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© Thilo Beu
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Theater Bonn

Wo Bühnenzauber und kulturelle Vielfalt aufeinandertreffen

Im Herzen von Bonn thront ein Ort der kulturellen Begegnung und künstlerischen Darbietungen - das Theater Bonn. Mit einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, präsentiert dieses Theater eine beeindruckende Bandbreite an Bühnenkunst und verzaubert das Publikum durch seine kulturelle Vielfalt.

Das Theater Bonn ist das größte Theater in Bonn und mit rund 500 Veranstaltungen im Jahr eine der Top Kulturstätten der Stadt und Umgebung. Das vielfältige Programm umfasst neben eigenen Produktionen aus Schauspiel, Oper und Musical auch namenhafte Gastspiele aus den Bereichen Tanz und Comedy. Neben dem Opernhaus gehören auch das Schauspielhaus in Bad Godesberg und die an das Opernhaus angeschlossene Werkstattbühne zu den Spielstätten des Theater Bonn.

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt

Das Theater Bonn genießt nicht nur in Bonn, sondern auch international einen hervorragenden Ruf. Mit seinen Kooperationen und Gastspielen trägt es dazu bei, den kulturellen Austausch zu fördern und seine künstlerische Exzellenz einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Bühnenzaubers und erleben Sie unvergessliche Theatermomente, die zum Nachdenken anregen und das Herz berühren.

Kontakt

Theater Bonn
Am Boeselagerhof 1
D-53111 Bonn

Telefon: +49 228 77 8008
E-Mail: theater@bonn.de

Bewertungschronik

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Bewertungen & Berichte Theater Bonn

Oper

Eugen Onegin

Pjotr I. Tschaikowskij (1840 – 1893)

Premiere: 3.3.2024

Lyrische Szenen in drei Akten nach Alexander Puschkin

Konventionen, Alltag, Gewohnheit – das sind die Zutaten eines ereignislosen Lebens, das den Menschen in Tschaikowskijs EUGEN ONEGIN gemein ist. Fernab der Stadt, eingeschlossen in ein ländliches Szenario, kreisen die Figuren der 1879 in Moskau uraufgeführten Oper ausweglos um ihren Alltag, beziehen sich aufeinander – wobei der Titelheld den Kern der miteinander verflochtenen Beziehungen bildet.

Eugen Onegin, ein junger, aristokratischer Dandy, reist mit seinem Freund Lenski aufs Land, um dessen Verlobte Olga zu besuchen. Während Olga sich lebenslustig gibt und ihre verwitwete Mutter Larina wehmütig auf vergangene Zeiten blickt, flüchtet sich Tatjana, Olgas Schwester, in die Lektüre ihrer Bücher. In Onegin sieht Tatjana die Realisation ihrer romantischen Träume und verliebt sich augenblicklich in ihn - doch ihre Gefühle bleiben unerwidert. Provoziert von Onegin und dessen ausgelassenem Tanz mit Olga, fordert Lenski seinen Freund zum Duell, in dem er den Tod findet. Viele Jahre später trifft Onegin, immer noch auf der Suche nach sich selbst, in großer Gesellschaft erneut auf Tatjana, die inzwischen mit dem Fürsten Gremin verheiratet ist. Tatjana und Onegin gestehen sich zwar gegenseitig ihre Liebe, Tatjana bleibt aber ihrem Mann treu. Onegin bleibt allein zurück.

Mit diesen Lyrischen Szenen in drei Akten verzichtet Tschaikowskij auf heroische Stoffe und opulente Bilder. Es sind die kleinen – und großen – Tragödien hinter der bürgerlichen Fassade, eingebettet in Alltäglichkeiten, mit denen der Komponist eines der bedeutendsten Werke der russischen Musikgeschichte schuf.

Inszenierung: Vasily Barkhatov
Bühne: Zinovy Margolin
Kostüme: Olga Shaishmelashvili
Licht: Alexander Sivaev, Jorge Delgadillo
Choreinstudierung: Marco Medved

In russischer Sprache mit Übertiteln in Deutsch und Englisch

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Schauspiel

Bilder deiner großen Liebe

von Wolfgang Herrndorf

Premiere: 8.3.2024

Bühnenfassung von Robert Koall

Es ist Sommer, Isa aus der Psychiatrie ausgebrochen und nun zu Fuß unterwegs auf einer Art Road-Trip durch das Land.
»Die Sterne wandern, und ich wandre auch«, sagt Isa. Sie ist 14 und so viel mehr als das. Man findet in ihr, wenn man will, die ganze Welt. Leichtigkeit und Schwere, Gegenwart und Erinnerung sowie Tod und Leben. »Isabel, Herrscherin über das Universum, die Planeten und alles. Wenn ich will, dass die Sonne steht, steht die Sonne«, behauptet sie, und je weiter man mit ihr barfüßig durch die Welt stapft, desto unzweifelhafter wird diese Aussage. Isa hat ihr eigenes Denken, ihre eigene Realität mit ihren eigenen – oder eben keinen – Regeln. Sie setzt sich dem Leben mit all seinen Facetten schonungslos aus. Jeder Begegnung auf dieser Reise tritt sie mit solch einer unbedingten Intensität, gemischt mit Naivität, Neugierde, Mut, Stärke und Entschlossenheit, gegenüber, dass man staunend danebensteht. Manchmal möchte man warnen und manchmal auch nur bedingungslos miterleben. Ein Binnenschiffer, ein Schriftsteller, ein Kind, ein toter Jäger… – und irgendwo dazwischen Tschick und Maik. Fast zufällig verknüpfen sich an dieser Stelle die beiden Romane Herrendorfs TSCHICK und BILDER DEINER GROßEN LIEBE und bleiben dennoch eigene Werke. Das Mädchen von der Mülldeponie ist nun die Protagonistin und man erlebt aus ihrer Sicht das Treffen auf die beiden Jungs, die mit dem Lada auf dem Weg in die Walachei sind.

BILDER DEINER GROßEN LIEBE ist der letzte und unvollendete Roman des Autors, der diesen durch seine vorangeschrittene Krebserkrankung nicht mehr beenden konnte. An manchen Stellen bleibt BILDER DEINER GROßEN LIEBE fragmentarisch, was Isas Denkweise einmal mehr betont. Isa sei so verrückt wie Büchners Lenz, so verloren wie Robert Walsers Jakob von Gunten und kalt wie Camus‘ Fremder, schreibt Iris Radisch in der Ausgabe DIE ZEIT am 19. September 2014 kurz vor der Veröffentlichung und reiht Herrndorfs Romanfragment in die große Weltliteratur ein.

Das Theater Bonn wird den Text für junge Menschen ab 14 Jahren auf seiner Werkstattbühne inszenieren und ihnen die Möglichkeit geben, diese Reise mit Isa zu machen und mit ihren Fragen und Themen in den Dialog zu gehen.

Regie: Laura Ollech
Musik: Johannes Hofmann
Ausstattung und Video: Djamilja Brandt
Licht: Johanna Salz
Dramaturgie: Susanne Röskens

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Jugendprogramm

Die Zeitmaschine

nach dem Roman von H. G. Wells

Premiere: 6.4.2024

Partizipatives Projekt mit Jugendlichen aus Bonn und Mitgliedern des Schauspielensembles

Ein namenloser »Zeitreisender« erzählt Freunden von seiner Erfindung: einer fahrradähnlichen Maschine, die Vor- und Rückwärtsbewegungen auf der Zeitachse ausführen kann. Während einer Demonstration seines Wunderwerks verschwindet ihr Erfinder und taucht erst acht Tage später wieder auf. Erstaunliches hat er danach aus der Zukunft zu berichten: aus dem Jahr 802701; einer Ära, in der das Land wie ein Paradies aussieht. Der Reisende war vor seiner Expedition felsenfest davon überzeugt, dass der technische Fortschritt den Menschen in der Zukunft rosige Zeiten und allgemeines Glück bescheren wird. Aber was er wirklich vorfindet, entspricht absolut nicht seinen positiven Erwartungen: zwar scheinen für die dort lebenden zutraulichen Eloi alle Menschheitsträume in Erfüllung gegangen zu sein. Doch die Idylle trügt, denn nachts werden die Paradiesischen zum Schlachtvieh der in einer verborgenen Unterwelt arbeitenden Morlocks…

H. G. Wells‘ 1895 erschienener Roman entwirft eine literarische Gegenutopie, die sich apokalyptischer Zukunftsbilder bedient, um eine humane und gerechte Welt im Hier und Heute anzumahnen.

Nach JUGEND OHNE GOTT, UNTERM RAD und DER SCHIMMELREITER inszeniert der Regisseur Dominic Friedel abermals ein partizipatives Projekt mit jungen Menschen aus Bonn und Ensemblemitgliedern des Schauspiels. Dabei werden eigene Perspektiven auf die Geschichte des Stoffes gesucht, spielerisch erarbeitet und anschließend auf die Bühne des Schauspielhauses gebracht.

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Schauspiel

Die Legende von Paul und Paula

von Ulrich Plenzdorf
mit Songs von Gundermann bis Rio Reiser

Paula trifft Paul vor ihrem Wohnhaus. Sie kennen sich nicht und gehen aneinander vorbei. Alles hätte anders laufen können. So ist es oft. Sie arbeitet in einem Supermarkt, ist alleinerziehende Mutter. Auf einer Kirmes lernt sie Colly kennen – nicht gerade ein Hauptgewinn, aber zumindest eine willkommene Ablenkung von ihrem eintönigen Alltag. Und wer weiß, vielleicht ist er ja die große Liebe. Sie wird schwanger, bekommt das gemeinsame Kind im Krankenhaus allein. Der Arzt warnt sie vor einer erneuten Schwangerschaft, schon dieses Kind hat sie kaum überlebt. Wieder zu Hause betrügt Colly sie mit einer andern. Nein, die große Liebe war er nicht. Vielleicht nimmt sie einfach das Angebot des gut situierten, aber deutlich älteren Geschäftsmannes Saft an. Er würde den Kindern ein Vater sein und sie finanziell absichern. Lieben tut sie ihn nicht, verlockend klingt es aber schon, nicht mit allem allein fertig werden zu müssen. Ein Mensch kann doch nicht immer nur schlafen und arbeiten. Einmal will sie aber noch richtig einen draufmachen und geht aus. In einer Kneipe trifft sie ein zweites Mal Paul. Sie verliebt sich und stürzt sich leidenschaftlich in diese Beziehung. Doch Paul ist verheiratet, hat ein Kind. Das Leben meint es wieder nicht gut mit Paula. Sie trennen sich und ihre Verzweiflung macht Paula für einen Moment unaufmerksam. Ein tragischer Unfall verändert alles. Paul hält es in seiner Ehe nicht mehr aus, entscheidet sich für Paula, die er wiedergewinnen kann. Und für beide könnte es jetzt doch endlich wahr werden, das große Glück. Als Paula zum dritten Mal schwanger wird, muss sie eine Entscheidung treffen – und wählt die Hoffnung.

