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Internationales Musikfest Hamburg

1.5. bis 3.6.2026

Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe mehr als fünf Wochen dem Motto »Ende«.

Seit der Mensch über Raum und Zeit nachdenkt, ist er fasziniert vom Ende – des Weges, des Lebens, der Welt. Kann man es vorausahnen? Wie fällt es aus? Und was kommt danach? Praktisch alle Weltreligionen, Mythen und metaphysischen Philosophien arbeiten sich daran ab, ohne je in die Sphäre finaler Gewissheiten vorgedrungen zu sein. Dabei ist die Musik als flüchtigste aller Künste vielleicht besonders gut geeignet, um über das Ende zu sinnieren. Übrigens: Ein Ende hat auch jede Konzertsaison. Wobei ihr in Hamburg noch »die komprimierte Saison nach der Saison« (Die Welt) folgt, das Internationale Musikfest Hamburg nämlich. Als großes Spielzeit-Finale präsentiert es über den gesamten Monat Mai hinweg besonders prestigeträchtige und thematisch zugespitzte Konzerte, diesmal eben unter dem Motto »Ende«.

Besonders rauschhafte letzte Werke schrieben Komponisten wie Gustav Mahler oder Richard Strauss. Auch Hans Werner Henze, der anlässlich seines 100. Geburtstags im Fokus steht, war bekannt für die übergreifende geistige Dimension seiner Musik. Das Eröffnungskonzert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und zahlreichen Gästen nähert sich dem Thema von der christlich-theologischen Seite: Franz Schmidt malte in seinem opulent besetzten, spätromantischen Oratorium »Das Buch mit sieben Siegeln« die biblische Apokalypse gemäß der Offenbarung des Johannes mit extrabreitem Pinsel aus. Wenn das Ende so klingt, darf es gern kommen.

Das vollständige Programm wird voraussichtlich im November 2025 bekanntgegeben.

Kontakt

Internationales Musikfest Hamburg
Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 40 357 666 0
Fax: +49 40 357 666 43
E-Mail: mail@elbphilharmonie.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Internationales Musikfest Hamburg

Konzert

Stuttgarter Kammerorchester / Daniel Ottensamer / Thomas Zehetmair

Stuttgarter Kammerorchester
Daniel Ottensamer, Klarinette
Dirigent: Thomas Zehetmair


Hans Werner Henze: Seconda sonata per archi
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klarinette und Orchester A-Dur KV 622
Linda Buckley: Fall Approaches
Franz Schubert: Sinfonie Nr. 5 B-Dur D 485

Himmel aus Tönen

Musik neu zu lesen, als sei sie gerade erst auf dem Papier entstanden, ist eine der großen Stärken von Thomas Zehetmair. Als Geiger und Dirigent kuratiert er Programme, die sich von anderen abheben. Gemeinsam mit dem Stuttgarter Kammerorchester und dem Klarinettisten Daniel Ottensamer erkundet Zehetmair ein weites Feld: Hans Werner Henzes empfindsame Zweite Streichersonate steht in leuchtendem Kontrast zu dem zartem Klarinettenkonzert in A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart – ein ideales Konzertstück für den Soloklarinettisten der Wiener Philharmoniker, Daniel Ottensamer.

Zu dem hellschimmernden Streicherstück »Fall approaches« ließ sich die Irin Linda Buckley von einem isländischen Gedicht inspirieren – und nicht zuletzt von der Weite und Schönheit Islands. Und Franz Schuberts Sinfonie Nr. 5 ist in seiner jugendlichen Leichtigkeit und kammermusikalischen Perfektion – der Komponist zählte gerade 19 Jahre bei der Entstehung – eine direkte Auseinandersetzung mit dem sinfonischen Schaffen Mozarts.

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Konzert

Daniil Trifonov / Nikolaj Szeps-Znaider

Daniil Trifonov, Klavier
Nikolaj Szeps-Znaider, Violine


Clara Schumann: Drei Romanzen für Violine und Klavier op. 22
Robert Schumann: Sonate für Violine und Klavier Nr. 2 d-Moll op. 121
Anton Webern: Vier Stücke für Violine und Klavier op. 7
Ludwig van Beethoven: Sonate für Violine und Klavier A-Dur op. 47 »Kreutzer-Sonate«

Legendär

Welcher Pianist kann schon von sich behaupten, von Martha Argerich und Alfred Brendel gleichermaßen bewundert zu werden? Einen gibt es mindestens: Daniil Trifonov. Der in den USA lebende Russe genießt bereits mit Mitte 30 beinahe Legendenstatus. Die ungeheure Virtuosität, mit der er noch die anspruchsvollsten Werke auf die Tasten und dem Publikum in die Ohren zaubert, die Klarheit und Brillanz seines Spiels und die emotionale Tiefe seiner Interpretationen ziehen Profis und Laien, Klassikkenner:innen und Konzertneulinge gleichermaßen in ihren Bann. Bei ProArte durchwandert er gemeinsam mit Nikolaj Szeps-Znaider kammermusikalische Welten von den leidenschaftlich-romantischen Kompositionen Clara und Robert Schumanns über die konzentrierten Miniaturen Anton Weberns bis hin zu Ludwig van Beethovens himmelstürmend virtuoser Kreutzer-Sonate. Wahrhaft legendär!

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Konzert

Roots Revival

Lost Music: Musik der Hazara

Roots Revival
Elaha Soroor, Gesang
Giuliano Modarelli, Gitarre
Habib Rafie, Dambora
Haider Khan Gorau, Tabla, Harmonium, Gesang
Mehdi Aminian, Ney, Setar, Saz


Hazara-Musik aus Afghanistan

Im Vielvölkerstaat Afghanistan stellen die Hazara eine der größten ethnischen Gruppen dar. Doch da sie anders als die sunnitische Mehrheit dem schiitischen Islam angehören und insgesamt deutlich liberaler eingestellt sind, werden sie seit Generationen diskriminiert und verfolgt. Eine Stimme gibt ihnen die Sängerin Elaha Soroor. Als eine der Ersten trat sie nach der zeitweiligen Unterwerfung der Taliban öffentlich auf und gewann das afghanische Pendant von »Deutschland sucht den Superstar«. Nach der Rückkehr des fundamentalistischen Regimes im Jahr 2021 ging sie ins Exil nach London, wo sie seither ihre Kultur hochhält – mit authentischen Liedern in eingängigen Arrangements, die auch Instrumente aus der arabischen und indischen Musik einbeziehen.

