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Junges SchauSpielHausNeue SchauSpielHaus GmbH
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ALPHA
von Lili Roesing / Postgraduierten-Projekt / 13+
Uraufführung: 30.10.2026Der 15-jährige Leo scheint gerade zwischen allem zu stehen: Zwischen seinen Eltern, die sich getrennt haben. Zwischen seinen Klassenkameraden und seiner besten Freundin Toni. Zwischen Kind-Sein und Mann-Werden. Und vor allem: Zwischen seinen Gefühlen.
Hat er so etwas überhaupt? Und wenn ja, wie spricht man denn darüber? Und mit wem? Mit seinen Freunden? Mit Toni? Oder sogar mit seinem Vater, mit dem er eigentlich nur über Fußball reden kann? Als Leo beim Scrollen auf TikTok auf die sogenannten „Alpha-Männer“ und „Sigma Boys“ — Vorbilder aus der „Manosphere“ — trifft, meint er endlich zu verstehen, wohin es für ihn gehen soll: Looksmaxxing. Selbstoptimierung. Ins Gym gehen. Geld verdienen und zu einem richtigen Anführer werden, das sollen seine Ziele sein. Endlich hat Leo Vorbilder und eine konkrete Anleitung, wie der Weg zum „richtigen Mann-Sein“ verlaufen sollte. Was er auf diesem Weg alles verlieren kann, ist ihm dabei nicht klar. Und bald muss Leo sich entscheiden, was für ein Mensch — und was für ein Mann — er wirklich werden will.
Vor dem Hintergrund des stetig wachsenden Einflusses von Social Media auf junge Menschen wirft Margit Pötzschs und Lili Roesings Inszenierung in generationsübergreifenden Perspektiven einen hintergründigen und empathischen Blick auf die Mechanismen der Entstehung von Geschlechterbildern. Mit ALPHA wird bereits das sechste Postgraduierten Projekt realisiert, in welchem Absolvent*innen der Theaterakademie Hamburg eine Inszenierung für junges Publikum realisieren.
Mit: Hermann Book, Anastasia Lara Heller, Silvio T. Kretschmer
Regie: Margit Pötzsch
Konzept: Margit Pötzsch und Lili Roesing
Bühne und Kostüme: Janik Müller
Licht: Tillmann Wulff
Musik: Kaspar Kuoppamäki
Dramaturgie: Mathias Wendelin
Empfohlen für die Klassenstufen 7-13
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Sleeping Beauties
Postgraduierten-Projekt / 13+
Wer schön sein will, muss leiden. Auch wenn sich dieses Sprichwort schon ewig im Sprachgebrauch hält, entfaltet es heute nochmal eine andere Gültigkeit. Durch Social Media verbreitete Trends und Schönheitsideale sorgen nicht nur für enormen Druck, sondern auch für den massiven Konsum von Pflegeprodukten. Und nach einem kurzen kommerziellen Erfolg von Body Positivity ist spätestens seit Medikamenten wie Ozempic das Dünnsein doch wieder am besten. Eine globale Beauty-Industrie entwickelt für immer neue Problemzonen immer neue Lösungen. Die zentrale Zielgruppe: Junge Frauen. Zwischen Botox und Detox, Blush und Butt Lift, Face Contouring und Serum Layering, Skincare und Skinimalismus eröffnet sich eine neue Dimension der immerwährenden Produktion des Ideals und des Wunsches, ihm zu entsprechen.Bereits in Märchen wird Schönheit als das größte Kapital junger Frauen proklamiert. Ihr Wert definiert sich über den Blick des Prinzen und dessen Interesse an ihnen. Mit etwas Glück werden sie durch seinen Kuss wieder ins Leben geholt und aus ihrem Schönheitsschlaf erweckt. Aber wer sollte hier eigentlich wirklich mal aufwachen? Welche neuen Erzählungen über Schönheit müssen wir wachrütteln, wenn diese Geschichte der Unterdrückung es schon vom Märchenbuch bis in den TikTok-Feed geschafft hat?
Mit „Sleeping Beauties“ wird in der Spielzeit 25/26 bereits das fünfte Postgraduierten-Projekt realisiert. Hierbei bekommen Absolvent*innen der benachbarten Theaterakademie die Möglichkeit, eine Produktion für junges Publikum zu realisieren.
Mit: Christine Ochsenhofer, Anouk Piwek
Regie: Tamara Sonja Aijamathiesen
Bühne und Kostüme: Nathalie Schatz
Musik: Nico-Alexander Wilhelm
Dramaturgie: Till Wiebel
Licht: Ole Dahnke
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
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Aus dem Nichts
nach dem gleichnamigen Film von Fatih Akin / 14+
Bühnenfassung von Stanislava Jević und Klaus SchumacherBei einem brutalen Nagelbombenanschlag in Hamburg kommen Katja Şekercis Ehemann und ihr sechsjähriges Kind ums Leben. Staatsanwaltschaft, Polizei und Presse vermuten, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat oder um einen Racheakt innerhalb der türkischen, kurdischen oder albanischen Mafia handelt. Die deutsche Familie mit türkischkurdischen Wurzeln, Opfer eines brutalen Gewaltaktes, wird zum Sündenbock. Die Brutalität und Unmenschlichkeit der Tat und das rassistische Vorgehen der staatlichen Apparate lassen Katja verzweifeln und die Wut in ihr wachsen. Doch Katjas bester Freund und Anwalt lässt nicht locker und vermutet hinter dem Ganzen einen Terrorakt von Nazis. Kann es Gerechtigkeit geben in einer Gesellschaft, die Menschen nach ihrer Herkunft unterteilt und beurteilt und sie aufgrund ihrer Wurzeln diskriminiert und ihnen mit Hass begegnet? Und wird Rache zu einer Option, wenn der Rechtsstaat versagt?