DIE LEGENDE VON PAUL UND PAULA erzählt die Geschichte einer Frau mit unbändigem Lebenshunger in einer Welt, in der man nichts geschenkt kriegt. Trotz der prekären Lebensumstände hält sie an ihrem Traum von Liebe, Unabhängigkeit und Glück fest, egal was es sie kostet.

Regisseur Roland Riebeling studierte Schauspiel an der Folkwang Hochschule Essen. Als Schauspieler arbeitete er u. a. am Theater Oberhausen, am Schauspiel Essen, am Theater Bonn und am Schauspielhaus Bochum. Darüber hinaus ist er regelmäßig in TV- und Kinoproduktionen zu sehen, u. a. im Kölner Tatort oder in der Netflix-Serie How to Sell Drugs Online (Fast). Am Theater Bonn inszenierte er bereits SHAKESPEARES SÄMTLICHE WERKE (LEICHT GEKÜRZT), ISTANBUL und DER HAKEN.

Regie: Roland Riebeling
Musikalische Leitung: Philip Breidenbach
Bühne: Tom Musch
Kostüme: Nini von Selzam
Dramaturgie: Nadja Groß

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Schauspiel

Woyzeck

von Georg Büchner

Jeder Mensch ist ein Abgrund – niemand weiß das so genau wie diejenigen, die unaufhaltsam vor ihm stehen. So wie der mittellose Soldat Woyzeck, der alles Menschenmögliche auf sich nimmt, um seine Freundin Marie und das gemeinsame Kind ernähren zu können. Er ist Handlanger und Barbier seines Hauptmanns und Versuchskaninchen eines Doktors. Durch seine Armut ausgeliefert, erleidet Woyzeck seinen Alltag, der durch Spott, Hetze, Drill, Verachtung und Gewalt bestimmt ist. Seinem Freund Andres ergeht es ähnlich, zumindest die Hoffnung auf eine Revolution von unten gibt dieser aber nicht auf. Marie hofft nur noch selten, die meiste Zeit funktioniert sie. Alleine kümmert sie sich um Woyzecks und ihr Kind, das sie nur spärlich durchbringt. Ihre Nachbarin Margarete ist ihr keine große Hilfe, doch verbirgt sich hinter deren unauffälliger Fassade mehr als man auf den ersten Blick erkennt.

In Büchners Dramenfragment sind alle Figuren Getriebene, sind Unterdrückende und Unterdrückte, Opfer und Täter. Woyzecks Versuch, ein guter Mensch zu sein, scheitert gnadenlos. Immer gehetzter und durch die medizinischen Versuche körperlich und geistig kaum noch zurechnungsfähig, gibt ihm Maries angeblicher Betrug den letzten entscheidenden Stoß in den Abgrund – er fällt und reißt die einzige Person mit hinab, die ihm in einer Welt, in der er als wertlos angesehen wird, einen Wert gegeben hat.

Der Fall Woyzeck ist kein Einzelfall, sondern ein Massenschicksal und gilt für Tausende. Das System der Entmenschung und die Folgen für die Opfer demonstriert Büchner, um dagegen mobil zu machen und im emphatischsten Sinne des Wortes dafür Bewusstsein hervorzurufen.

Sarah Kurze begann als Regieassistentin in Berlin an der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, am Theater an der Parkaue, bei der Gruppe Lovefuckers in den Sophiensælen, dem Thalia Theater Hamburg und dem Deutschen Theater Berlin, an dem sie auch ihre ersten Inszenierungen zeigte. Es folgten Regiearbeiten am Theater Konstanz, dem Deutschen Theater Göttingen und dem Volkstheater Rostock. WOYZECK wird ihre erste Regiearbeit am Theater Bonn.

Inszenierung: Sarah Kurze
Musik: Samuel Wiese
Bühne: Janja Valjarevic
Kostüme: Vanessa Vadineanu
Dramaturgie: Nadja Groß

100 Minuten keine Pause

Geeignet für Schulklassen der Oberstufe.

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Oper

Flight

Jonathan Dove (* 1959)

Oper in drei Akten
Libretto von April De Angelis

Mit FLIGHT hat die Oper Bonn bereits zum dritten Male (nach PINOCCHIOS ABENTEUER und der Uraufführung von MARX IN LONDON) ein Werk des derzeit wohl erfolgreichsten englischen Komponisten Jonathan Dove auf dem Spielplan. Basierend auf dem Text von April De Angelis, führt die Flughafenkomödie – im wörtlichen Sinne – eine »geschlossene Gesellschaft« vor: In einem namenlosen Flughafen als Sammelbecken gestrandeter Reisender, festgehalten durch ein Unwetter, werden sie offenbar: die kleinen und größeren menschlichen Tragödien, Alltagsfluchten und schlussendlich auch die Konfrontation(en) mit sich selbst. Ob Refugee, Controller oder (umsonst) wartende Geliebte – das komödiennahe Kammerspiel über Menschen in Zwangslagen sorgt für eine explosive Mischung, das sich in der nächtlichen Anonymität einer Wartehalle entlädt.

Ursprünglich als Auftragswerk für die Glyndebourne Touring Opera geschrieben, hat sich die chorlose Oper seit der Uraufführung im September 1998 durch das Glyndebourne Festival zu einem international nachgespielten Repertoirewunder entwickelt. Als Ensemblestück konzipiert, verbindet FLIGHT die verschiedensten musikalischen Stilrichtungen und mischt moderne mit traditionellen Opern-Elementen: Damit hat Dove den Beweis angetreten, dass auch zeitgenössische Werke des Musiktheaters sehr wohl ihr Publikum zu finden in der Lage sind.

Musikalische Leitung: Daniel Johannes Mayr
Inszenierung: Adriana Altaras
Bühne: Christoph Schubiger
Kostüme: Nina Lepilina
Video: Rasmus Rienecker
Licht: Boris Kahnert
Dramaturgie: Polina Sandler

In englischer Sprache mit Übertiteln in Deutsch und Englisch

160 Minuten eine Pause

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Schauspiel

Nora oder Ein Puppenhaus

von Henrik Ibsen

Deutsch von Hinrich Schmidt-Henkel

»Von unten ist eine Tür zu hören, die laut ins Schloss fällt.« – So lautet die letzte Regieanweisung in Henrik Ibsens Stück. Nora ist gegangen. Der Ausgang der Geschichte um die Familie Helmer ist bekannt und gehört seit seiner skandalösen Uraufführung zum Theaterkanon.

Zu Beginn führt die Familie Helmer ein nach außen scheinbar glückliches Leben – große Wohnung, tolle Kinder und Rechtsanwalt Torvald Helmer wurde gerade erst zum Bankdirektor befördert. Doch hinter der Fassade verbirgt sich ein Geheimnis: Nora hatte in den ersten Ehejahren eine Unterschrift auf einem Schuldschein gefälscht, um ihrem finanziell angeschlagenen Mann unter die Arme zu greifen. Als dieser nach einigen Intrigen, in die auch der Gläubiger Nils Krogstad und Noras Jugendfreundin Kristine Linde verwickelt sind, von der Schuld erfährt, reagiert er mit wüsten Beschimpfungen und Vorwürfen. Und trotzdem besteht er darauf, die Fassade der Ehe und damit seinen Status aufrechtzuerhalten.

Nora dagegen kommt zu der Erkenntnis, dass sie für ihren Mann bloß dekoratives Beiwerk in seinem Lebensentwurf ist. In acht langen Ehejahren waren der Streit um den Schuldschein und seine Auswirkungen das erste Mal, dass sie sich über ernste Dinge ausgetauscht haben. Acht Jahre lang hat ihr Mann sie behandelt wie eine Puppe und mit ihr gespielt. In diesem Puppenheim kann Nora kein eigenständiger Mensch sein. Sie verlässt ihren Mann und ihre Kinder.

Ibsen schrieb das Stück im Jahr 1879 – also zu einer Zeit, in der eine solch selbstbestimmte Entscheidung einer Frau mit den bürgerlichen Konventionen und patriarchalen Machtstrukturen brach. Den Druck, Normen zu entsprechen und gleichzeitig ein individuell erfülltes Leben zu führen, kennen wir auch heute. Aber reagiert eine Gesellschaft knapp 150 Jahre später tatsächlich anders auf eine radikale Entscheidung, wie sie Nora trifft?

Charlotte Sprenger, 1990 in Hamburg geboren, blickt mehrere Generationen später auf den Theaterklassiker und zieht Parallelen zu heutigen Lebensrealitäten. Nach einem Studium der Angewandten Kulturwissenschaften an der Leuphana Universität in Lüneburg, war Charlotte Sprenger Regieassistentin am Schauspiel Köln, wo sie erste Regiearbeiten realisierte. Im Anschluss inszenierte sie als freie Regisseurin u. a. am Thalia Theater Hamburg, am Deutschen Theater Berlin, am Theater Basel und an den Münchner Kammerspielen. NORA ist ihre vierte Arbeit am Theater Bonn.

Regie: Charlotte Sprenger
Musikalische Leitung: Jones Landerschier
Ausstattung: Maximilian Schwidlinski
Licht: Thomas Tarnogorski
Dramaturgie: Jan Pfannenstiel

120 Minuten keine Pause

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Schauspiel

Die Kinder

von Lucy Kirkwood

Deutsch von Corinna Brocher

Das Physiker-Ehepaar Hazel und Robin wollte sich nach seiner Pensionierung endlich den Traum von einem Häuschen am Meer erfüllen: auf einer Wiese ein paar Kühe, die frische Milch liefern, selbstgezogenes Gemüse und Obst aus dem Garten, ein wenig Yoga und viel Ruhe; so ließe sich der gemeinsame Lebensabend gewiss genießen. Doch dann passiert eine Katastrophe. Ein Erdbeben und ein Tsunami sorgen in einem nahegelegenen Atomkraftwerk für eine Kernschmelze. Beide hatten als Wissenschaftler:innen den havarierten Reaktor konzipiert, das Kraftwerk mit aufgebaut, jahrzehntelang dort gearbeitet. Nun ist ihre Zukunft tatsächlich strahlend, allerdings vor Radioaktivität, wenngleich die Grenzwerte auf ihrem Stückchen Land wundersamerweise noch eben akzeptabel sind. Jetzt versuchen sich beide in ihrer provisorischen Behausung am Rande der Sperrzone, mit Stromrationierung, Wasser- und Nahrungsmittelknappheit zu arrangieren. Dann kommt überraschend Besuch: es ist Rose, eine frühere Kollegin, die damals auch in eine Affäre mit Robin verstrickt war, aber die letzten 38 Jahre in Amerika verbracht hat. Dennoch wittert Hazel sofort Gefahr; doch Rose ist nicht gekommen, um alte Liebschaften aufzuwärmen. Sie will sich ihrer Verantwortung als Nuklearwissenschaftlerin stellen und schlägt Hazel und Robin einen Plan vor, der bei den beiden auf Entsetzen stößt…

Die junge britische Autorin Lucy Kirkwood verhandelt in ihrem Stück in leichtfüßigen Dialogen mit einer guten Portion schwarzen Humors große Themen: Klimawandel, endliche Ressourcen, Liebe, Alter, Tod und die Frage nach der Verantwortung der Alten gegenüber den Jungen. Virtuos verknüpft sie in ihrem Text das Politische mit dem Privaten: Schuldgefühle treffen auf Egoismus, Verantwortungsgefühl auf Erschöpfung, makabrer Witz auf existenzielle Ängste. Während konträre Positionen aufeinanderprallen und Lebenslügen aufgedeckt werden, wird gleichzeitig danach gefragt, welche Verpflichtung wir unseren Kindern gegenüber haben. Was ist der Preis, den sie in Zukunft für den gegenwärtigen Wohlstand zahlen müssen? Was sind wir unseren Kindern schuldig?