Das Konzert gehört zur Reihe »Lost Music« des Internationalen Musikfests Hamburg. Sie widmet sich Musikkulturen auf der ganzen Welt, die von Kriegen und Fluchtbewegungen erodiert oder von herrschenden Mehrheiten unterdrückt werden. Alle Künstlerinnen und Künstler verbindet der Ansatz, historische Quellenforschung und authentische Stilistik mit modernen Anklängen zu verbinden. Und alle beziehen aus ihrem prekären Status nur noch mehr Energie für ihre Mission und für ihre Bühnenpräsenz.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Tamara Stefanovich / Pierre Bleuse

NDR Elbphilharmonie Orchester
Tamara Stefanovich, Klavier
Dirigent: Pierre Bleuse


Hans Werner Henze: Tristan / Préludes für Klavier, Tonbänder und Orchester
Charles Ives: Central Park in the Dark
Claude Debussy: Images für Orchester

Gralshüter der Moderne

Seit der Saison 2023/2024 ist der Franzose Pierre Bleuse Chefdirigent beim Pariser Ensemble Intercontemporain. Als Nachfolger großer Musiker wie Pierre Boulez oder Peter Eötvös ist er damit hauptamtlicher Gralshüter der Moderne. Das NDR Publikum konnte den gelernten Geiger unter anderem schon beim Festival »Elbphilharmonie Visions« 2025 erleben. Nun hat Bleuse im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg ein Programm mit Werken des 20. Jahrhunderts zusammengestellt, dessen Generalnenner die Vielschichtigkeit ist.

Die Geschichte des Tristan-Stoffes reicht bis ins Mittelalter zurück. Hans Werner Henze, dessen 100. Geburtstag 2026 gefeiert wird, hat sich dieser Legende in all ihrer Vielschichtigkeit gestellt. Sein »Tristan« ist eine überreiche Collage für Solo-Klavier, Orchester und Tonbänder: Unter anderem Johannes Brahms, Frédéric Chopin, natürlich Richard Wagner, aber auch der Klang eines klopfenden Herzens werden von Henze für seine Beschwörung des Liebes-Mythos herbeizitiert.

Was hört man, wenn man nachts im dunklen Central Park sitzt? In Charles Ives’ »Central Park in the Dark« von 1906 schieben sich verschiedene Klangschichten, gespielt von räumlich getrennt sitzenden Orchestergruppen, übereinander: Von Ferne tönt Ragtime-Musik herüber, Pferdewagen klappern vorbei, Streicher legen einen nächtlich-weichen Klangteppich aus. Alles zusammen ergibt ein tief gestaffeltes, multiperspektivisches Klangpanorama eines nächtlichen Parkbesuchs.

Musikalische Impressionen von England, Spanien und vom Frühling beschwört Claude Debussy in seinen drei Bildern (Images) für Orchester herauf. Dafür zieht er englische Gigues, spanische Folklore und französische Volkslieder heran. Und auch bei Debussy gibt es – wie bei Ives – im zweiten Bild eine stimmungsvolle Nachtszene: »Les parfums de la nuit« (Die Düfte der Nacht). Doch beim Großmeister des orchestralen Impressionismus bleibt dies alles nur Andeutung und flüchtige Ahnung. Debussy verzaubert, indem er kunstvoll zu verschleiern weiß.

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Neue Musik

Scharoun Ensemble Berlin

NDR das neue werk

Scharoun Ensemble Berlin
Jürgen Ruck, Gitarre
Siyabonga Maqungo, Tenor


Wolfgang Rihm: Chiffre VI für acht Spieler
Arne Gieshoff: Juballaby (Uraufführung)
Mark-Anthony Turnage: This Silence
Hans Werner Henze: Kammermusik 1958 über die Hymne »In lieblicher Bläue« von Friedrich Hölderlin

Nicht alle Traditionen über Bord werfen

Als Franz Schubert 1824 sein Oktett schrieb, schuf er eine neue achtköpfige Besetzung, die sich bis heute gehalten hat. Das Scharoun Ensemble gründete sich 1983 für dieses Werk und besteht im Kern aus Klarinette, Fagott, Horn, zwei Violinen, Bratsche, Cello und Kontrabass. Die Mitglieder der Berliner Philharmoniker gehören zu den spannendsten Kammermusikformationen und erweitern ihr Repertoire beständig um neue Werke – so auch in diesem Konzert, das dem 100. Geburtstag von Hans Werner Henze gewidmet ist.

Sowohl Hans Werner Henze als auch Wolfgang Rihm mussten sich zu Beginn ihrer Karriere in den 1950er und 60er Jahren anhören, ihre Musik sei nicht radikal genug, um Avantgarde zu sein. Welch ein Glück, dass diese Grabenkämpfe Geschichte sind und sich beide Komponisten durchgesetzt haben. Henzes Werk über das Hölderlin-Gedicht »In lieblicher Bläue« folgt ganz dem Titel und steht schillernd und melancholisch-weltvergessen in der Kunstlied-Tradition.

Wolfgang Rihm lässt seinen »Chiffre«-Zyklus »völlig frei aus der Fantasie-Spannung« entstehen, ein Oktett voller Gefühlsausbrüche. Henze-Schüler Marc-Anthony Turnage, der inzwischen selbst eine weltweit geschätzte Größe ist, schrieb »This Silence« für das Scharoun Ensemble. Ein Freigeist wie sein Lehrer, besticht Turnages Musik durch Sinnlichkeit und Kontraste: »Scharfe, bissige Lyrik und sehnsuchtsvolle Melodien – typisch für Turnage in Bestform«, schreibt der Guardian über »This Silence«.

Einführung mit Verena Mogl
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Pierre Bleuse

NDR Elbphilharmonie Orchester
Dirigent: Pierre Bleuse


Charles Ives: Central Park in the Dark
Claude Debussy: Images für Orchester

Gralshüter der Moderne

Seit der Saison 2023/2024 ist der Franzose Pierre Bleuse Chefdirigent beim Pariser Ensemble Intercontemporain. Als Nachfolger großer Musiker wie Pierre Boulez oder Peter Eötvös ist er damit hauptamtlicher Gralshüter der Moderne. Das NDR Publikum konnte den gelernten Geiger unter anderem schon beim Festival »Elbphilharmonie Visions« 2025 erleben. Für »Klassik Kompakt« hat Bleuse nun zwei wegweisende Werke des 20. Jahrhunderts im Gepäck, die je auf ihre eigene Art Bilder, Eindrücke und Stimmungen heraufbeschwören. Was hört man, wenn man nachts im dunklen Central Park sitzt? In Charles Ives’ »Central Park in the Dark« von 1906 schieben sich verschiedene Klangschichten, gespielt von räumlich getrennt sitzenden Orchestergruppen, übereinander: Von Ferne tönt Ragtime-Musik herüber, Pferdewagen klappern vorbei, Streicher legen einen nächtlich-weichen Klangteppich aus. Alles zusammen ergibt ein tief gestaffeltes, multiperspektivisches Klangpanorama eines nächtlichen Parkbesuchs.