Der Hamburger Filmemacher Fatih Akin, dessen Filme international gefeiert werden, hat mit „Aus dem Nichts“ 2018 den Golden Globe gewonnen. Sein Film beleuchtet den zwar fiktiven Fall eines Nazi-Terroranschlags, nimmt dabei aber sehr deutlich Bezug auf die NSU-Morde. Angesichts gegenwärtiger gesellschaftlicher Entwicklungen – europaweiter und internationaler Rechtsruck, Erstarken rechtsextremer Parteien auch in Deutschland, Pläne zur Deportation von Menschen mit migrantischen Wurzeln – möchte das Junge SchauSpielHaus diesen politischen Stoff in einer eigenen Fassung für ein junges Publikum für die Bühne adaptieren. Klaus Schumacher wird mit dem gleichen künstlerischen Team, das auch bei „Making of Sophie Scholl“ dabei war, diese Geschichte visuell und akustisch eindringlich inszenieren.
Regie: Klaus Schumacher
Bühne: Klaus Schumacher, Katrin Plötzky
Kostüme: Katrin Plötzky
Komposition: Tobias Vethake
Video: Jürgen Salzmann
Dramaturgie: Stanislava Jević
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
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Jugend ohne Gott
von Ödön von Horváth, in einer Fassung von Hermann Book und Sonja Szillinsky / 14+
„Es kommen kalte Zeiten, das Zeitalter der Fische. Da wird die Seele des Menschen unbeweglich wie das Antlitz eines Fisches.“ Ein Lehrer beobachtet, wie sich die menschenverachtende NS-Ideologie bei seinen Schülern verfestigt. Seine eigene Überzeugung – dass allen Menschen gleiche Rechte zustehen sollten – findet in diesem totalitären Regime keinen Platz. Dadurch gerät er zunehmend in Konflikte, die ihn immer wieder vor die Wahl zwischen Anpassung und Widerspruch stellen.Als der Lehrer seine Klasse zu einem vormilitärischen Zeltlager in die Berge begleiten muss, das zur Kriegstüchtigkeit der Jugendlichen beitragen soll, kommt es zur Katastrophe: Ein Schüler wird ermordet aufgefunden und es beginnt eine Kriminalgeschichte, in deren Verlauf Fragen von Schuld, Verantwortung und Aufrichtigkeit verhandelt werden. Der Druck auf den Lehrer steigt, denn es gibt etwas, das er verschweigt.
Ödön von Horváths Roman erscheint 1937 in einem Exilverlag und wird von den Nationalsozialisten umgehend verboten. Er beschreibt eine Gesellschaft, die sich auf Härte und Gehorsam gründet und deren Wahrheitsbegriff vom System vorgegeben wird. Schauspieler Hermann Book und Regisseur Klaus Schumacher nähern sich in einem eindringlichen Monolog der Perspektive des Lehrers, einer ambivalenten Figur, die zwischen Mitläufertum und dem Wunsch, nach eigenen Wertvorstellungen zu handeln, schwankt.
Regie: Klaus Schumacher
Bühne und Kostüme: Katrin Plötzky
Dramaturgie: Sonja Szillinsky
Empfohlen für die Klassenstufen 9-13
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My School Musical
Eine SchauSpielRaum-Produktion / 12+
It’s Showtime! Die Musical-Metropole Hamburg hat einen neuen Stern am Entertainment-Himmel. Ein Musical über einen Ort, so frei von Glamour und Glückseligkeit, dass es vermeintlich wenig Sinn ergibt, ihm ein Musical zu widmen: die Schule. Aber vielleicht sind Schule und Musical sich gar nicht so fremd. Bei beiden geht es um Disziplin. Du musst abliefern. Ob Streberin oder Klassenclown – alle haben ihre festen Rollen. Der Ablauf der Show ist genau vorgegeben, das Timing muss stimmen und bloß nicht aus der Reihe tanzen.Vor 20 Jahren brachte Disney mit der „High School Musical“- Filmreihe einen popkulturellen Megahit an den Start. Millionen junger Fans verfolgten, wie die Hauptfiguren Troy und Gabriella das Leben als Teenager an der amerikanischen High School zwischen Selbstfindung und Herzschmerz in mitreißende Songs und spektakuläre Choreografien verpackten. Aber wie viel hat dieses Bild von Schule mit der Realität zu tun? Statistiken belegen, wie sehr junge Menschen unter dem Bildungssystem, dem hohen Leistungsdruck und dem Schulalltag mit seinen sozialen Dynamiken leiden und deswegen erkranken.