Jan Neumann, Jahrgang 1975, absolvierte eine Schauspielausbildung an der Bayerischen Theaterakademie August Everding. Er arbeitet als Regisseur und Autor und inszenierte u. a. am Maxim Gorki Theater Berlin, am Schauspiel Köln und am Schauspielhaus Bochum. Seit der Spielzeit 2013/14 ist er fester Hausregisseur am Deutschen Nationaltheater Weimar. In Bonn hat er bereits UNTERLEUTEN, DER MENSCHENFEIND, KLEINER MANN – WAS NUN? und in der letzten Spielzeit Shakespeares DER STURM als Familienstück inszeniert.

Regie: Jan Neumann
Ausstattung: Dorothee Curio
Licht: Ewa Górecki
Dramaturgie: Carmen Wolfram

95 Minuten keine Pause stroboskopische Effekte

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Schauspiel

Istanbul

Ein Sezen Aksu-Liederabend
von Selen Kara, Torsten Kindermann und Akin E. Şipal

Stellen wir uns Folgendes vor: Das Wirtschaftswunder fand nach dem Zweiten Weltkrieg nicht in Deutschland, sondern in der Türkei statt, und deutsche Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter halfen, die Türkei wieder aufzubauen. Nicht Bonn war die Stadt, die die Neuankömmlinge willkommen hieß, sondern Istanbul. Mit einer bestechend simplen Umkehrung der Perspektive und ausgehend von eigenen Familienerfahrungen und Fragen, die sie sich zum Thema Heimat und Ankommen stellen, erzählen die Regisseurin Selen Kara, der Autor Akın Emanuel Şipal und der Musiker Torsten Kindermann mit ISTANBUL die tragikomische Lebensgeschichte des Bonner Gastarbeiters Klaus Gruber in der fremden und schillernden Metropole. Er muss in den sechziger Jahren Frau, Kinder und seinen geliebten Fußballverein, den 1.FC Köln, zurücklassen und kommt in ein Land, dessen Sprache ihm fremd ist. Seine Frau Luise und die Kinder folgen ihm bald. Anfängliche Schwierigkeiten werden nach und nach überwunden, und die Familie lebt sich ein. Irgendwann sprechen die Kinder besser Türkisch als Deutsch. Die Familie wird in der pulsierenden Stadt heimisch. Dennoch bleibt ein Zwiespalt: Klaus baut weiter am Haus in Bonn, für das er in Istanbul spart, obwohl er nicht mehr ernsthaft vorhat, mit seiner Familie nach Deutschland zurückzukehren. Zwischen Werkbank, Basar, dem bunten Nachtleben und Teehäusern (in denen es nirgendwo handgebrühten Filterkaffee gibt) erleben wir in deutschen Spielszenen den Auswandereralltag, während auf Türkisch die Sehnsucht nach Glück, Liebe und Heimat besungen wird. Im Zentrum stehen die Lieder von Sezen Aksu, der Königin des türkischen Pop, die drei Generationen der türkischen Gesellschaft weltweit begleiten.

Roland Riebeling wurde 1978 in Essen geboren. Er arbeitete am Schillertheater Nordrhein-Westfalen, am Theater Oberhausen, am Schauspiel Essen am Theater Bonn und am Schauspielhaus Bochum. Darüber hinaus ist er regelmäßig in TV- und Kinoproduktionen zu sehen, u. a. seit März 2018 als fester Assistent der Ermittler im Kölner Tatort. Am Theater Bonn inszenierte er bereits SHAKESPEARES SÄMTLICHE WERKE (LEICHT GEKÜRZT).

Inszenierung: Roland Riebeling
Bühne: Thomas Rupert
Supervision Bühnenbild: Isabell Ziegler
Kostüme: Nini von Selzam
Musikalische Leitung: Torsten Kindermann
Licht: Boris Kahnert
Dramaturgie: Nadja Groß
Choreografie: Arzu Erdem-Gallinger

120 Minuten keine Pause

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Schauspiel

Mnemon

von Simon Solberg und Ensemble

Drei Figuren gehen ihrer Arbeit nach. In einem angestaubten und abgegriffenen Raum ordnen, sortieren und verwahren sie Gegenstände, Geschichten und Wissen – und letztlich auch sich selbst. Sie sind die Mnemones: das Gedächtnis unserer Gesellschaft. Als wandelndes Archiv ist ihr Gehirn ihr großes Kapital, mit dem sie den Status Quo aufrecht erhalten. Und ihre Arbeit ähnelt tatsächlich der menschlichen Fähigkeit, Wissen zu konservieren und dem Vorgang des Erinnerns in unserem Gehirn. Unser Gedächtnis ist kein reines Abbild der Vergangenheit, sondern ein Nacherzählen des Erlebten. Doch oft erfinden wir etwas dazu und vergessen anderes wieder. Wir erinnern uns nicht nur, wir bauen Geschichten, aus denen sich unsere Identität zusammensetzt. Aber können wir unserem Gehirn trauen, wenn es sich selbst so hinters Licht führt? Und was geschieht mit den drei Mnemones, als sich eines Tages Fehler einschleichen? Die Fragen und Verzerrungen häufen sich, bis es unausweichlich wird, den Problemen auf den Grund zu gehen. Sie müssen verstehen, wie sie und ihr Gehirn funktionieren.

Regisseur Simon Solberg und sein Ensemble haben sich in ein Netzwerk aus Synapsen und Neuronen begeben, ausgetretene Gedankenpfade erkundet und neue neuronale Verbindungen geknüpft. Mithilfe der Wissenschaft, Fiktion und Philosophie versuchen sie dem Gehirn und dem, was es uns über unser Selbst erzählt, auf die Schliche zu kommen. Was lässt uns Entscheidungen treffen und wieso handeln wir so, wie wir es tun – auch wenn es uns augenscheinlich nicht gut tut? Wie können die Mnemones und wir eine Identität wiederfinden und lernen ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen.

Regie und Bühne: Simon Solberg
Kostüme: Annika Garling
Dramaturgie: Jan Pfannenstiel

90 Minuten keine Pause, stroboskopische Effekte

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Komödie

Der nackte Wahnsinn

von Michael Frayn

»Der nackte Wahnsinn, morgen ist Premiere, wir hatten nur vierzehn Tage zum Probieren, wir wissen überhaupt nicht, wo’s langgeht, aber mein Gott, seien wir ehrlich, wer weiß das schon.« So beschreibt einer der Mitwirkenden die Generalprobe für ein neues Theaterstück, mit dem die Truppe ab morgen eigentlich auf Tournee gehen möchte. Es geht wirklich einiges schief, was auf einer Bühne schiefgehen kann: Verpasste Auftritte, verpatzte Abgänge, vergessene Requisiten, kein Text sitzt, das Spielensemble ist unglücklich und der Regisseur balanciert am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Und dann sind da noch überall Sardinen… Die Probe kommt über den ersten Akt des Werkes nicht hinaus. Sie endet in hoffnungslosem Chaos und einer tiefen Sinnkrise aller Beteiligten.

Diesen Stückbeginn erleben wir in Michael Frayns berühmter Komödie immer wieder; im nächsten Bild nur aus anderer Perspektive – von hinter den Kulissen während der 29. Aufführung auf der Tournee des Ensembles. Die Beziehungen aller Mitwirkenden haben sich verkompliziert, ihre Gefühle füreinander haben sich entweder vertieft oder verschärft, je nachdem. Auf jeden Fall liegen die Nerven blank und gestalten das Bühnengeschehen noch verwirrender und unübersichtlicher: nichts funktioniert wie geplant, nichts läuft so, wie es soll. Der nackte Wahnsinn.

Erst recht nicht bei der nächsten Drehung der jetzt richtig aufdrehenden Komödie – die uns die letzte Aufführung des Werkes zeigt, nun wieder »von vorn« aus Publikumsperspektive. Da ist buchstäblich kein Stein mehr auf dem anderen, kein Text an der richtigen Stelle und kein Auftritt wie erwartet. Der nackte Wahnsinn.

Wer immer schon einmal wissen wollte, was auf und hinter der Bühne alles schiefgehen kann, während die Vorstellung läuft, ist in dieser Inszenierung genau richtig.

Sascha Hawemann, der zuletzt die Uraufführung seines eigenen Theatertextes NOVEMBER und die Inszenierung von Tschechows Klassiker ONKEL WANJA als Regisseur verantwortete, legt nun mit DER NACKTE WAHNSINN seine sechste Arbeit und damit sein Komödiendebüt am Theater Bonn vor.

Inszenierung: Sascha Hawemann
Bühne: Wolf Gutjahr
Kostüme: Ines Burisch
Dramaturgie: Carmen Wolfram

150 Minuten, eine Pause

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Schauspiel

Was fehlt uns zum Glück?

Fragebogen von Max Frisch

»Hätten Sie lieber einer anderen Nation (Kultur) angehört und welcher?« »Wie oft muss eine bestimmte Hoffnung (z. B. eine politische) sich nicht erfüllen, damit Sie die betroffene Hoffnung aufgeben, und gelingt Ihnen dies, ohne sich sofort eine andere Hoffnung zu machen?« »Möchten Sie unsterblich sein?« »Gibt es einen klassenlosen Humor? «

Wie lesen sich die Fragen des berühmten Fragebogens von Max Frisch über 30 Jahre nach seinem Tod und über 50 Jahre nach ihrer erstmaligen Veröffentlichung? Haben diese Fragen überhaupt noch das Potential, uns etwas über die Welt, in der wir leben, herausfinden zu lassen? Schließlich lebte Frisch in einer Zeit ohne Internet, welches auch schon vor ChatGPT auf vermeintlich alles eine Antwort wusste. Außerdem ist Frischs Blick auf die Welt ein dezidiert männlicher, weißer und – wie er auch selbst anmerkte – durchaus chauvinistischer. Ist das zukunftsweisend? Doch die Qualität der Fragen, die Max Frisch formuliert, liegt in ihrer besonderen Intensität. Sie gehen unter die Haut. Der Autor bietet den Lesenden keine Antworten an. Auf die Fragen folgt eine Leerstelle, die gefüllt werden will und vielleicht liegt darin das, was sie zukunftsfähig macht. Max Frisch hat sich als Autor verstanden, der im Dialog mit seinen Lesenden steht.

Der Vorgang des Fragenstellens wird in der Inszenierung von WAS FEHLT UNS ZUM GLÜCK? zu einer Einladung für ein gemeinsames Nachdenken von Ensemble und Zuschauenden. Wir stellen die Fragen, die Antworten dürfen Sie finden. Auf einer performativen Suche zwischen den Fragen der Vergangenheit und den Antworten der Gegenwart steht die Aufforderung im Raum, über die Utopie einer positiven Zukunft nachzudenken.