Musikalische Impressionen von England, Spanien und vom Frühling beschwört Claude Debussy in seinen drei Bildern (Images) für Orchester herauf. Dafür zieht er englische Gigues, spanische Folklore und französische Volkslieder heran. Und auch bei Debussy gibt es – wie bei Ives – im zweiten Bild eine stimmungsvolle Nachtszene: »Les parfums de la nuit« (Die Düfte der Nacht). Doch beim Großmeister des orchestralen Impressionismus bleibt dies alles nur Andeutung und flüchtige Ahnung. Debussy verzaubert, indem er kunstvoll zu verschleiern weiß.

»Ich wollte einen Raum schaffen, in dem wir uns diesen Themen annähern und sie ›umarmen‹ können, in dem die Gewalt nicht an das Publikum weitergetragen oder im Konzertsaal reproduziert wird«, sagt die Komponistin. Raum ist hier wörtlich als »Klang-Raum« gemeint. Der Sound kommt aus Lautsprechern, die rund um das Publikum angeordnet ist, mal scheint er wie ein Hubschrauber zu kreisen, dann aus einer bestimmten Richtung zu kommen oder von überall. Möglich macht das modernste 3D-Soundtechnik, die seit Kurzem im Kleinen Saal der Elbphilharmonie verbaut ist.

Rahmenprogramm: Sa, 17.5.2025 17 Uhr
KI in der Musik, Elbphilharmonie, Kaistudio 1

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Konzert

Schumann Quartett

Schumann Quartett
Erik Schumann, Violine
Ken Schumann, Violine
Veit Hertenstein, Viola
Mark Schumann, Violoncello


Joseph Haydn: Streichquartett D-Dur op. 20/4
Hans Werner Henze: Streichquartett Nr. 5
Ludwig van Beethoven: Streichquartett F-Dur op. 135

Letzte Töne

Weiß ein Komponist, dass ein Werk sein letztes sein würde? Und ist der Musik Weltschmerz, Abschied oder Abgeklärtheit anzuhören? Das renommierte Schumann Quartett spürt diesen Fragen im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg, das 2025 unter dem Motto »Ende« steht, mit den letzten Streichquartetten von Ludwig van Beethoven und Schwerpunktkomponist Hans Werner Henze nach.

Beethoven lässt die Nachwelt über einige Zeilen rätseln, die er dem Vierten Satz seines letzten Quartettes voranstellte: »Der schwer gefasste Entschluss« und »Muss es sein? Es muss sein!« Wollte man hier lange einen fatalistischen Abschied von der Welt sehen, ist es wahrscheinlicher, dass Beethoven hier scherzhaft auf einen finanziellen Konflikt mit einem Musiker anspielte. Humor oder Ernst – Beethoven komponiert ein visionäres Werk, dass den Horizont für neue Epochen weitet.

Auf Hans Werner Henzes Streichquartett von 1976 sollten noch über 40 erfolgreiche Lebensjahre folgen – aber keine weiteren Streichquartette. Zu diesem fünften und (vielleicht zufällig?) letzten inspirierte Henze ein Traum, von dem ihm ein Tänzer erzählte: »Es scheint, eine Geschichte wird erzählt, worin Nachtmahre und Gespenster auftauchen, die von den Blumen des Bösen, von Betäubung, Halluzinationen, Schrecknissen berichten«, kommentiert der Komponist das Werk.

Einführung mit Anne Kussmaul
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Huelgas Ensemble / Paul Van Nevel

»Memento mori«

Huelgas Ensemble
Dirigent: Paul Van Nevel


Guillaume Dufay: Mon chier amy, qu’aves vous empensé
Giovanni Gabrieli: Exaudi me, Domine à 16
Cipriano de Rore: Calami sonum ferentes à 4
Jean Richafort: Graduale »Si ambulem« / aus: Requiem (in memoriam Josquin Desprez) á 6
Nicolas Gombert: Media vita in morte sumus à 6
Giaches de Wert: Vox in Rama audita est / aus: Il secondo libro de motetti à 5
Orlando di Lasso: Lamentationes feria sexta in Parasceve

Vokale Perfektion

Die »erste Adresse für vokale Perfektion« nennt BR-Klassik das Huelgas Ensemble aus Belgien, das sich auf Musik um 1600 spezialisiert hat. In Hamburg präsentiert der Chor unter seinem Gründer und Leiter Paul Van Nevel ein Programm rund um das berühmte mittelalterliche Motto »Memento mori«, das an die Endlichkeit des Lebens erinnert. Dabei erklingen Klagelieder auf Persönlichkeiten der Renaissance ebenso wie liturgische Werke, die Höhepunkte der damaligen Vokalpolyphonie darstellen.

Paul Van Nevel ist eine echte Koryphäe für die Chormusik der Renaissance. Der Dirigent und Musikwissenschaftler, der mal als »Hercule Poirot der Alten Musik« bezeichnet wurde, hat zahlreiche Meisterwerke wiederentdeckt, auch dank seiner profunden Kenntnis der Musikbibliotheken ganz Europas. Seit mehr als 50 Jahren schon bringt er seine Entdeckungen mit dem Huelgas Ensemble weltweit auf die Bühne. Das Ensemble hat in dieser Zeit außerdem mehr als 120 Alben aufgenommen.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Leonidas Kavakos / Matthias Pintscher

NDR Elbphilharmonie Orchester
Leonidas Kavakos, Violine
Dirigent: Matthias Pintscher


Richard Wagner: Siegfried-Idyll E-Dur WWV 103
Karol Szymanowski: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 op. 61
Hans Werner Henze: Sinfonie Nr. 7

Anfang und Ende

Matthias Pintscher, frisch gebackener Chef des Kansas City Symphony Orchestra und Experte für die Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, hat für sein Gastdirigat beim NDR Elbphilharmonie Orchester einen Geburtstagsgruß und – dem Musikfest-Motto »Ende« folgend – zwei sehr unterschiedliche Weltabschiedswerke aufs Programm gesetzt.

Wagners »Siegfried-Idyll« ist eine der hübschesten Liebeserklärungen der Musikgeschichte. Der Komponist schrieb sie zum 33. Geburtstag seiner frisch angetrauten Frau Cosima, die ihm gerade seinen Stammhalter Siegfried geboren hatte. Der stolze Vater und Gatte widmete ihr das Werk mit den Worten: »Tribschener Idyll mit Fidi-Vogelgesang und Orange-Sonnenaufgang, als Symphonischer Geburtstagsgruß. Seiner Cosima dargebracht von Ihrem Richard.«

»Es ist eine absolut unglaubliche Partitur«, so schwärmt der griechische Geiger Leonidas Kavakos über Karol Szymanowskis Zweites Violinkonzert. »Millionen Schichten, Millionen Farben und unglaubliche Fantasie.« Im Gegensatz zu dem bekannteren, funkelnd-expressiven Ersten Violinkonzert ist Szymanowskis Zweites stark von polnischer Volksmusik inspiriert. Ein Freund berichtete: »Karol spitzte die Ohren bei den besonderen Stellen, verschlang diese seltsamen, primitiven Melodien und zerlegte sie in ihre einzelnen Elemente«. In seinem Zweiten Violinkonzert, seiner letzten Komposition, setzte Szymanowski diese Elemente auf einzigartige Weise wieder zusammen.

