Unten leben“ (Droschl Verlag, 2025) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse 2026 für die beste Übersetzung des Jahres ausgezeichnet wurde. Gemeinsam stellen Autor und Übersetzer den Roman vor.

„Unten leben“ ist ein Meilenstein der lateinamerikanischen Literatur im 21. Jahrhundert – ein Buch voller Abenteuer, ein Krimi, eine Geschichte, die aus tausend Geschichten besteht, und ein Reisebericht durch Länder, in denen Wahnsinn und Grauen herrschen. Es ist ein Roman mit quichoteskem Humor, in dem verrückte Künstler, gelehrte Spione und geisterhafte Dichter ihr Unwesen treiben.

„Manfred Gmeiner übersetzt den Roman mit spielerischer Eleganz ins Deutsche und bewahrt dabei den Blick für eigensinnige Figuren und den Zauber der Poesie.“ (aus der Leipziger Jury-Begründung, 2026)

Gustavo Faverón Patriau, geb. 1966 in Lima, ist Autor und Journalist und arbeitet derzeit als Professor für lateinamerikanische Literatur in Maine/USA. Sein preisgekröntes Werk aus Romanen wie nicht fiktionalen Büchern wurde mehrfach übersetzt.

Eintritt € 12/10/8

Veranstalter: Droschl Verlag, Verein Literaturhaus

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Literaturhaus Salzburg

Verein Literaturhaus

Ein Ort für das Wort



Seit 1991 ist im stadteigenen, über 400 Jahre alten Gebäude des Eizenbergerhofs im Stadteil Lehen beim Stadtwerke-Areal das Literaturhaus Salzburg beheimatet. Aus dem anfänglichen Geheimtipp wurde inwischen längst der Ort für das Wort – in Salzburg und weit darüber hinaus.



Ein Trägerverein (mit dem „Jungen Literaturhaus“) und fünf autonome Salzburger Literaturvereine und Autorengruppen – manche von ihnen gibt es bereits seit Jahrzehnten in der Traklstadt – haben sich unter einem Dach organisiert und erarbeiten ein Programm für ein junges und erwachsenes Publikum: abwechslungsreich, engagiert und professionell – nach dem Motto „Literaturhaus Salzburg, wo das Leben zur Sprache kommt“.



Das zweistöckige, historisch wertvolle Gebäude beherbergt neben Veranstaltungsräumen, die auf Anfrage vermietet werden, und Büros auch eine Bibliothek und ein kleines Café (abends bei Veranstaltungen geöffnet) – benannt nach dem Dichter H.C. Artmann, Namenspatron für den Platz vor dem Haus.

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Literatur+Sprache / Kulturveranstaltung Literaturhaus Salzburg Salzburg, Strubergasse 23
Ereignisse / Festspiele Salzburger Festspiele 17.7. bis 30.8.2026
Ereignisse / Festival Salzkammergut Festwochen Gmunden Region Gmunden
Literatur+Sprache / Festival Literaturfest Salzburg Salzburg, Hubert-Sattler-Gasse 1
Literatur+Sprache / Festival Rauriser Literaturtage Rauris, Kirchweg 3
Literatur+Sprache / Vortrag Ecowin Verlag Salzburg, Lessingstraße 6
Literatur+Sprache / Lesung Salzburger Literaturforum Leselampe Salzburg, Strubergasse 23

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