Mit WAS FEHLT UNS ZUM GLÜCK? stellt sich die Regisseurin Katrin Plötner erstmals dem Bonner Publikum vor. Katrin Plötner studierte Regie am Mozarteum in Salzburg und inszeniert seit 2013 als freischaffende Regisseurin an Stadt- und Staatstheatern im deutschsprachigen Raum, u. a. am Residenztheater München, Schauspiel Frankfurt, Schauspiel Leipzig, Staatsschauspiel Dresden und Nationaltheater Mannheim. Ihre Arbeiten wurden zu renommierten Festivals wie dem Heidelberger Stückemarkt oder den Autor:innentheatertagen in Berlin eingeladen.

Regie: Katrin Plötner
Musik: Frieder Hepting
Bühne: Bettina Pommer
Kostüme: Johanna Hlawica
Licht: Ewa Górecki
Dramaturgie: Sarah Tzscheppan
Choreografie: Zoe Knights

90 Minuten keine Pause

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Schauspiel

Die Glasmenagerie

von Tennessee Williams

Tennessee Williams frühes Kammerspiel ist eine eindringliche Studie über das Verhältnis von Sehnsucht und Wirklichkeit, Lebenslügen und Realitätsflucht, Alltag und Traum:
Die einst umschwärmte Amanda Wingfield lebt mit ihren beiden erwachsenen Kindern in einer kleinen Wohnung in eher ärmlichen Verhältnissen. Seitdem ihr Mann die Familie verlassen hat, stellen sich die drei dem täglichen Überlebenskampf. Der Tristesse des Alltags und der Trostlosigkeit ihrer Lebens-Aussichten entflieht jedes Familienmitglied auf seine eigene Weise: Die Mutter schwärmt von charmanten Verehrern in der verlorenen Zeit ihrer Jugend, in der sie sich gesellschaftlich anerkannt fühlte. Ihr Sohn Tom, der sich Fabrikjobs suchen muss, um die Familie zu ernähren, flüchtet allabendlich in die Traumwelt von Kinofilmen. Er schreibt heimlich Gedichte und will einfach nur weg aus der Enge dieser Existenz. Die gehbehinderte Tochter Laura konzentriert sich auf ihre Sammlung zerbrechlicher Glastiere – ihre Glasmenagerie, die eine eigene phantastische Welt darstellt und sie ihr graues Leben kurzzeitig vergessen lässt. Für sie ist die Mutter auf der Suche nach einem Ehemann und Versorger. Als Tom, auf Amandas verzweifelte Bitten hin, seinen Kollegen Jim O‘ Connor nach Hause mitbringt, erscheint ihr dieser als idealer Heiratskandidat. Doch dann zerbricht, nach anfänglicher Annäherung der beiden jungen Leute, nicht nur eines von Lauras geliebten Glastierchen, sondern auch das fragile Familienkonstrukt, ein Gespinst von Lebenslügen und Verdrängungen.

Inszenierung: Matthias Köhler
Bühne und Kostüme: Ran Chai Bar-zvi
Musik: Philipp Pleßmann
Licht: Ewa Górecki
Dramaturgie: Carmen Wolfram

110 Min. keine Pause

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© Emma Szabó
Schauspiel

Fabian oder Der Gang vor die Hunde

von Erich Kästner

Nachtclubs, Tanzlokale und Kneipen. Grelle Lichter, Kunstateliers und Bordelle. Das Berlin der ausgehenden Goldenen Zwanziger ist anrüchig, exzentrisch und erotisch – die traditionellen Geschlechterrollen werden aufgehoben. Aber neben Lebensgier, Rausch und Weltflucht ist es gleichzeitig geprägt von der Realität: Weltwirtschaftskrise, Massenarbeitslosigkeit und politische Radikalisierung. Die Schrecken des Ersten Weltkriegs sind gerade erst notdürftig verarbeitet, da muss man schon wieder um die Zukunft bangen.

Der promovierte Germanist Jakob Fabian verdingt sich tagsüber als Werbetexter für eine Zigarettenmarke und streift nachts durch das bunte Treiben der Großstadt. Auch er sucht nach Zerstreuung, Betäubung und Zuneigung. Als Moralist – wie er sich selbst bezeichnet – beobachtet er dabei sein Umfeld mit einer ironischen Distanz… und verharrt in seiner Melancholie. Nach einer Reihe von Schicksalsschlägen beginnt Fabians Beobachterposition aber zu bröckeln: Er verliert seine Anstellung. Und die Sehnsucht nach Liebe wird enttäuscht, als sich seine Freundin Cornelia Battenberg für ihre Karriere entscheidet. Sein Freund Labude nimmt sich das Leben, als er erfährt, dass seine Habilitationsschrift angeblich abgelehnt wurde. Fabian – am Boden liegend – gibt sich dennoch alle Mühe, seinen moralischen Werten treu zu bleiben, kann aber den eigenen Idealen nicht Stand halten.

Welchen Wert hat das Individuum in einem System, das vorrangig auf Verwertung ausgelegt ist? Wer vorwärtskommen will, muss sich prostituieren. Und immer damit rechnen, vom Gegenüber für eine bessere Partie abserviert zu werden. Erich Kästner musste seinen hellsichtigen Roman 1931 in einer zensierten Version veröffentlichen, die dennoch den Bücherverbrennungen der Nazis zum Opfer fiel – vor den Augen des entsetzten Autors. 2013 erschien die von Kästner intendierte Version, die eine noch explizitere Sprengkraft bietet.

Martin Laberenz war Regieassistent am Schauspielhaus Bochum und am Thalia Theater in Hamburg, wo er auch seine ersten eigenen Regiearbeiten realisierte. Nachdem er als Hausregisseur an der »Skala« des Centraltheaters Leipzig engagiert war, arbeitet er seit 2012 als freier Regisseur, u. a. am Wiener Burgtheater, Deutschen Theater Berlin, Theater Basel und am Düsseldorfer Schauspielhaus. FABIAN ist seine erste Arbeit am Theater Bonn.

Inszenierung: Martin Laberenz
Musik: Johannes Hofmann
Bühne: Oliver Helf
Kostüme: Adriana Braga Peretzki
Licht: Boris Kahnert
Dramaturgie: Jan Pfannenstiel

ca. 180 Minuten, 1 Pause von ca. 20 Minuten nach 95 Minuten

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1 Kindertheater

Löwenherzen

von Nino Haratischwili / ab 10 Jahren

Bangladesch. Deutschland. Senegal. Mali. Spanien. Frankreich. Indien. Und ein großer Traum. Anand ist acht und möchte Zauberer werden, der beste Zauberer der Welt. Doch momentan arbeitet er in einer Fabrik in Bangladesch. Dort fertigt er Spielzeuglöwen, die in alle Welt verschickt werden. Tagtäglich. Immer wieder. Dabei ist »keinerlei Abweichung von den Arbeitsvorschriften« möglich. Aber für die Verwirklichung seines Traumes braucht er einen Plan. Kurzerhand schreibt er eine Nachricht an »Gott in Europa« und versteckt diese im Bauch eines Löwen. In der Eile näht er zwar das Auge des Löwen schief an, aber es ist der schönste und wichtigste Löwe, den er je gefertigt hat, denn er soll ihm helfen, seiner Familie die Möglichkeit zu verschaffen, ihn zur Schule zu schicken, damit er irgendwann Magier werden kann. Der Löwe mit dem schiefen Auge geht auf die Reise und begegnet dabei verschiedensten Menschen in den unterschiedlichsten Lebensumständen. Alle haben, ähnlich wie Anand, einen Traum, eine Vision und entwickeln in ihrer Situation Kreativität, Mut und Stärke. Egal, wo auf der Welt sie leben.

Die 1983 in Tiflis geborene Theaterregisseurin, Dramatikerin und Autorin Nino Haratischwili hat schon mehrere Preise für ihre Werke erhalten – u. a. den Bertolt-Brecht-Literaturpreis, den Deutschen Buchpreis und den Schiller-Gedächtnispreis. Für ihr »auf zupackende Weise« verfasstes, brandaktuelles und durch die Kunststiftung NRW gefördertes Auftragswerk LÖWENHERZEN wurde sie mit dem Mülheimer KinderStückePreis ausgezeichnet.

Regisseurin Hanna Müller, ebenfalls 1983 geboren, lebt in Hamburg. Stuttgart, Berlin und Basel sind nur wenige ihrer Stationen als Regisseurin. Sie wurde bereits mit einigen ihrer Inszenierungen zum Heidelberger Stückemarkt und zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen. Mit LÖWENHERZEN gibt sie ihr Debüt am Theater Bonn.

Inszenierung: Hanna Müller
Musik: Felix Weigt
Bühne und Kostüme: Nina Gundlach
Licht: Ewa Górecki
Dramaturgie: Susanne Röskens

Dauer: 90 Minuten

ab 10 Jahren

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2 Schauspiel

Unplugged

Ein Liederabend mit den schönsten Songs der letzten fünf Spielzeiten

»Welches Lied war das nochmal am Ende von BROKEN CIRCLE?« »Oder bei UNSERE WELT NEU DENKEN?« Immer wieder erreichten uns in den letzten fünf Jahren solche Zuschriften, als es mit der LINIE 16 zu ALICE ins Wunderland und bis nach ISTANBUL ging. Denn es gibt diese Lieder, die einem einfach nicht aus dem Kopf gehen. Und in vielen Inszenierungen der vergangenen Spielzeiten waren es gerade die Songs und Stimmen der Spielenden, die die Atmosphäre eines Abends entscheidend mitgestaltet haben. Deswegen wollen wir den Start in fünf weitere spannende Jahre als Anlass nehmen, die letzten noch einmal musikalisch Revue passieren zu lassen. In einer konzertanten Aufführung singt das Ensemble des Theater Bonn eine Auswahl der schönsten Songs der letzten Spielzeiten in unplugged Versionen, die so noch nicht zu hören waren. Eine musikalische Zeitreise zu vielleicht schon vergessenen Geschichten und zu zukünftigen wie PAUL UND PAULA und ARCHETOPIA. Hören wir gemeinsam ein wenig in die Zukunft!