Am 1. Juli 2026 jährt sich der Geburtstag von Hans Werner Henze zum 100. Mal – Anlass, ihn im Rahmen des Internationalen Musikfests Hamburg besonders in den Fokus zu stellen. Als letzten der Großkomponisten hat man Henze gern bezeichnet. Seine Siebte Sinfonie könnte man seine »Deutsche« nennen. Klassisch streng in der Form, setzt sie sich mit dem Leben und Ende Friedrich Hölderlins auseinander: »Der dritte Satz ist eine Darstellung der Leiden des deutschen Dichters Friedrich Hölderlin in der Nervenklinik in Tübingen«, schrieb Henze dazu. »Der Schlussteil besteht aus der Vertonung von Hölderlins ›Hälfte des Lebens‹«.

Einführung
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Ghada Shbeir & François Joubert-Caillet

Lost Music: Aramäische Gesänge

Ghada Shbeir, Gesang
François Joubert-Caillet, Viola da gamba


Aramäisch war die Muttersprache von Jesus von Nazareth. Und auch nach 2000 Jahren sprachlicher und (teils kriegerischer) politischer Umwälzungen gibt es im Libanon, in Syrien und im Irak noch immer Menschen, die sie sprechen – ja, sogar einige frühchristliche Kirchen, die sie quasi als Amtssprache verwenden. Die charismatische Sängerin Ghada Shbeir hat sich als Professorin für Orientalistik und liturgischen Gesang an der kirchlichen Universität von Kaslik nahe Beirut intensiv mit liturgischen aramäischen Gesängen beschäftigt. Eigens für das Internationale Musikfest Hamburg stellt sie gemeinsam mit dem französischen Gamben-Virtuosen François Joubert-Caillet ein klangsinnliches Programm zusammen und schlägt so eine Brücke zwischen Orient und Okzident.

Das Konzert gehört zur Reihe »Lost Music« des Internationalen Musikfests Hamburg. Sie widmet sich Musikkulturen auf der ganzen Welt, die von Kriegen und Fluchtbewegungen erodiert oder von herrschenden Mehrheiten unterdrückt werden. Alle Künstlerinnen und Künstler verbindet der Ansatz, historische Quellenforschung und authentische Stilistik mit modernen Anklängen zu verbinden. Und alle beziehen aus ihrem prekären Status nur noch mehr Energie für ihre Mission und für ihre Bühnenpräsenz.

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Oper

Leonard Bernstein: Mass / Omer Meir Wellber

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Audi Jugendchorakademie
Hamburger Alsterspatzen
Hamburger Knabenchor
Will Liverman, Celebrant
Dirigent: Omer Meir Wellber
Alexander Radulescu, Szenische Einrichtung, Video
Constantin Trommlitz, Choreografie


Leonard Bernstein: MASS / A Theatre Piece for Singers, Players and Dancers

Ein großes Orchester, drei Chöre, über 200 Mitwirkende von Gesang über Tanz bis hin zur Rockband: Leonard Bernsteins »Mass« sprengt alle Dimensionen. Mit der Aufführung setzt Hamburgs neuen Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber die Reihe spektakulärer Sonderproduktion beim Internationalen Musikfest fort.

Dass das FBI den US-Präsidenten vor einer Uraufführung warnt, klingt absurd, geschah aber 1971 bei Bernsteins »Mass«. Zu aufgeheizt waren die Zeiten von Vietnamkrieg, Bürgerrechtsbewegung und Kennedy-Ermordung, zu heikel der Inhalt: Statt einer konventionellen Messvertonung erklingt eine Art Performance, die den katholischen Messritus dekonstruiert und zu einer politischen Demonstration umfunktioniert. Lateinische liturgische Gesänge weichen Gospelgesang, Cool Jazz, Rock, Marschmusik, Broadway-Swing, indischen Ragas und expressionistischer Avantgarde. Zwischen Ritus und Rebellion entsteht ein gewaltiges Klangmosaik, das in den überwältigenden Ruf nach Frieden mündet.

Staatsopern-Generalmusikdirektor Omer Meir Wellber bringt das aufwändigste Projekt des diesjährigen Musikfests in die Elbphilharmonie und am Sonntagmittag auch als Video-Übertragung auf die Michel-Wiese. Dort finden im Anschluss alle Beteiligten zusammen und laden zu einem kreativen Wiesenfest mit Musik, Kulinarik, Performances und Workshops ein.

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Konzert

Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Experimentelle Oper von Eva Reiter und Michiel Vandevelde

Jörg Widmann, Klarinette
Isabelle Faust, Violine
Jean-Guihen Queyras, Violoncello
Pierre-Laurent Aimard, Klavier


Alban Berg: Vier Stücke für Klarinette und Klavier op. 5
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Violoncello
Elliott Carter: Epigrams
Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps

Das Ende der Zeit

Faust, Queyras, Widmann, Aimard: In dieser deutsch-französischen Kooperation haben sich vier herausragende Solist:innen zu einem Quartett der Extraklasse zusammengefunden. Das zentrale Werk des Abends ist Olivier Messiaens bewegendes »Quatuor pour la fin du temps«, das der Franzose unter prekären Umständen als Kriegsgefangener in Görlitz komponierte.

So erklärt sich auch die außergewöhnliche Kombination aus Violine, Cello, Klarinette und Klavier – andere Instrumente gab es in dem Kriegsgefangenenlager schlichtweg nicht. In seiner schwersten Stunde komponierte Messiaen eines seiner größten Werke und sann über das Ende der Zeit nach. Zum 80. Jubiläum der Uraufführung haben die vier Musiker:innen dieses monumentale Quartett bereits einmal gemeinsam gespielt – und zwar am Ort seiner Entstehung. Nicht nur Messiaens Werk passt zum Motto »Ende« des Internationalen Musikfests, auch Elliott Carters »Epigrams« fügen sich perfekt ein: Die zwölf kurzen Stücke zählen zu den letzten, die der Komponist vor seinem Tod zu Papier brachte.

In den weiteren Stücken des Abends finden sich die Musiker:innen in unterschiedlichen Konstellationen zusammen. Bei Alban Bergs kurzen Vier Stücken op. 5 für Klarinette und Klavier treten Jörg Widmann und Pierre-Laurent Aimard in den Dialog, während Isabelle Faust und Jean-Guihen Queyras gemeinsam Maurice Ravels bahnbrechende Sonate für Violine und Cello spielen.