Das dokumentarische Musiktheaterprojekt „My School Musical“ gibt jungen Menschen im Alter von 15 bis 20 Jahren eine Bühne, um von ihrem Leben in der Schule zu erzählen. Eine musikalische Abrechnung mit Lehrplänen und Lehrkräften samt ehrlichen Songs über Sehnsüchte, Zukunftsängste und das Scheitern am Erwartungshorizont. Und 5,6,7,8 …
Es spielen: Pamela Akosa, Leonard Borchardt, Alba Charlotte Buchholz, Phoebe Zamida Chamberlain, Julien Cogné, Luna Diedrich, Valeria Gorbokon, Amelie Gulati, Zöhre Kerbela Ime, Jan Kammerahl, Yussef Nabil, Leni Nasner, Jolene Safo Danso
Regie: Till Wiebel
Musikalische Leitung: Nico-Alexander Wilhelm
Bühne: Karlotta Matthies
Kostüme: Johann Nepomuk Steffel
Licht: Tillmann Wulff
Ermöglicht durch die ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
1 Stunde 30 Minuten
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Nimmerland
Eine Stückentwicklung von Brigitte Dethier und Ensemble / ab 8
„Die zweite rechts, und dann geradeaus bis morgen früh.“ Wenn man dem legendären Peter Pan Glauben schenkt, befindet sich dort Nimmerland, eine Insel, auf der Kinder niemals erwachsen werden. Dabei gilt in Nimmerland ein ganz besonderes Prinzip, das unsere Fantasie herausfordert: Man muss es sich vorstellen, damit es Gestalt annimmt. Man muss an etwas glauben, damit es passiert. Wie sieht es also aus – unser Nimmerland? Und wollen wir überhaupt immer Kind bleiben oder vielleicht doch lieber irgendwann zu Erwachsenen werden?Das Junge SchauSpielHaus untersucht Nimmerland in dieser Stückentwicklung als Schauplatz einer Überlegung darüber, was Kindsein bedeutet. Dafür wird nicht nur im Moment der Aufführung, sondern auch schon in den Proben eine Begegnung zwischen Kindern und dem Ensemble erwachsener Schauspieler*innen gestiftet, in der gefragt wird: Welche Vorstellungen und Sehnsüchte, Ängste und Fantasien sind und waren an das Älterwerden geknüpft? In biografischer Auseinandersetzung mit der sagenumwobenen Insel prallen Kindheitserinnerungen und Entwürfe der Erwachsenenwelt aufeinander. Wir begeben uns auf eine musikalische Reise in Richtung Nimmerland: Die zweite rechts, und dann geradeaus bis morgen früh.
Empfohlen für die Klassenstufen 3-6
Regie: Brigitte Dethier
Bühne: Katrin Plötzky
Kostüme: Hanna Roxane Scherwinski
Musikalische Leitung: Nico-Alexander Wilhelm
Musik und Schlagzeug: Lisa Wilhelm
Dramaturgie: Till Wiebel
Licht: Jonathan Biendarra
Ton: Julia Weuffen
1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
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Die Schönen und das Biest
Ein Tanztheaterstück frei nach Motiven des bekannten Märchens / 6+
In der Welt der Schönen und Reichen scheint alles perfekt zu sein. Sie bilden eine geschlossene Gesellschaft, in die nur die hineindürfen, die den normierten Schönheitsidealen entsprechen. Was aber, wenn sich jemand plötzlich in ein Biest verwandelt? Oder machen erst die anderen sie*ihn zum Biest? Welche gruppendynamischen Prozesse spielen sich hier ab? Wie fühlt es sich an, fortan als Biest unter Schönen herumlaufen zu müssen? Und sind die Schönen wirklich so schön? Oder steckt in uns allen nicht ein wunderschönes Biest, das es verdient, geliebt zu werden?Die weltweit für ihre innovativen Performances gefeierte Choreografin und Regisseurin Ceren Oran, die sich bereits mit zwei Tanztheaterstücken für Kinder am Jungen SchauSpielHaus vorgestellt hat, inszeniert nun zum ersten Mal auf der Großen Bühne am Wiesendamm. Mit ihrem künstlerischen Team und dem Ensemble wird sie ein assoziatives Kaleidoskop an poetischen und humorvollen Szenen entwickeln, das gängige Schönheitsvorstellungen und gesellschaftliche Ausgrenzungsprozesse hinterfragt. In der Begegnung mit dem Biest entdecken wir die Schönheit im Anderssein und feiern die Gemeinschaft als Vielfalt. Ein opulentes und musikalisches Fest für die Sinne – für alle Menschen ab sechs Jahren.
Mit: Anastasia Lara Heller, Victoria Kraft, Silvio Kretschmer, Parsa Yaghoubi Pour
Regie: Ceren Oran
Bühne und Kostüme: Sigrid Wurzinger
Musik: Benny Omerzell
Dramaturgie: Stanislava Jević
Dauer: 1 Stunde, keine Pause
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