Und wenn Sie Lust haben uns zu verraten, welche Lieder Sie unbedingt noch einmal hören möchten und warum, zögern Sie nicht uns ihre Wünsche mitzuteilen, unter: sarah.tzscheppan@bonn.de

Regie und Bühne: Simon Solberg
Musikalische Leitung: Philip Breidenbach
Dramaturgie: Sarah Tzscheppan

ca. 90 Minuten, keine Pausen, stroboskopische Effekte

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Schauspiel

Von Mäusen und Menschen

nach dem Roman von John Steinbeck

Ausgetrocknete Felder, sengende Hitze – wo einst fruchtbare Böden waren, ist nur noch kahle Leere. Inmitten dieser aufkommenden Dürre ziehen George und Lennie, wie so viele andere, auf der Suche nach Arbeit, von einer Farm zur nächsten. Für wenig Geld arbeiten sie dort, wo überhaupt noch etwas wächst, auf fremden Feldern. Doch nur so lange, bis sie eines Tages genug Geld haben werden. Denn sie träumen von ihrem eigenen Stück Land mit einem kleinen Haus, Gemüsebeeten und Kaninchenställen. Immer wieder flüchten sie sich in diesen Traum von der großen Unabhängigkeit, doch die rückt mit jeder neuen Anstellung in weitere Ferne, denn Lennie scheint Probleme nur so anzuziehen. Seine tiefe Sehnsucht nach Nähe kompensiert er, indem er Mäuse, Hunde und alles Weiche streichelt. Doch was er behüten und umsorgen will, zerstört er ungewollt mit seinen kräftigen Händen. George kümmert sich um ihn und stellt dabei seine eigenen Bedürfnisse immer wieder zurück. Eine ungewöhnliche Freundschaft, für die beiden aber das letzte Stück Menschlichkeit in einer entmenschlichten Welt. Als sie auf einer Farm dann den alten Candy kennenlernen und dieser sich finanziell an ihrem Grundstück beteiligen will, scheint ihr Traum endlich zum Greifen nahe. Doch die Begegnung mit dem streitsüchtigen Sohn des Chefs und seiner Frau, die wie Lennie erfolglos nach Nähe sucht, wird für Lennie und George zum Verhängnis.

In VON MÄUSEN UND MENSCHEN verdichtet Literaturnobelpreisträger John Steinbeck das Elend der Großen Depression in Amerika, in der das gnadenlose Recht des Stärkeren gilt, zu einer kleinen, ergreifenden Geschichte. Alle Figuren träumen von einem besseren Leben, doch nicht viele Träume werden wahr in einer Zeit, in der einige wenige viel, die meisten aber nichts haben. Dennoch ist dieses Meisterwerk der amerikanischen Erzählkunst getragen von Hoffnung, Freundschaft und dem nicht zu erschütternden Glauben an das Gute im Menschen.

Hausregisseur Simon Solberg setzt sich in seiner Arbeit kontinuierlich mit politischen und gesellschaftlich drängenden Themen auseinander. In den vergangenen Spielzeiten realisierte er am Theater Bonn u. a. Produktionen wie CANDIDE, UNSERE WELT NEU DENKEN, THE BROKEN CIRCLE, MNEMON und PEER GYNT.

Inszenierung und Bühne: Simon Solberg
Musikalische Leitung: Philip Breidenbach
Kostüme: Annika Garling
Licht: Thomas Tarnogorski
Dramaturgie: Nadja Groß

100 Minuten, keine Pause

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Oper

Frankenstein Junior

Mel Brooks' YOUNG FRANKENSTEIN

Buch von Mel Brooks & Thomas Meehan
Musik & Gesangstexte von Mel Brooks (* 1926)
Originalregie & -choreografie von Susan Stroman
Deutsch von Iris Schumacher & Frank Thannhäuser
Orchestrierung von Doug Besterman & Mark Cumberland

»Theatermagische Momente addieren sich zu einem großartigen Spektakel« - Dietmar Kanthak – General-Anzeiger

Einen »monströsen« Spaß und ebensolche Unterhaltung – das garantiert FRANKENSTEIN JUNIOR aus der Feder des auf Filmparodien spezialisierten Mel Brooks. Basierend auf der gleichnamigen Verfilmung aus dem Jahr 1974 wird der Topos des irren Wissenschaftlers gründlich auseinandergenommen!

Dr. Frederick Frankenstein, erfolgreicher Neurochirurg aus New York, distanziert sich expressis verbis von seinem Großvater – mit der Aussprache seines Namens »Fronkensteen« zeigt er deutlich, dass er nach dem Tod des für Experimente am menschlichen Körper berühmt-berüchtigten Dr. Victor von Frankenstein nicht in diese Fußstapfen treten wird.

Als Frederick in Transsilvanien das Familiengut übernimmt, erwacht jedoch das Interesse an der Arbeit seines Großvaters. Gemeinsam mit dem buckligen Igor und der attraktiven Laborassistentin Inga macht man sich ans Werk, eine Leiche wieder zum Leben zu erwecken – und schafft versehentlich ein Monster …

Mit Nummern wie The Transsylvania Mania, He Vas My Boyfriend und Puttin’ On The Ritz verwandelt das 2007 am Hilton Theatre New York uraufgeführte Musical die Story rund um das Erbe Doktor Frankensteins in eine mitreißende Horror-Parodie – urkomische Verwicklungen und Gruseleffekte inklusive!

Inszenierung: Jens Kerbel
Bühne: Momme Hinrichs
Kostüme: Verena Polkowski
Choreografie: Sabine Arthold
Licht: Max Karbe
Video: Judith Selenko
Soundddesign: Stephan Mauel

In deutscher Sprache

ca. 170 Minuten, eine Pause

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Oper

Madame Butterfly

Giacomo Puccini (1858 - 1924)

Tragedia giapponese in zwei Akten von Giacomo Puccini (1858 - 1924)
Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
nach dem Drama von David Belasco

»Einfach hervorragend!« – Heike Schumacher, Online Musik Magazin
»frenetischer Applaus und Standing Ovations« – Express

Bei ihrer Uraufführung am Teatro alla Scala di Milano am 17. Februar 1904 geriet Giacomo Puccinis bis zum heutigen Tage vielleicht populärste Oper zu einem Fiasko – möglicherweise angestachelt durch eine Intrige lehnte das Publikum diese Tragödie einer Japanerin rundheraus ab – ein Schicksal freilich, das das Stück mit anderen Welthits des Opernrepertoires teilt: auch Georges Bizets CARMEN oder Kurt Weills AUFSTIEG UND FALL DER STADT MAHAGONNY wurden erst allmählich zu dem, was sie heute für die Opernbesucher sind. Giacomo Puccini aber glaubte an das Stück: Meine Butterfly bleibt, was sie ist. Die empfindungsreichste Oper, die ich je geschrieben habe! Er behielt Recht: Schon wenige Monate nach dem Debakel erlebte MADAMA BUTTERFLY in (leicht) abgewandelter Fassung bei ihrer Aufführung am Teatro Grande Brescia einen durchschlagenden Erfolg.

Nagasaki, Japan, um 1900: Pinkerton, Leutnant der amerikanischen Marine, hat sich in die fünfzehnjährige Cio-Cio-San, Butterfly genannt, verliebt. Die Hochzeit nach japanischem Ritual ist für ihn indes nur eine formale Farce und schon wenig später ist sein menschliches Spielzeug mit dem gemeinsamen Sohn wieder allein. Drei Jahre später kehrt er nach Japan zurück, nicht aber ihretwegen. Mit seiner neuen Frau will er das Kind abholen und es zu sich nach Amerika nehmen. Cio-Cio-San nimmt sich das Leben.

Musikalische Leitung: Dirk Kaftan, Hermes Helfricht
Inszenierung: Mark Daniel Hirsch
Licht: Max Karbe
Bühnenbild: Helmut Stürmer
Kostümbild: Dieter Hauber
Choreinstudierung: Marco Medved

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

170 Minuten, eine Pause nach ca 50 Minuten

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Oper

María de Buenos Aires

Astor Piazzolla (1921 – 1992)

Operita in zwei Teilen
Libretto von Horacio Ferrer

Astor Piazzolla, der im Jahr 2021 seinen hundertsten Geburtstag gefeiert hätte, bekam bereits als Achtjähriger von seinem tangobegeisterten Vater ein Bandoneon geschenkt. Die Familie war vier Jahre zuvor nach New York emigriert, und der kleine Astor sperrte das Geschenk zunächst in den Kleiderschrank, da er voller Widerwillen gegen die Tangomusik war, die sein Vater praktisch jeden Abend hörte. Nach eigenen Angaben entdeckte er Musik erst, als er im Hinterhof einen Pianisten üben hörte. Dieser Pianist, Bela Wilde, ein Rachmaninoff-Schüler, wurde darauf Astors erster Lehrer und erarbeitete mit ihm die Werke Johann Sebastian Bachs auf dem Bandoneon.

Als junger Mann zurück in Argentinien spielte Piazzolla in den Orchestern von Tango-Größen wie Aníbal Troilo, glücklich, „aus allen diesen Quellen trinken zu dürfen“. Zeitgleich nahm er Kompositionsunterricht bei Alberto Ginastera, bevor er fünf Jahre später 1946 sein erstes eigenes Tango-Orchester gründete. Ermuntert von einem Studienaufenthalt 1954 bei Nadia Boulanger in Paris, schreibt er Tangos als Konzertmusik und gründet dafür 1955 in Buenos Aires sein Octeto Buenos Aires, was als Geburtsstunde des tango nuevo gilt.

Heute ist Piazzollas Musik aus dem Konzertrepertoire nicht mehr wegzudenken. Auch seine im Jahr 1968 uraufgeführte Tango-Oper MARÍA DE BUENOS AIRES hat in den letzten zwanzig Jahren geradezu einen Siegeszug durch die europäischen Opernbühnen und Konzertsäle gemacht. Das von seinen Schöpfern liebevoll-spöttisch als Werkchen bezeichnete Stück (daher der Ausdruck operita) mit dem anspruchsvollen poetischen Libretto von Horacio Ferrer handelt von Liebe und Tod (wie wohl jede Oper), Tango und Buenos Aires, herausgearbeitet am exemplarischen Frauenschicksal der Maria aus Buenos Aires. Neben dem Tango spielt die Musik sowohl mit volkstümlichen Formen wie Milonga und Ballade, als auch Formen und Themen aus der klassischen Musik wie Fuge, Toccata, Miserere oder dem abschließenden Tangus Dei.

Nach zwei erfolgreichen Spielzeiten 2015/16 und 2016/2017 und einer Radioübertragung im Deutschlandfunk ist MARÍA DE BUENOS AIRES wieder am Theater Bonn zu erleben. María wird wieder von Luciana Mancini gesungen, die mit dieser Partie ihr umjubeltes Rollen- und Hausdebüt am Theater Bonn feiern durfte.

Johannes Mertes übernimmt die fünf verschiedenen Rollen, die das Libretto für den männlichen Gesangspart vorsieht. Die Sprechrolle des Duende wird wieder Daniel Bonilla-Torres verkörpern, dem diese Partie nach ungefähr 300 Aufführungen auf der ganzen Welt wohl zur zweiten Natur geworden ist.

Musikalische Leitung: Daniel Johannes Mayr
Licht: Friedel Grass

In spanischer Sprache mit Übertiteln in Deutsch und Englisch

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Schauspiel

Unsere Welt neu denken

Eine Einladung / nach Maja Göpel

Vier Forscherinnen und Forscher untersuchen in ihrem Labor die Konfliktlinien unserer Zeit: Die einen wollten die Welt retten, und die anderen einfach nur ins Büro. Doch im Grunde geht es allen um die Sicherung ihrer Existenz und der ihrer Kinder. Mithilfe ihrer Daten wollen sie die Zukunft der Menschheit und des Planeten berechnen, doch die Messkurven geraten aus dem Gleichgewicht und das Ergebnis ist, dass die menschliche Zivilisation innerhalb der nächsten hundert Jahre in sich zusammenbricht.