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Konzertante Aufführung

Wagner: Götterdämmerung / Kent Nagano

Dresdner Festspielorchester
Concerto Köln
Festspielchor der Richard-Wagner-Akademie
Young Woo Kim, Siegfried
Johannes Kammler, Gunther
Daniel Schmutzhard, Alberich
Patrick Zielke, Hagen
Åsa Jäger, Brünnhilde
Sophia Brommer, Gutrune
Olivia Vermeulen, Waltraute
Jasmin Etminan, Erste Norn
Marie-Luise Dreßen, Zweite Norn
Valentina Farcas, Dritte Norn
Ania Vegry, Woglinde
Ida Aldrian, Wellgunde
Eva Vogel, Floßhilde


Richard Wagner: Götterdämmerung / Ein Vorspiel und drei Aufzüge WWV 86D
Konzertante Aufführung in deutscher Sprache mit Übertiteln
Das Konzert findet mit zwei Pausen statt.

Ring-Finale

Die »Götterdämmerung« bildet nicht nur den fulminanten Abschluss von Richard Wagners »Ring«-Tetralogie. Mit der Oper, in der die Götterburg Wallhalla niederbrennt, der Held Siegfried und die Walküre Brünnhilde ihrem Schicksal erliegen und der sagenumwobene Ring an die Rheintöchter zurückkehrt, steuert nun auch ein ganz besonderes Projekt auf seinen Höhepunkt zu: der »Ring des Nibelungen« in historisch informierter Aufführungspraxis.

Unter dem Titel »The Wagner Cycles« haben der ehemalige Hamburger Generalmusikdirektor Kent Nagano sowie die Dresdner Musikfestspiele unter Intendant Jan Vogler seit 2023 den gesamten »Ring« im Kontext seiner Entstehungszeit neu erarbeitet und in ein authentisches Klanggewand gehüllt. Neben der Rekonstruktion der historischen Instrumente und ihrer Spielweisen steht dabei auch die Wiederentdeckung des Gesangs- und Sprechstils der Wagner-Zeit im Mittelpunkt.

Erste Früchte dieses aufwendigen Unterfangens konnte man in der Elbphilharmonie bereits mit der Aufführung der »Walküre« beim Internationalen Musikfest 2024 bestaunen, die für alle Beteiligten zum Triumph wurde. Exakt 150 Jahre nach der Uraufführung des »Rings« in Bayreuth und passend zum diesjährigen Musikfest-Motto »Ende« folgt nun also mit der »Götterdämmerung« das große Finale, für das Kent Nagano noch einmal an seine alte Wirkungsstätte Hamburg zurückkehrt.

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Konzert

Konzerthausorchester Berlin / Alice Sara Ott / Joana Mallwitz

Konzerthausorchester Berlin
Alice Sara Ott, Klavier
Dirigentin: Joana Mallwitz


Ludwig van Beethoven: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 c-Moll op. 37
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Visionär

Joana Mallwitz hat als neue Chefdirigentin des Berliner Konzerthausorchesters einen Hype entfacht, der soeben mit einem Opus Klassik besiegelt wurde. Beim Hamburger Gastspiel zelebriert sie Mahlers Fünfte — genau, die mit dem traumschönen Adagietto.

»Die Fünfte ist ein verfluchtes Werk. Niemand kapiert sie«, schimpfte Gustav Mahler. Das war 1905, die 1904 uraufgeführte Sinfonie war in Hamburg gerade auf wenig Zustimmung gestoßen. Wie überhaupt Mahler zu seinen Lebzeiten vor allem als Dirigent gefeiert wurde; als Komponist überforderte er mit seinen weltumspannenden musikalischen Visionen das Publikum seiner Zeit. Mittlerweile weiß man Mahlers Sinfonien längst zu schätzen – gerade seine grandiose Fünfte, die heute seine beliebteste ist. Im Programm des Konzerthausorchesters Berlin erklingt das Meisterstück zusammen mit einem weiteren visionären Werk: Ludwig van Beethovens sinfonischem Dritten Klavierkonzert. Unter Leitung seiner Chefdirigentin Joana Mallwitz und mit Alice Sara Ott am Flügel lädt das Orchester zu einem Gipfeltreffen der Visionäre ein.

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Konzert

»Urlicht Primal Light« – Gustav Mahler goes Circus

Circa, Circus Company
Musicbanda Franui
Zartinka
Yaron Lifschitz, Regie, Licht
Andreas Schett, Musikalische Leitung, Komposition
Markus Kraler, Musikalische Bearbeitung, Komposition
Mark Middleton, Licht
Libby McDonnell, Kostüm


»Urlicht Primal Light«
Gustav Mahler goes Circus

Manege frei!

So hat man die Musik von Gustav Mahler noch nie erlebt! Das Tiroler Kammerensemble Franui, das gerne die Grenzen zwischen Klassik und Volksmusik verwischt, präsentiert seine Lieder ohne Gesang, dafür mit Bläsern, Streichern, Harfe und Hackbrett. Dazu vollführen die weltweit gefeierten australischen Akrobat:innen vom Circa Contemporary Circus aus Brisbane schwerelos-anmutige Choreografien — ein höchst ästhetisches modernes Tanztheater mit beiläufig eingewobener, atemberaubender Artistik.

»Was Franui mit Mahler gelingt, macht Circa mit dem Zirkus – aus den Traditionen neu komponieren, respektvoll aber innovativ, auf der Suche nach neuen Arten von Poesie. Gemeinsam erschaffen wir in Urlicht Primal Light eine Sinfonie aus Körpern und Musik«, sagt Yaron Lifschitz, Leiter von Circa. Seit 20 Jahren begeistert seine Kompagnie weltweit mit aufregenden Shows, häufig bewegen sich die Akrobat:innen zu klassischer Musik.

Musicbanda Franui bringt in das Projekt seine »Mahlerlieder« ein. Das Ensemble stammt aus einem kleinen österreichischen Ort in der Nähe von Mahlers letzter Sommerresidenz. In der Naturidylle der Alpen, wo zahlreiche Werke des Komponisten entstanden, fühlen sich die Musiker:innen dem Komponisten nahe. Mit ihrem besonderen Sound aus Bläsern, Streichern und Saiteninstrumenten wie Harfe, Zither und Hackbrett erzählen sie eine Liedauswahl von Mahler neu, ohne Gesang, dafür mit Freude an »ihren stets überraschenden Wendungen und der Gleichzeitigkeit von heiligem Ernst und weltlichem Gelächter«, so Andreas Schett von Franui.