Um herauszufinden, wo der Fehler im System liegt, begibt sich das Forschungsteam auf eine Zeitreise durch unsere ökonomische Ideengeschichte. Sie treffen auf Galileo Galilei und Adam Smith, auf Großindustrielle und Nationalsozialist*innen und werden Zeuge der Erschaffung des Homo Oeconomicus – der zentralen Denkfigur der Wirtschaftswissenschaften.

Maja Göpels Sachbuch UNSERE WELT NEU DENKEN lädt dazu ein, unser auf stetiges Wachstum ausgerichtete Bild von Wirtschaft und Umwelt zu hinterfragen und nach gemeinsamen Lösungen zu suchen, die Zukunft unseres Planeten in die eigene Hand zu nehmen. Denn bei all unserem Wissen über Klimawandel und soziale Ungerechtigkeit, scheinen wir doch noch immer in starren Strukturen des Denkens festzustecken, die es aufzubrechen gilt. Das Forschungsteam auf der Bühne folgt dieser Einladung und durchläuft eine musikalische Odyssee auf den Spuren unseren ökonomischen Denkens.

Auch Simon Solbergs Inszenierung steht dabei ganz im Sinne der Nachhaltigkeit. Bühnen- und Kostümbild werden möglichst ressourcenschonend hergestellt und die CO2-Bilanz der gesamten Theaterproduktion ausgewertet.

Simon Solberg ist seit der Spielzeit 2018/2019 Hausregisseur am Theater Bonn. In dieser Zeit inszenierte der gebürtige Bonner u.a. die Publikumserfolge CANDIDE, LINIE 16 und DIE RÄUBER. In selbiger Funktion war er bereits am Nationaltheater Mannheim und am Theater Basel tätig. Zudem verwirklichte Solberg weitere Arbeiten u.a. am Schauspiel Frankfurt, am Münchner Volkstheater, am Deutschen Theater Berlin, am Düsseldorfer Schauspielhaus, am Schauspiel Köln und am Staatsschauspiel Dresden.

Inszenierung und Bühne: Simon Solberg
Kostüm: Katja Strohschneider
Licht: Sirko Lamprecht
Dramaturgie: Jan Pfannenstiel

90 Minuten, keine Pause

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Schauspiel

Brundibár | Überleben. Monolog.

von Hans Krása | Lisa Sommerfeldt

BRUNDIBÁR
von Hans Krása (1899 - 1944)
Text von Adolf Hoffmeister
Deutsche Fassung für das Theater Bonn von Pavel Kunz,
Ulrike Gmeiner, Ekaterina Klewitz, Šárka Grondžel

ÜBERLEBEN.MONOLOG
Rahmenerzählung zur Geschichte der Oper BRUNDIBÁR
von Lisa Sommerfeldt (*1976)

Aninkas und Pepíčeks Mutter ist krank. Die beiden Geschwister gehen auf den Markt, um für sie Milch zu kaufen. Doch sie sind arm und haben kein Geld, um die Milch zu bezahlen. Als sie beobachten, wie die Menschen dem Leierkastenmann Brundibár Münzen zuwerfen, haben sie eine Idee. Sie stellen sich an die andere Ecke des Marktes und fangen an zu singen. Aber keiner bleibt stehen, keiner gibt ihnen Geld. Ihre zwei Kinderstimmen sind nicht in der Lage, den Leierkastenmann zu übertönen. Es kommt sogar noch schlimmer. Brundibár, erbost über die Konkurrenz, vertreibt Aninka und Pepíček vom Markt. Als sie nicht mehr weiter wissen, bekommen sie unerwartet Hilfe von einem Spatz, einer Katze und einem Hund. Die Tiere trommeln alle Kinder der Nachbarschaft zusammen und nun ist der Chor nicht mehr zu überhören. Ganz schnell füllt sich nun der Hut mit Münzen. Brundibár will sich noch nicht geschlagen geben, hat aber ganz offensichtlich den Zusammenhalt der Kinder unterschätzt. Das Böse, Hinterhältige wird besiegt, in dem man sich gegenseitig hilft. Dann können auch viele schwache Menschen (und Tiere) durch die Kraft ihrer Freundschaft selbst den vermeintlich Stärkeren besiegen. Diese scheinbar einfache Moral bekommt vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte von BRUNDIBÁR eine tiefere Dimension: Hans Krása komponierte die Oper 1938 in Prag. Uraufgeführt wurde sie aber erst nach seiner Deportation 1943 in Theresienstadt, wo sie insgesamt 55 Mal gespielt worden ist. Die Kinder, die damals mitsangen, durften immerhin während der Aufführung den gelben Stern zur Seite legen.

Musikalische Leitung: Ekaterina Klewitz
Inszenierung: Mark Daniel Hirsch
Ausstattung: Regina Rösing
Licht: Friedel Grass

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Musik

Max Mutzke & Friends Meet Special Guest

Quatsch keine Oper

Leidenschaft und Talent kann man nicht wirklich erlernen – entweder man besitzt das nötige Entertainment-Handwerkszeug oder eben nicht. Dass Max Mutzke im Überfluss über die Gabe verfügt, sein Publikum in Bann zu ziehen, hat das deutsche Ausnahmetalent bereits mehr als eindrucksvoll unter Beweis gestellt. In einer QUATSCH KEINE OPER!-Reihe ist er längst nicht mehr wegzudenken! Und nicht nur ihm scheint die Bonner Opernbühne zu gefallen. Auch seinem Publikum macht er eine große Freude damit, immer wiederzukommen und stets mit einem anderen hochkarätigen Überraschungsgast im Gepäck. Thomas Quasthoff, Andreas Kieling, Barbara Schöneberger, Stefan Raab und zuletzt die SWR-Bigband waren bisher seine Gäste: Drum lassen wir uns überraschen, wer beim nächsten Mal mit Max Mutzke auf der Bühne stehen wird.

Eines ist dabei sicher, auch dieser Abend verspricht glorreich, harmonisch, überwältigend, beeindruckend, musikalisch, leidenschaftlich, überraschend und vieles mehr zu werden. Die Rezeptur für solch einen Abend lautet wie immer: Jazz, Soul, Funk, Blues und Pop. Kennzeichnend für Max Mutzkes Vorzeigekarriere ist nicht nur eine ständige künstlerische Weiterentwicklung mit mehr als beachtlichen Chartplatzierungen. So lieferte er beispielsweise mit „Marie“, der ersten Single seines dritten Albums „Black Forest“ seinerzeit die erfolgreichste Single seit seinem Debüt „Can’t Wait Until Tonight“ ab. Mutzke ist aus der heimischen Medienlandschaft schon seit geraumer Zeit nicht mehr wegzudenken.

Auch sonst gestaltet sich Max Mutzkes bisherige Erfolgsstatistik um einiges eindrucksvoller und ungewöhnlicher, als man es üblicherweise von einem gemeinen Ausnahmetalent erwarten würde: Stolzer Gewinner der renommierten „SSDSGPS“-Show, Eins Live Krone für die beste Single, Platz 8 beim Eurovision Song Contest in Istanbul (beides 2004), Goldene Stimmgabel als bester Solist (2005), zahlreiche Auftritte bei Stefan Raabs „TV Total“, „TV Total Jazz Night“, „Schlag den Raab“ sowie als unerschrockener Fahrer bei „TV Total Stockcar Crash Challenge“. Zudem zeichnete Max Mutzke 2010 als Co-Songwriter für den „Unser Star für Oslo“-Finaltitel „I Care For You“ (interpretiert von Jennifer Braun) verantwortlich! Max Mutzke hat sich längst in der deutschen Musiklandschaft als einer der besten Sänger etabliert. Mit seinem Album „Durch Einander“ hat er sogar den Jazz Platin Award bekommen. Er genießt den Respekt des Feuilletons genauso wie den des breiten Publikums oder der hiesigen Musikszene – und das als Musiker wie als Mensch. Er ist überdies der bisher einzige Künstler aus einer Talentshow, der sich in diesem Maße und aufdiesem Niveau etablieren konnte und unabhängig von diesem ursprünglichen Schritt in die Öffentlichkeit eine langjährige und erfolgreiche Karriere aufweisen kann. Ein Höhepunkt seiner preis- und chartgekrönten Karriere waren die beiden Konzerte, die Max Mutzke mit der NDR Radiophilharmonie unter der Leitung von Enrique Ugarte Mitte Januar 2016 im Großen Sendesaal des NDR in Hannover gab. Vor achtzig Musikern seine eigenen Lieblingslieder zu singen, vor einem Orchester aus Virtuosen, die jeder für sich einzigartig und alle zusammen wie eine Einheit musizieren? Ein Ritterschlag, den Sänger normalerweise erst spät in ihrer Karriere erfahren, die „Königsklasse“, wie Max selbst sagt. Nach zwei erfolgreichen Tourneen zu Colors, ging er dann im August 2019 als Sieger der über alle Maßen erfolgreichen Gesangs- und Kostümshow “The Masked Singer” hervor und eroberte dort in einem aufwendigen Astronauten-Kostüm sechs Wochen lang mit gefühlvollen Balladen die Herzen des Publikums im Sturm. Max Mutzke gehört zu den größten Soulstimmen des Landes und wir freuen uns, dass er auch in dieser Spielzeit wieder im Bonner Opernhaus zu Gast sein wird: Wer dann sein „Friends“ sein werden, die er mitbringt, bleibt bis zum „Vorhang auf“ das spannende Geheimnis...

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Familienkonzert

Die fahrende Musikantin

Sitzkissenkonzert 2 | Beethoven Orchester Bonn / 3 bis 5 Jahre

Violine: Alexander Lifland
Klavier: Roman Salyutov
Konzept & Dramaturgie: Lorna Bowden


Kinderalbum op. 39 & weitere Werke von Pjotr I. Tschaikowski (1840-1893)

Fast vergessen ist das russische Märchen von der fahrenden Musikantin und doch kommt uns die Geschichte bekannt vor: Eine mutige Frau reist in ein gefahrenvolles Königreich, um ihren Mann aus der Gefangenschaft zu retten. Das klingt doch fast wie Ludwig van Beethovens Oper Fidelio. Im Sitzkissenkonzert mit märchenhafter Musik aus Pjotr I. Tschaikowskis Kinderalbum ist es am Ende die Kraft der Musik, die geliebte Menschen wieder zusammenführt. Eine Märchenstunde für wagemutige kleine Held*innen.

Dauer ca. 30 Minuten
Ohne Pause

€ 10 / 5 ermäßigt

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Jazz

Tingvall Trio

Mit ihrem Album BIRDS

Im Rahmen der Reihe »Jazz in der Oper«

Das Tingvall Trio feiert 2023 sein zwanzigjähriges Bandjubiläum. Besonders bemerkenswert ist, dass das Trio seit der Gründung bis zum vorliegenden neunten Album, BIRDS, immer in der gleichen Besetzung agiert. Neben dem Pianisten und Namensgeber Martin Tingvall am Piano sind dies Omar Rodriguez Calvo am Kontrabass und Jürgen Spiegel, der für Drums und Percussion verantwortlich zeichnet. Und die Drei in Hamburg ansässigen Musiker haben es geschafft, in diesen vielen Jahren eine Erfolgsgeschichte zu schreiben, die ihresgleichen sucht: mehrere ECHO JAZZ Preise als Ensemble und Live Act des Jahres, insgesamt sechs JAZZ Awards in Gold, zwei Impala Awards für internationale Verkäufe, eine ganze Serie von No.1 Jazz Chart Alben und viermalige hohe Platzierungen in den Deutschen Top 100 Album Charts - im deutschen Jazz durchaus als herausragend zu bezeichnen. Mit BIRDS erreicht diese Entwicklung nun ihren vorläufigen Höhepunkt.

Martin Tingvall erklärt den Titel: »Das Album BIRDS ist den Vögeln gewidmet. Sie sind die Musiker der Natur. Sie umgeben uns tagtäglich mit ihrer Musik und können unglaublich inspirierend sein. Man muss nur genau hinhören. Leider scheinen wir das häufig nicht mehr zu machen, zu viele andere Geräusche umgeben uns und wir werden abgelenkt. Ich hoffe, dieses Album kann dazu anregen, die Umwelt um uns herum anders wahrzunehmen. Ich selber kann schon Veränderungen im Verhalten der Vögel beobachten, die durch die globale Erwärmung bedingt sind. SOS, es ist höchste Zeit, innezuhalten, der Natur zuzuhören und zu handeln.«

Wie immer ist Martin Tingvall für alle Kompositionen verantwortlich, die Stücke wurden aber vom Trio gemeinsam in Proben und Konzerten zur Aufnahmereife in Arrangement und Spiel erarbeitet. Und natürlich findet man auf dem Album wieder Titel mit Ohrwurmcharakter, wie etwa Woodpecker, Hummingbird oder Air Guitar. Wunderbare Balladen wie The Day After mit einem gestrichenen Kontrabass von Omar Rodriguez Calvo, wechseln sich ab mit Stücken wie Africa, das sich in seiner Leichtigkeit sofort in die Gehörgänge schraubt. SOS, der Hilferuf, unserer Erde endlich eine Überlebensperspektive zu geben, bietet virtuosen Tingvall Trio Sound und eine berührende Komposition. Mit seinem Solo – Stück Call For Peace steuert Martin Tingvall abschließend einen besonders introvertierten Moment bei.

Das Trio wird auf einer ausgedehnten Europa Tournee 2023/24, die im Juni bereits mit zwei großen Festival Auftritten beim ELBJAZZ Festival in Hamburg und bei Nils Landgrens JAZZ BALTICA in Timmendorf Fahrt aufnimmt, viele der neuen Stücke vorstellen. Unter www.shop.skiprecords.com kann man den ständig erweiterten Tourplan mit allen Terminen abfragen.

BIRDS wird nicht nur in den herkömmlichen Formaten als 180g LP, CD und Digital veröffentlicht, sondern aus Anlass des zwanzigjährigen Bandjubliläums wird es auch zwei streng limitierte Deluxe Ausgaben im CD und LP – Format geben, denen zusätzlich eine fairproduzierte Baumwoll-Tasche mit Bandlogo, ein Tourpass und ein opulentes 76seitiges Buch mit raren Fotosession - Outtakes, Bandanekdoten und vielen Facts und Fotos aus zwanzig Jahren beiliegt. Außerdem ist es vom Trio handsigniert und erreicht die Fans weltweit nur über diese 300 CD – sowie 200 LP - Deluxe – Boxen.

Die Eintrittskarten für das Tingvall Trio sind auch an den Theaterkassen in Bad Godesberg und Bonn erhältlich.

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Tanz

FND | Aterballetto

DREAMERS: SECUS | »O« | BLISS

Fondaziona Nazionale della Danza / Aterballetto [Italien]

Choreografie: Ohad Naharin, Philippe Kratz & Johan Inger | Musik: Chari Chari, Kid 606 + Rayon, AGF, Chronomad (Wahed), Fennesz, Kaho Naa Pyar Hai, Seefeel, The Beach Boys / Mark Pritchard & The Field / Keith Jarrett

16 Tänzerinnen & Tänzer

SECUS ist eine Performance, die sich mit einem abenteuerlichen musikalischen Mix rühmen kann. Eine Collage aus ungewöhnlichen Klängen von Elektro bis zu den Beach Boys ist der richtige Soundtrack für diese gewagte und außergewöhnliche Choreografie von Ohad Naharin.

Unter unseren ungläubigen Augen drückt ein menschliches Alphabet aus Rassen, Soli, knappen und sauberen Gesten, unterbrochenen Duetten, durch präzise und plötzliche Tritte, gewundene, ausladende Hüften, Torsi, die sich in alle Richtungen drehen wie formbares Gummi, reine Emotionen und Gefühle aus, ohne sentimental zu werden. Freude, Verletzlichkeit, Angst, Unschuld, Verwirrung und Wut spannen einen harmonischen und dynamischen Bogen, der sich zwischen Zartheit und Übertreibung bewegt.

Ohad Naharin dürfte den meisten bereits als Hauschoreograf der Batsheva Dance Company ein Begriff sein. Außerdem ist er der Erfinder der berühmten GAGA-Technik, die inzwischen weltweit verbreitet wird.

Im Sommer 2017 interagierten in Hongkong zum ersten Mal zwei humanoide Roboter miteinander. Jedem wurde klar, dass eine Zukunft, in der alles menschliche Wissen durch kommunizierendes anorganisches Material übertragen wird, in greifbarer Nähe liegt.

»O« kann als die Feier dieses Ereignisses gesehen werden: Zwei Menschen oder zwei Roboter in einem Zustand emotionaler Transzendenz bewegen sich im unendlichen Rhythmus ihrer unaufhaltsamen Herzen zusammen. Das kommt einem auch in den Sinn, wenn Hal 9000, der Computer des Raumschiffs Discovery in Stanley Kubricks Film, trügerisch sagt: »Ich weiß, dass ich in letzter Zeit einige sehr schlechte Entscheidungen getroffen habe, aber ich kann Ihnen voll und ganz versichern, dass sich meine Arbeit wieder normalisieren wird. Ich habe immer noch den größten Enthusiasmus und das größte Vertrauen in diese Mission. Und ich möchte Ihnen helfen.«

Philippe Kratz wurde in Leverkusen geboren und ist seit 2017 nach Stationen als Tänzer in Berlin und Dortmund Choreograf von Aterballetto. Seine Choreografie »O« hat 2018 den ersten Preis der Choreography Dance Competition Hannover gewonnen und Kratz wurde 2019 mit dem Danza&Danza Award als bester Choreograf ausgezeichnet.

BLISS »ist eine Hymne an die Tanzfreude« (La Stampa). Johan Inger konzipiert diese Choreografie inspiriert von dem Köln Concert von Keith Jarrett. Dabei sieht er es als seine choreografische Aufgabe, gemeinsam mit den Tänzerinnen und Tänzern, zu erzählen, wie wir uns zu dieser ikonischen Musik verhalten. »Bei dieser Arbeit«, so Inger, »sind wir alle ›Anfänger‹ – in Bezug auf unsere Interaktion und in Bezug auf die Musik, die dieser neuen Begegnung eine Stimme geben wird«.

Johan Inger war als Choreograf für das Nederlands Dance Theater tätig und im Anschluss daran Künstlerischer Leiter des Cullberg Ballet in Stockholm. Seit 2008 arbeitet er als freier Choreograf mit Compagnien weltweit. Seine Choreografie BLISS wurde mit dem Danza&Danza Award ausgezeichnet und ist fester Bestandteil des Repertoires von Aterballetto.

Aterballetto ist die führende Tanzcompagnie Italiens und die erste Ballettproduktionsorganisation, die 1977 außerhalb der Opernhäuser als alleinstehende Compagnie tätig ist. Seit 2003 entwickelt sie ihre Arbeit unter dem Dach der Fondazione Nazionale della Danza, einem Zusammenschluss aus der Region Emilia-Romagna und der Kommune von Reggio Emilia.

Seit 2017 hat die Compagnie einen neuen Kurs eingeschlagen, der von neuen Leitprinzipien bestimmt wird: Indem sie große Repertoirevorschläge mit theatralischeren Produktionen in Einklang bringt, ohne dabei den Fokus auf junge italienische Künstler zu verlieren, will die Fondazione die Verbreitung einer Tanzkultur in Italien anregen, die die Reichweite des italienischen Tanzes über die nationalen Grenzen hinaus erweitert. Seit 2022 ist FND/Aterballetto das erste und einzige Nationale Zentrum für Choreografbie in Italien.

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Konzert

Seelenwanderung

Freitagskonzert 6 | Beethoven Orchester Bonn

Dshamilja Kaiser (Mezzosopran) | Carl Rumstadt (Bariton) | Nicky Spence (Tenor)
Dirigent: Thomas Guggeis
Einstudierung: Paul Krämer
Philharmonischer Chor der Stadt Bonn e. V. | Karthäuser-Kantorei Köln
Beethoven Orchester Bonn


The Dream of Gerontius, Oratorium op. 38 von Edward Elgar (1857-1934)

Der berühmteste Komponist seines Landes – das galt um 1900 in England noch nicht viel. Aber einer mit Weltgeltung, einer, dem Richard Strauss zuprostete und ihn »Meister« nannte: Darauf konnte sich Edward Elgar etwas einbilden. Mit einem Doppelschlag erschien er auf der Weltbühne, nämlich mit seinen Enigma-Variationen 1899, und dann, pünktlich zur Jahrhundertwende, mit seinem Oratorium The Dream of Gerontius. Es war übrigens nach dessen deutscher Erstaufführung in Düsseldorf 1902, als der Komponist des Zarathustra und des Till Eulenspiegel den besagten Toast anstimmte!

Ein neues Oratorium im Land der Chöre, im Land, das die Geburt von Händels Messias und Mendelssohns Elias erlebt hatte: Das sorgte für Aufsehen, und obwohl die Uraufführung aufgrund mangelnder Vorbereitung in Elgars Augen zu einem Desaster geriet, wurde das Werk von Beginn an vom Publikum und der Kritik begeistert gefeiert!

In unseren Aufzeichnungen der letzten 20 Jahre ist das Werk nicht zu finden – ein Grund mehr, es zu Karfreitag aufs Programm zu setzen. Thomas Guggeis, einer der absoluten Shootingstars der internationalen Szene, hat es sich für sein Debüt beim Beethoven Orchester Bonn gewünscht. Guggeis ist frischgebackener Chef an der Frankfurter Oper, und das im jugendlichen Alter von gerade 30 Jahren. Einen sensationellen Durchbruch hatte Guggeis 2018, als er an der Staatsoper Unter den Linden für Christoph von Dohnányi in die Generalprobe von Richard Strauss‘ Salome einsprang. Wir freuen uns darauf, Elgars großartiges Oratorium mit ihm und dem Philharmonischen Chor gemeinsam aufzuführen!