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Konzert

Kian Soltani / Ensemble Shiraz

»Persian Night« – Traditionelle persische Musik

Ensemble Shiraz
Kian Soltani, Violoncello
Khosro Soltani, Ney, Duduk
Hossein Behroozinia, Oud
Naghib Shanbehzadeh, Schlagwerk


Persische Familienbande

Der diesjährige Elbphilharmonie-Residenzkünstler Kian Soltani taucht für sein letztes Konzert der Saison in die klassische persische Musik und damit in seine Familiengeschichte ein. Soltanis Eltern kamen in den 1970er Jahren nach Österreich, um Musik zu studieren. Sein Vater Khosro Soltani beherrscht sowohl Fagott und Blockflöte als die persischen Blasinstrumente Ney und Duduk. Mit diesen spielt er im Ensemble Shiraz – das seit einigen Jahren immer wieder gemeinsame Konzerte mit Kian Soltani am Cello gibt und 2026 Teil des Elbphilharmonie Community-Projekts »Lost & Found« ist.

»Persische Musik hat etwas sehr Spielerisches für mich«, sagt Kian Soltani. Mit improvisierten Teilen und zahlreichen Verzierungen und Ornamenten ist sie freier als die klassische Musik und mindestens so kunstvoll. Neben den Blasinstrumenten dürfen natürlich die Laute Oud und Percussion nicht fehlen.

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Klavierkonzert

Arcadi Volodos / Klavierabend

»It’s About Time«

Arcadi Volodos, Klavier

Frédéric Chopin:
Mazurka h-Moll op. 33/4
Mazurka e-Moll op. 41/2
Mazurka f-Moll op. 63/2
Prélude cis-Moll op. 45
Sonate b-Moll op. 35
Franz Schubert: Sonate B-Dur D 960

Musik für die Ewigkeit

Berühmt geworden ist der russische Pianist Arcadi Volodos mit hypervirtuosen eigenen Transkriptionen großer Orchesterwerke. Dass er sich aber ebenso in hochromantischen, gefühlvollen Gefilden zuhause fühlt, beweist nun sein Solo-Rezital im Großen Saal der Elbphilharmonie.

Im Fokus steht zunächst Frédéric Chopin, der den polnischen Nationaltanz Mazurka von den Dorfplätzen in die Salon-Kultur Europas einführte. Unter seinen Händen wurde der holprige Tanz zu eleganten Miniaturen für Klavier. Auch auf dunkleren Wegen setzte Chopin Maßstäbe für die Ewigkeit: Seine b-Moll-Sonate erlangte nicht zuletzt durch ihren oft in Filmen und bei Staatsbegräbnissen verwendeten Trauermarsch große Bekanntheit.

Nach der Pause erklingt Franz Schuberts raumgreifende letzte Klaviersonate, die durch ihre tiefe Innerlichkeit besticht und einen Gipfelpunkt der romantischen Klavierliteratur darstellt. »Die Tonkunst begrub hier einen reichen Besitz, aber noch viel schönere Hoffnungen«, so steht es auf Schuberts Grabstein. Seine Sonate zeigt, was in diesem viel zu früh gestorbenen Komponisten steckte, der schon in jungen Jahren ein Meisterwerk nach dem anderen schreiben konnte.

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Konzert

Lucienne Renaudin Vary / Jörg Endebrock

Werke für Trompete und Orgel

Lucienne Renaudin Vary, Trompete
Jörg Endebrock, Orgel


Werke für Trompete und Orgel von Petr Eben, Giuseppe Torelli, George Gershwin, Astor Piazzolla u.a.

Zwischen Himmel und Jazz

»Als würde ein Engel Trompete spielen«, titelte das Abendblatt bei ihrem Auftritt in der letzten ProArte-Saison. Und auch als Turmbläserin von St. Michaelis hatte Lucienne Renaudin Vary bereits einen ehrenvollen Auftritt. Wenn sie in dieser Saison an der Seite von Michelkantor Jörg Endebrock zurückkehrt, darf man sich auf ein abwechslungsreiches Programm freuen. Die junge französische Trompeterin begeistert stets mit ihrem schlanken Ton, ihrer natürlichen Musikalität und ihrem mühelosen Wandeln zwischen den Genres. Heute Klassik, morgen Romantik, übermorgen Jazz – und manchmal auch alles in einem Konzert. Für den sommerlichen Abschluss des Michel-Abos spannt sie einen weiten musikalischen Bogen von Torelli und Marcello bis zu Gershwin und Piazzolla.

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Konzert

Ensemble Resonanz / RIAS Kammerchor Berlin / Justin Doyle

Ensemble Resonanz
RIAS Kammerchor Berlin
Dirigent: Justin Doyle


Ralph Vaughan Williams: Fantasia on a Theme by Thomas Tallis
Hubert Parry: Songs of Farewell (Auswahl):
My Soul, There Is a Country
I Know My Soul Hath Power to Know All Things
Never Weather-Beaten Sail
Lord, Let Me Know Mine End
Edward Elgar: Introduction und Allegro für Streichorchester op. 47
Joanna Marsh: Threadlands (Libretto: Mark Fiddes

Englands Musiktradition gleicht einem Pergament, auf dem sich über die Jahrhunderte Stimmen überlagern – von der Renaissance bis in die Gegenwart, von Thomas Tallis über Edward Elgar bis Joanna Marsh. Der RIAS Kammerchor aus Berlin und das Ensemble Resonanz lassen diese Schichten erklingen und widmen sich im Rahmen des Internationalen Musikfests den Fragen nach Abschied und Vergänglichkeit. Ein Abend von requiemhafter Tiefe, an dem Vergangenes nachhallt und das Jetzt innehält.

Vaughan Williams schöpft in seiner »Fantasia on a Theme of Thomas Tallis« aus den Tiefen der englischen Chormusik des 16. Jahrhunderts und verwandelt ein Lied aus ferner Zeit in ein schwebendes, sphärisches Klanggeflecht, das den Raum mit einer fast meditativen Weite erfüllt. Hubert Parrys »Songs of Farewell« sind von einer anderen Art des Nachhalls geprägt – sie tragen die Melancholie eines Abschieds in sich. Die eindringlichen Chorlieder verweben Psalmen mit englischer Poesie und verdichten sich zu einem ergreifenden Zwiegespräch über Vergänglichkeit, Trauer und Trost. Dagegen bricht Edward Elgars »Introduction and Allegro« mit wilder Energie hervor, eine »regelrechte Teufelsfuge mit allen möglichen Späßen und Kontrapunkten«. Joanna Marshs neues Werk »Threadlands« erzählt von den feinen Fäden, die Menschen auch über Distanzen und Brüche hinweg miteinander verbinden – unauflöslich verknüpft.