18.15 Uhr Konzerteinführung mit Tilmann Böttcher auf der Bühne

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Ballett

Royal Classical Ballet

DORNRÖSCHEN

Royal Classical Ballet [Deutschland]
Familienvorstellung
Choreografie: L. Iwanow und Marius Petipa | Musik: Pjotr Iljitsch Tschaikowsky
ca. 36 Tänzerinnen & Tänzer

Zur Taufe der Prinzessin Aurora sind Feen eingeladen, die ihr Patenkind mit allen erdenklichen guten Fähigkeiten ausstatten. Einzig die böse Fee Carabosse hat keine Einladung erhalten und zürnt: Aurora werde sich an ihrem 16. Geburtstag an einer Spindel stechen und tot umfallen. Da greift die Fliederfee ein, die glücklicherweise ihren guten Wunsch noch nicht ausgesprochen hat: Ihr gelingt es, den Fluch so abzumildern, dass das Kind nicht sterben werde, sondern nur in einen tiefen, langen Schlaf falle, den nur der Kuss der wahren Liebe aufzuheben vermag. Alle im Reich vorgenommen Maßnahmen zum Schutz des Kindes erweisen sich als zwecklos, denn es geschieht genau wie vorausgesagt: der Stich, der Schlaf, aber auch das Erwachen, herbeigeführt durch den erlösenden Kuss …

Die Geschichte führt das Publikum in ein Zauberreich, wo das Gute und das Schöne regieren, und wohin man auch als Erwachsener immer wieder zurückkehren möchte. Die faszinierende Pracht von Bühnenbild und über 300 Kostümen, die märchenhafte Handlung, vervollständigen dieses romantische Werk, das Tschaikowsky selbst als sein gelungenstes Ballett bezeichnete.

Das Royal Classical Ballet hat es sich zum Ziel gemacht, die besten und talentiertesten Tänzer der Welt auf einer Bühne zu vereinen. Bei den Shows des Royal Classical Ballet kommen besonders Ballett-Ästheten auf ihre Kosten, da Perfektion und Leichtigkeit miteinander vereint werden und den großen Bühnenzauber ausmachen.

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Diskussion

U27-Preview

Das Theater Bonn lädt Studierende aller Fachrichtungen zu einer exklusiven Preview ein. Live und vor Ort gibt es Interviews und Diskussionsrunden mit Mitwirkenden an unseren neusten Produktionen – mit Darstellerinnen und Darsteller, dem Regieteam, Maskenbildnerinnen und Maskenbildnern...

Mi 21 Feb: U27-Preview | Die Legende von Paul und Paula
Do 04 Apr: U27-Preview | Die Zeitmaschine
Mi 24 Apr: U27-Preview | Archetopia
Mi 05 Jun: U27 Preview | Frauen vor Flusslandschaft / Flut

Freier Eintritt | Anmeldung unter: U27@Bonn.de

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Führung

Holz | Metall | Licht - Das Opernhaus als Kunstgalerie

„Ja, ich träume von einer besseren Welt. Sollte ich von einer schlechteren träumen?“ (Otto Piene)

DAS OPERNHAUS ALS KUNSTGALERIE

Die 1960er Jahre waren eine Phase des kreativen Aufbruchs – auch die Kunstwerke aus dieser Zeit im Opernhaus Bonn stehen dafür: Lassen Sie sich von HAP Grieshaber auf eine gar nicht romantische Rhein-Reise mitnehmen, und erleben Sie, wie der gelernte Maler Otto Piene mit damals modernster Technik das Licht selbst in Form gebracht hat. Die raumgreifenden Stahlskulpturen von Erich Hauser sorgten in Bonn sogar noch Jahre später für Ärger.

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Familienprogramm

Familienführung

Warum hängen in unserem Zuschauerraum so viele Fernseher? Wie kann man riesige Ölgemälde innerhalb von Sekunden verschwinden lassen? Und wie macht man falsche Bärte?

Bei den regelmäßig stattfindenden Führungen für Familien durch das Opernhaus lassen wir uns in die Karten schauen!

Freier Eintritt für Kinder bis 16 Jahre.

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Kurs

Workshop Schauspiel

Theaterworkshop für Erwachsene

Anlässlich der Inszenierung WAS FEHLT UNS ZUM GLÜCK? laden wir Sie zu einem offenen Theaterworkshop für Erwachsene ein. Gemeinsam mit der Theaterpädagogin Zeynep Hamaekers, entdecken Sie spielerisch die Fragen von Max Frisch. Mit einer ausgewählten Frage gehen Sie auf eine Reise. Sie werden improvisieren, körperlich experimentieren und gemeinsam mit der Gruppe reflektieren – alles dreht sich um die gestellte Frage, und was sie bei Ihnen persönlich auslöst. Ein spielerisches Herantasten mit Humor, Schauspiel und Improvisation. Der Workshop ist nur in Verbindung mit einem Ticket von WAS FEHLT UNS ZUM GLÜCK? buchbar. Das Angebot ist kostenlos; es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Der Workshop ist nur in Verbindung mit einem Ticket von WAS FEHLT UNS ZUM GLÜCK buchbar. Das Angebot ist kostenlos, und es sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Anmeldung unter entdecken-theaterbonn@bonn.de

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Führung

Führungen Theater Bonn

Zu verschiedenen Themen gibt es monatliche Führungen im Theater Bonn.

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Kurs

Tango Milonga

Tanzabend Cuarteto Rotterdam

Erleben Sie selbst die Leidenschaft und Energie des Tangos.
Astor Piazollas Tango-Operita MARÍA DE BUENOS AIRES ist zurück und das wollen wir mit Ihnen feiern: Am 8. März bleiben die Türen des Opernhauses für eine exklusive TANGO MILONGA im Anschluss an die Vorstellung geöffnet. Tanzen Sie auf der Bühne des Opernhauses mit einer der wichtigsten Tango- Formationen Europas – dem Cuarteto Rotterdam. Eintritt 27,50 Euro, mit einem Opern-Vorstellungsticket vom 8. März nur 16,50 Euro.

Für diejenigen, die noch keine Tanzerfahrungen haben, bieten wir am 16. März im Anschluss an die Vorstellung einen Tanzkurs in englischer und deutscher Sprache an. Alle Interessierten mit einem Ticket von MARÍA DE BUENOS AIRES sind herzlich willkommen, mitzumachen! Anmeldung unter movingtogether@ bonn.de.

Eine Kooperation mit den Vereinten Nationen Bonn, der Stadt Bonn und dem Beethoven Orchester Bonn.

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Führung

DESTINATION: BONN

A Flight from the Sixties into the Future

Englische Führung

Freier Eintritt für Kinder bis 16 Jahre.

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© Thilo Beu
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Theater Bonn

Wo Bühnenzauber und kulturelle Vielfalt aufeinandertreffen

Im Herzen von Bonn thront ein Ort der kulturellen Begegnung und künstlerischen Darbietungen - das Theater Bonn. Mit einer traditionsreichen Geschichte, die bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, präsentiert dieses Theater eine beeindruckende Bandbreite an Bühnenkunst und verzaubert das Publikum durch seine kulturelle Vielfalt.

Das Theater Bonn ist das größte Theater in Bonn und mit rund 500 Veranstaltungen im Jahr eine der Top Kulturstätten der Stadt und Umgebung. Das vielfältige Programm umfasst neben eigenen Produktionen aus Schauspiel, Oper und Musical auch namenhafte Gastspiele aus den Bereichen Tanz und Comedy. Neben dem Opernhaus gehören auch das Schauspielhaus in Bad Godesberg und die an das Opernhaus angeschlossene Werkstattbühne zu den Spielstätten des Theater Bonn.

Über die Stadtgrenzen hinaus bekannt

Das Theater Bonn genießt nicht nur in Bonn, sondern auch international einen hervorragenden Ruf. Mit seinen Kooperationen und Gastspielen trägt es dazu bei, den kulturellen Austausch zu fördern und seine künstlerische Exzellenz einem breiten Publikum zugänglich zu machen.

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Bühnenzaubers und erleben Sie unvergessliche Theatermomente, die zum Nachdenken anregen und das Herz berühren.

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Bewertungen & Berichte Theater Bonn

Aufführungen / Theater Schauspiel Köln Köln, Schanzenstr. 6-20
Aufführungen / Theater Theater Bonn Bonn, Am Boeselagerhof 1
Aufführungen / Theater Theater am Dom Köln Köln, Glockengasse 11
Konzerte / Konzert Tonhalle Düsseldorf Düsseldorf, Ehrenhof 1
Ereignisse / Festival Acht Brücken
Musik für Köln
4. bis 12.5.2024
Ausstellungen / Museum MAKK - Museum für Angewandte Kunst Köln Köln, An der Rechtschule
Aufführungen / Tanz Tanzhaus NRW Düsseldorf Düsseldorf, Erkrather Straße 30
Aufführungen / Theater Düsseldorfer Schauspielhaus Düsseldorf, Gustaf-Gründgens-Platz 1
Aufführungen / Oper Oper Köln Köln, Offenbachplatz
Aufführungen / Theater Schaubühne Köln Köln, Sachsenring 3
Aufführungen / Musical Capitol Theater Düsseldorf Düsseldorf, Erkrather Straße 30
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Sa, 2.3.2024, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
So, 3.3.2024, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater Dschungel Wien
So, 3.3.2024, 15:30 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Di, 5.3.2024, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Sa, 9.3.2024, 16:00 Uhr
Aufführungen / Comedy Sonja Schwabe
Sa, 9.3.2024, 19:30 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
So, 10.3.2024, 15:00 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Di, 12.3.2024, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Do, 14.3.2024, 10:00 Uhr
Aufführungen / Theater KKT. Kölner Künstler:innen Theater
Sa, 16.3.2024, 16:00 Uhr
Aufführungen / Theater GLORIA-Theater Köln, Apostelnstr. 11
Aufführungen / Theater XOX-Theater Kleve Kleve, Briener Straße
Aufführungen / Theater Off-Theater OHRENSCHMAUS Bonn, Weißstr. 10
Aufführungen / Theater Pantheon Theater Bonn Bonn, Bundeskanzlerplatz 2-10
Aufführungen / Kulturveranstaltung Stadt Dormagen Kulturbüro Dormagen, Paul-Wierich-Platz 1
Aufführungen / Gastronomie Theaterhaus Köln Köln, Klarastarsse 53
Aufführungen / Theater Orangerie - Theater im Volksgarten Köln Köln, Volksgartenstr. 25
Aufführungen / Theater Theater an der Kö Düsseldorf Düsseldorf, Schadowstr. 11
Aufführungen / Theater Theater an der Luegallee Düsseldorf Düsseldorf, Luegallee 4
Aufführungen / Tanz Neuer Tanz Düsseldorf Düsseldorf, Urdenbacher Allee 10
Aufführungen / Theater Theater der Keller Köln Köln, Kleingedankstr. 6
Aufführungen / Theater Arkadas Theater Köln Köln, Platenstraße 32
Aufführungen / Theater Cassiopeia Theater Köln Köln, Bergisch Gladbacher Straße 499-501
Aufführungen / Theater Haus der Springmaus Theater Bonn Bonn, Frongasse 8
Aufführungen / Oper Theater Bonn Opernhaus Bonn, Am Boeselagerhof 1

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