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Szenisches Konzert

»Lost and Found«

Ein szenisches Konzert mit Musik, Texten und Videos zum Thema »Verlust und Hoffnung«

Community-Ensemble
Ensemble Shiraz
Kian Jazdi, Musikalische Leitung
Aram Tafreshian, Regie
Susanne Brendel, Video
Charlotte Beinhauer, Dramaturgie
Viktoria Holenok, Regie-Assistenz
Selina Pilz, Musikalische Assistenz


Eine musikalische Performance mit Texten, Videos und Kompositionen des Community-Ensembles von und mit Menschen aus Hamburg und dem persischen Ensemble Shiraz

Ein Mensch kann so vieles verlieren: Schlüssel oder Kleingeld, die Nerven oder den Mut, Erinnerungen, Heimat, Freiheit. Andererseits kann man auch Hemmungen verlieren, etwas Belastendes hinter sich lassen, um frisch und frei nach vorn zu blicken. Im Projekt der Elbphilharmonie beleuchten kreative Hamburgerinnen und Hamburger ab 16 Jahren diese Themen über mehrere Wochen von verschiedenen Seiten und gemeinsam mit professionellen Künstler:innen. Ihre Ergebnisse stellen sie als Performance im Kleinen Saal vor. Begleitet werden sie dabei vom persischen Ensemble Shiraz, das zwischen der Bewahrung der Tradition und dem Aufbruch zu neuen Ufern steht und das gemeinsam mit Kian Soltani zwei Tage zuvor im Kleinen Saal der Elbphilharmonie auftritt.

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Konzert

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin / Rundfunkchor Berlin / Vladimir Jurowski

Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
Rundfunkchor Berlin
Florian Helgath, Einstudierung
Dirigent: Vladimir Jurowski


Ludwig van Beethoven: Leonoren-Ouvertüre Nr. 1 op. 138
Johannes Brahms: Schicksalslied für Chor und Orchester op. 54
Hans Werner Henze: Sinfonie Nr. 9 für gemischten Chor und Orchester

Nie wieder ist jetzt!

Sieben Häftlinge fliehen während des Nationalsozialismus aus einem Konzentrationslager, nur einer überlebt und tastet sich auf gefährlichen Pfaden in die Freiheit. Den Stoff von Anna Seghers’ Jahrhundertroman »Das siebte Kreuz« nahm Hans Werner Henze als Grundlage für seine Neunte Sinfonie, die »Ausdruck der allergrößten Verehrung für die Leute ist, die Widerstand geleistet haben in der Zeit des nazifaschistischen Terrors und die für die Freiheit der Gedanken ihr Leben gegeben haben«, so der Komponist.

Groß besetzt mit Chor und Orchester liegt eine Assoziation mit Beethovens »Neunter« nahe, aber: »Statt die Freude, den schönen Götterfunken zu besingen, sind in meiner Neunten den ganzen Abend Menschen damit beschäftigt, die immer noch nicht vergangene Welt des Grauens und der Verfolgung zu evozieren, die weiterhin ihre Schatten wirft.« So gewichtig und wichtig wie klanglich eindrucksvoll, erinnert Henze daran, dass die Erinnerung nie ein Ende haben darf.

Stardirigent Vladimir Jurowski und »sein« Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin bereiten das Schwergewicht der zweiten Konzerthälfte musikalisch vor. Beethovens Leonoren-Ouvertüre erzählt von der titelgebenden Heldin, die ihren Geliebten aus politischer Gefangenschaft befreit. Und Brahms setzt sich in seinem »Schicksalslied« zu einem Gedicht von Hölderlin mit himmlisch-paradiesischer Schönheit und den Ungewissheiten und Tragiken des menschlichen Lebens auseinander.

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Konzert

Cembalomania: Accademia Bizantina / Ottavio Dantone

Accademia Bizantina
Valeria Montanari, Cembalo
Stefano Demicheli, Cembalo
Chiara Cattani, Cembalo
Ottavio Dantone, Cembalo und Leitung


Johann Sebastian Bach:
Konzert für drei Cembali C-Dur BWV 1064
Konzert für drei Cembali d-Moll BWV 1063
Konzert für vier Cembali a-Moll BWV 1065
Brandenburgisches Konzert Nr. 5 D-Dur BWV 1050
Konzert für Flöte, Violine, Cembalo, Basso continuo und Streicher a-Moll BWV 1044 »Tripelkonzert«

Maximaler Bach

Ein Cembalo ist nicht genug – bis zu vier dieser historischen Tasteninstrumente bringt der charismatische Dirigent und Cembalist Ottavio Dantone mit seiner Accademia Bizantina auf die Bühne. Denn Johann Sebastian Bach – für Dantone »das maximale Genie der Musik« – schrieb bahnbrechende Konzerte für bis zu vier Solisten.

Mit dem Fünften Brandenburgischen Konzert gilt Bach als Erfinder des Solo-Konzerts für das Cembalo. Doch ein Instrument war ihm nicht genug: Bis zu vier stellte der Komponist auf die Bühne – bis heute sind die gewaltigen Konzerte einzigartig in der Geschichte. Zumal Bach die technischen und klanglichen Möglichkeiten der Cembalos maximal ausreizte

Seit über 40 Jahren setzt sich die Accademia Bizantina für »den aufregenden Klang der Barockmusik« ein und wird in der ganzen Welt für ihre packenden Konzerte auf Originalinstrumenten gefeiert. Fast von Anfang an dabei ist der Cembalist Ottavio Dantone, mittlerweile auch Künstlerischer Leiter des italienischen Ensembles, das er mit seiner immensen Erfahrung und größter Leidenschaft für die Musik leitet.

Einführung mit Daniel Bucurescu
19:00 Uhr / Laeiszhalle, Großer Saal

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Konzert

Sächsische Staatskapelle Dresden / Gautier Capuçon / Daniele Gatti

Sächsische Staatskapelle Dresden
Gautier Capuçon, Violoncello
Dirigent: Daniele Gatti


Richard Wagner: Vorspiel zu »Die Meistersinger von Nürnberg« WWV 96
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Richard Wagner: Vorspiel und Karfreitagszauber / aus der Oper »Parsifal« WWV 111
Claude Debussy: La mer / Drei sinfonische Skizzen

Es wird dramatisch

»Das Cellokonzert von Camille Saint-Saëns ist fantastisch: sehr dramatisch, auf gewisse Weise wirklich theatralisch«, schwärmt Starcellist Gautier Capuçon. Und mit seinem weltweit gefeierten sonor singenden Ton ist der Franzose der perfekte Solist für das romantische Meisterwerk. Dass es darin dramatisch zugeht, kann nicht verwundern: Immerhin schrieb Saint-Saëns elf Opern und damit nur zwei weniger als Opern-Gigant Richard Wagner. Und so passt es gut, dass die beiden Komponisten hier Seite an Seite erklingen – zumal mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden ein Orchester auf dem Podium sitzt, dem die Oper gewissermaßen in die DNA eingeschrieben ist. Doch auch den luziden Glanz von Claude Debussys impressionistischem Klanggemälde »La mer« weiß der Spitzenklangkörper »mühelos exzellent« und »überwältigend schön« (Hamburger Abendblatt) zum Leuchten zu bringen. Ein Abend, den man nicht verpassen sollte! (Und nur am Rande: Auch Debussy war natürlich Opernkomponist.)

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Liederabend

Julian Prégardien / Kristian Bezuidenhout

Julian Prégardien, Tenor
Kristian Bezuidenhout, Hammerklavier


Franz Schubert: Die schöne Müllerin D 795

Wunderschönes Liebesleid

»Hier hört man neben impulsiver Unbedingtheit auch Geisterklänge, zarteste Details, atemberaubende Filigranarbeit.« – die Frankfurter Rundschau kann vor Begeisterung kaum an sich halten in ihrer Rezension zu jener bahnbrechenden Aufnahme von Schuberts »Die schöne Müllerin«, die Startenor Julian Prégardien und Hammerklavierexperte Kristian Bezuidenhout 2024 vorgelegt haben. Mit ihrer Neudeutung dieses berühmten Liederzyklus verwandeln die beiden den kleinen Saal der Elbphilharmonie in eine Herzkammer wunderschönen Liebesleidens.

In 20 Liedern breitet Schubert die Geschichte eines sensiblen jungen Mannes aus, der an einer enttäuschten Liebe zu Grunde geht. Doch auf dem Weg zum tragischen Ende breitet sich als präventive Entschädigung für das fehlende Happy End ein überquellendes Füllhorn exquisiter Liedkunst aus.

Klavier und Stimme verschmelzen dabei zu einer untrennbaren Einheit und sind gleichberechtigt an der Entwicklung der Geschichte beteiligt. Spannend ist nicht nur, dass Bezuidenhout das Publikum am Hammerklavier der originalen Klangwelt von Schubert ganz nahe bringt – auch Prégardien arbeitet mit von ihm selbst entwickelten Verzierungen ganz neue Facetten aus der Musik heraus und schafft so eine Interpretation von nie da gewesener Intensität.

Einführung mit Anne Kussmaul
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzertante Aufführung

Verdi: Messa da Requiem / Daniele Gatti

Sächsische Staatskapelle Dresden
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Eleonora Buratto, Sopran
Elīna Garanča, Mezzosopran
Benjamin Bernheim, Tenor
Riccardo Zanellato, Bass
Dirigent: Daniele Gatti


Giuseppe Verdi: Messa da Requiem

Verdi-Requiem in Starbesetzung

Als »Oper für die Kirche« wird Giuseppe Verdis Requiem gern bezeichnet. Tatsächlich spricht aus seiner monumentalen Vertonung der lateinischen Totenmesse die geballte Erfahrung von mehr als zwanzig großen Opern. Das urmenschliche Ringen mit der eigenen Sterblichkeit — zwischen dem dramatischen »Dies irae« und leuchtender Hoffnung — wird hier geradezu plastisch erlebbar. Erst recht, wenn sich mit Gesangsstars wie Elīna Garanča und dem italienischen Operndirigenten Daniele Gatti eine derartige Traum-Besetzung zusammenfindet wie zum großen Finale des Internationalen Musikfests Hamburg.

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Internationales Musikfest Hamburg

Elbphilharmonie

1.5. bis 3.6.2026



Programmatische Höhepunkte zum Saisonfinale: Die großen Hamburger Orchester und hochkarätige Gäste widmen sich bei dieser Ausgabe mehr als fünf Wochen dem Motto »Ende«.



Seit der Mensch über Raum und Zeit nachdenkt, ist er fasziniert vom Ende – des Weges, des Lebens, der Welt. Kann man es vorausahnen? Wie fällt es aus? Und was kommt danach? Praktisch alle Weltreligionen, Mythen und metaphysischen Philosophien arbeiten sich daran ab, ohne je in die Sphäre finaler Gewissheiten vorgedrungen zu sein. Dabei ist die Musik als flüchtigste aller Künste vielleicht besonders gut geeignet, um über das Ende zu sinnieren. Übrigens: Ein Ende hat auch jede Konzertsaison. Wobei ihr in Hamburg noch »die komprimierte Saison nach der Saison« (Die Welt) folgt, das Internationale Musikfest Hamburg nämlich. Als großes Spielzeit-Finale präsentiert es über den gesamten Monat Mai hinweg besonders prestigeträchtige und thematisch zugespitzte Konzerte, diesmal eben unter dem Motto »Ende«.



Besonders rauschhafte letzte Werke schrieben Komponisten wie Gustav Mahler oder Richard Strauss. Auch Hans Werner Henze, der anlässlich seines 100. Geburtstags im Fokus steht, war bekannt für die übergreifende geistige Dimension seiner Musik. Das Eröffnungskonzert mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester und zahlreichen Gästen nähert sich dem Thema von der christlich-theologischen Seite: Franz Schmidt malte in seinem opulent besetzten, spätromantischen Oratorium »Das Buch mit sieben Siegeln« die biblische Apokalypse gemäß der Offenbarung des Johannes mit extrabreitem Pinsel aus. Wenn das Ende so klingt, darf es gern kommen.



Das vollständige Programm wird voraussichtlich im November 2025 bekanntgegeben.

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Bewertungen & Berichte Internationales Musikfest Hamburg

Ereignisse / Festival Internationales Musikfest Hamburg 1.5. bis 3.6.2026
Ereignisse / Ausstellung Nordart im Kunstwerk Carlshütte 6.6. bis 4.10.2026
Aufführungen / Theater Deutsches Schauspielhaus Hamburg Hamburg, Kirchenallee 39
Familie+Kinder / Freizeit Shape Sport Club Winsen (Luhe), Osttangente 200
Ereignisse / Festival Schleswig-Holstein Musik Festival Lübeck, Parade 1
Ereignisse / Kulturveranstaltung Logensaal Hamburger Kammerspiele Hamburg, Hartungstraße 9-11
Ereignisse / Jazz Cotton Club Hamburg Hamburg, Alter Steinweg 10
Ereignisse / Kulturveranstaltung Museumsschiff Cap San Diego Hamburg Hamburg, Überseebrücke
Ereignisse / Festival Raritäten der Klaviermusik Husum, König-Friedrich V.-Allee
Ereignisse / Kulturveranstaltung Kultur in Neustadt in Holstein Neustadt in Holstein, Am Markt 1
Ereignisse / Messe INC art fair Hamburg Hamburg, Stockmeyerstraße 41
Ereignisse / Festival ProvinzLärm Eckernförde, Reeperbahn 20a
Ereignisse / Kulturveranstaltung Mathilde Café Hamburg, Bogenstraße 5
Ereignisse / Kulturveranstaltung Brakula Hamburg, Bramfelder Chaussee 265
Ereignisse / Kulturveranstaltung Haus Drei Hamburg, Hospitalstr. 107
Ereignisse / Festival Duckstein-Festival Hamburg, Erikastraße 67
Ereignisse / Festival Sommerliche Musiktage Hitzacker Hitzacker (Elbe), Postfach 1264

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